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Reisetipps für Nordkorea (DVRK)

Reisetipps für Nordkorea (DVRK)

Kann man wirklich nach Nordkorea reisen?

Dies war vielleicht die häufigste Frage, die wir gehört haben, als wir jemandem von unseren neuen Reiseplänen erzählten. Nordkorea (oder offiziell die Demokratische Volksrepublik Korea – DVRK) war für uns immer ein Traum. Wir wollten verstehen, wie dieses Land funktioniert und ob die Geschichten, die wir in der westlichen Welt hören, wahr oder eher Märchen sind. Natürlich könnt ihr nicht, wie bei üblichen Urlaubsreisen, einfach einen Flug buchen und nach Nordkorea fliegen. Um euch auf unser Abenteuer in der DVRK vorzubereiten, schaut euch unsere Reisetipps für Nordkorea (DVRK) an.

Wir suchten im Internet nach Agenturen, die private Touren anbieten. Am Ende haben wir uns für Young Pioneers Tours entschieden, da diese auch hinsichtlich des Tourprogramms flexibel genug waren und Wü sche von uns berücksichtigt haben. Während der Reise haben wir jedoch erkannt, dass dies nicht nur eine einfache Warnung, sondern Realität ist:

Aufgrund der Art des Tourismus in der DVRK bieten die vorabgestimmten Reiserouten keine Garantie für den tatsächlichen Inhalt der Tour.

Da wir UNESCO-Weltkulturerbestätten lieben, war es ein MUSS, alle in Nordkorea gelisteten zu erreichen. Die Planung unserer privaten Reise war ziemlich einfach. Unsere engagierten Kollegen des Reiseveranstalters waren offen für Änderungen der Standardagenda und bemühten sich, die Agenda an unsere Wünsche anzupassen.

Vorbereitung auf DVRK – Verhaltenstraining

Wir begannen unsere Reise in Peking, wo wir uns mit unserem Agenten von Young Pioneer Tours trafen. Bevor sie uns auf die Reise in die DVRK gehen ließen, empfahlen sie uns, wie wir uns verhalten sollten. Einige Highlights, an die wir uns noch erinnern:

  • Wir empfehlen dringend, ein Geschenk für Ihre nordkoreanischen Guides und den Fahrer mitzubringen. Die DVRK hat nur sehr eingeschränkten Zugang zu ausländischen Produkten, z.B. werden ausländische Spezialitäten empfohlen, Schönheitsprodukte und Zigaretten (Koreaner bevorzugen westliche / japanische Zigaretten gegenüber den chinesischen).
  • An bestimmten Orten, insbesondere an Statuen der Führer, verneigt euch oft, um euren Respekt zu zeigen. Ihr habt auch die Möglichkeit, Blumen zu kaufen, dies wird jedoch nicht erwartet.
  • Seid nett zu euren koreanischen Guides, hört ihnen zu und sie werden entspannt sein und euch mehr gewähren lassen.
  • Wir dürfen in Nordkorea (ähnlich wie in Kuba) keine lokale Währung verwenden, daher verwenden wir eine harte Währung (d.h. EUR, USD oder chinesischer RMB). RMB ist am einfachsten zu tauschen.
  • Ihr könnt eure Digitalkameras in die DVRK mitnehmen, professionelle Videokameras sind jedoch nicht zugelassen. Bitte stellt sicher, dass auf eurer Kamera kein „GPS“ gedruckt ist. Eure koreanischen Guides geben euch die „Go Ahead“- und „No-No“-Zonen zum Fotografieren – es ist wichtig, ihren Aufforderungen zu folgen.

Und nicht zu vergessen: Wir mussten üben, sich richtig zu verbeugen und Respekt zu zeigen – so lange bis wir gut genug waren, dass er uns mit ruhigen Gewissen gehen lassen kann.

Mit dieser Einführung waren wir dann bestens darauf vorbereitet, unsere unvergessliche Reise zu beginnen.

Einreise nach Nordkorea (DVRK)

Abfahrt in Beijing

Wir haben uns für den langen Weg in die DVRK entschieden: mit dem Zug von Peking aus! Insgesamt dauert diese Fahrt in komfortablen Nachtzügen 15 Stunden. Der erste Zug verließ Peking am Abend und brachte uns über Nacht nach Dandong an die Grenze im Norden Chinas.

Dandong

In Dandong sind wir in einen nordkoreanischen Nahverkehrszug umgestiegen, nachdem wir die Ausreisekontrolle in China absolviert hatten. Der Zug war komplett von Koreanern gebucht und wir waren mit nur zwei Niederländern die einzigen Touristen in diesem Zug. Die Einreise nach Nordkorea war ein großer Spaß.

Nachdem der Zug in Dandong gestartet ist, passierte er wenige Minuten später die chinesisch-koreanische Freundschaftsbrücke. Direkt dahinter hielt der Zug an, der Zugführer sammelte die Pässe von jedem Passagier ein und brachte sie zur Einwanderungsbehörde. Das Einwanderungsverfahren dauerte über eine Stunde. Zum Glück durften wir den Zug verlassen, uns jedoch nicht mehr als einen Meter von der Zugtür entfernen. Wir freuten uns nach einer stichprobenhaften und eher pro-forma Kontrolle des Gepäcks, unsere Pässe zurückzubekommen und unsere Reise in die Hauptstadt Nordkoreas, Pjöngjang, fortzusetzen.

Eindrücke aus unseren ersten Stunden in der DVRK – Fotos aus dem Zug heraus

Unsere Reiseroute in der DVRK

Travel route in DPRK North Korea

Alltag in der DVRK

Obwohl wir ein paar Bücher über die DVRK und natürlich über die Armut und den Mangel an Lebensmitteln gelesen hatten, wussten wir nicht, was uns erwarten würde. Angesichts der Tatsache, dass die Guides uns beobachteten und versuchten, uns nur die „schönen“ Seiten Nordkoreas zu zeigen, wussten wir nicht wirklich, was wir über dieses Land denken sollten: Was war real, was war nur, weil wir gerade hier sind (z.B. die gute Laune im Waisenhaus und der gute Zustand des Sommercamps für Kinder der Parteifunktionäre) und vor allem, was denken die Leute? Wir haben nicht versucht, mit Einheimischen zu sprechen, um sie nicht in Schwierigkeiten zu bringen.

Außerdem haben wir nach einigen Tagen versucht, nicht so viel über unsere Gedanken zu sprechen, denn wir hatten mitbekommen, dass unsere Guides jeden Abend einen Bericht über den Tag schreiben. Sie sagten uns, dass sie die Servicequalität der Attraktionen bewerten, die wir tagsüber besucht haben – aber wir können uns vorstellen, dass es auch darum ging, wie sich die Touristen verhalten…

Wie man sich in der DVRK / Nordkorea bewegt

Da wir eine private Tour gebucht haben, hatten wir zwei englischsprachige Reiseleiter (einen Mann und eine Frau) sowie einen Fahrer. Diese drei waren unsere Guides während der gesamten Tour. In Bezug auf die Fortbewegung im Land: Die Straßen sind meistens zwei-spurig, aber ziemlich leer. Aufgrund der schlechten Bedingungen der Straßen außerhalb der Städte, fuhr unser Van trotzdem nicht mehr als 50 km/h.

Koryo Hotel

Als wir in Pjöngjang am Bahnhof mit dem Zug ankamen, war es für unsere Reiseleiter nicht schwer, uns als ihre Touristen zu identifizieren, da nur wenige Ausländer im Zug waren. Nach 7 Stunden in einem Zug mit am Ende ziemlich betrunkenen Koreanern waren wir froh, angekommen zu sein. Außerdem freuten wir uns darauf, das beliebte Koryo Hotel kennenzulernen.

Wir können das Koryo Hotel wirklich empfehlen – es war sehr sauber und ausreichend für die sechs Nächte, die wir insgesamt hier verbracht haben. Da man das Hotel nicht alleine verlassen darf, verfügt das Hotel auch über einen Minimarkt mit touristischen Lebensmitteln wie Nutella. Wir haben dort immer Wasser in Flaschen gekauft.

Unsere Höhepunkte von Pjöngjang

Ryugyŏng-Hotel

Dieser beeindruckende Wolkenkratzer wird seit 1987 gebaut und sollte mit 330 Metern das höchste Hotel der Welt werden. Zu der Zeit, als wir in der DVRK waren, war die Außenseite des Wolkenkratzers fertig, aber man munkelt, dass es innen vollständig leer ist.

Ryugyŏng-Hotel DPRK Pyongyang North Korea

Hauptbahnhof

Der Bahnhof ist besonders nachts ein schönes Gebäude. Jeden Morgen und Abend wird das Lied „Wo bist du, lieber General?“ über einen Lautsprecher verbreitet.

Grand People’s Study House

Der erste Punkt auf unserer Reiseplanung war ein Besuch im Grand People’s Study House. Es ist eine Bibliothek und ein akademisches Zentrum für erwachsene Lernende. Dieses großartige Gebäude ist im koreanischen Stil erbaut. Vom Balkon aus hatten wir einen beeindruckenden Blick über den zentralen Platz mit seinen Regierungsgebäuden.

Mansudae Grand Monument / Mansu Hill Grand Monument

Am 9. September, dem Nationalfeiertag in der DVRK, besuchten wir am frühen Morgen das Große Denkmal der Führer Kim Il Sung und Kim Jong Il. Diese Statuen sind vielleicht das bekannteste Bild aus der DVRK. Mit einer Höhe von 20 Metern sind die Bronzestatuen beeindruckend. Hier hatten wir die erste Gelegenheit, unseren erlernte Verneigung zu zeigen.

Pjöngjang Metro

Ein weiteres Highlight in Pjöngjong ist eine Fahrt mit der U-Bahn. Die Koreaner sind sehr stolz auf ihre U-Bahn und die Stationen sind in der Tat sehr schön dekoriert – zumindest die drei Stationen, an denen wir anhalten und aussteigen durften. Die U-Bahnen wurden teilweise aus Ostberlin importiert und wir haben noch deutsche Schilder im Inneren gesehen. Vor allem die U-Bahn scheint wegen der Mobilität beliebt zu sein, da die U-Bahn während der Mittagspause mit Koreanern überfüllt war.

Massentanz am Triumphbogen

Der letzte Halt war am Triumphbogen in Pjöngjang. Es soll der größte Siegesbogen der Welt sein. Mit diesem wird den Sieg über die Japaner gefeiert und die Rückkehr des Generals Kim Il Sung in seine Heimatstadt. Im Park neben dem Triumphbogen wurden wegen des Nationalfeiertags Tänze aufgeführt in traditionellen Kleidern.

Juche Tower

Auf der anderen Seite des Flusses Taedong – gegenüber dem Grand People’s Study House – haben wir den Juche Tower besucht. Dieser Turm wurde zum 70. Geburtstag von Kim Il Sung erbaut und gilt mit 170 Metern als der höchste aus Stein gebaute Turm der Welt. Der Eingang des Turms enthält viele Schilder von Anhängern der Juche-Ideologie und von Studiengruppen. Wir sind mit dem Aufzug nach oben gefahren und hatten einen beeindruckenden Blick über Pjöngjang.

Koreanisches Kriegsmuseum & USS Pueblo

Ein Punkt auf unserer Reiseroute, den wir nicht streichen lassen konnten, war der Besuch des Koreanischen Kriegsmuseums und der USS Pueblo. Die USS Pueblo ist das einzige Schiff der Welt, das noch von einer fremden Nation beschlagnahmt wird. Die USS Pueblo wurde 1968 von Nordkorea festgesetzt.

Kumsusan Palast der Sonne / Mausoleum der großen Führer

Im Mausoleum sind die einbalsamierten Körper von Kim Il Sung und Kim Jong Il aufgebahrt. Für diesen besonderen Besuch mussten wir uns formell mit Krawatte und Anzugsschuhen kleiden. Wie die anderen Gedenkstätten in der DVRK ist der Sonnenpalast absolut sauber, ohne Stromausfall und mit wirklich funktionierender Klimaanlage ausgestattet. Bilder sind leider nicht erlaubt und wir mussten uns strengen Sicherheitskontrollen unterziehen. In den Räumen mit den einbalsamierten Körpern mussten wir uns vor jedem Anführer dreimal verbeugen – einmal auf der linken Seite, das andere Mal auf der rechten Seite und am Ende vor ihren Füßen. Die anderen Räume des Palastes zeigen das offizielle Auto des großen Führers (es war ein Mercedes) und den Zug, in dem sie früher nach China fuhren.

Pjöngjangs Jahrmarkt

Nordkoreaner lieben Abenteuer und Spaß. Daher waren sie sehr stolz, uns ihren Jahrmarkt zu zeigen und wir mussten ihn ausprobieren. Wir haben bereits in unseren ersten Tagen in Pjöngjang Stromausfälle erlebt. Daher war es für uns schwer, uns keinen Stromausfall vorzustellen, wenn wir auf einem der Fahrgeschäfte saßen. Eine Sache, die wir nie vergessen werden, war eine Attraktion, die so seltsam war, dass wir noch nicht einmal ein Foto gemacht haben: Wir mussten auch einen Schießstand besuchen, aber anstatt auf Pappfiguren zu schießen, boten sie uns an, echte Hühner zu schießen … Zur Überraschung unserer Reiseleiter lehnten wir dies entschieden ab.

Kaesong – Demilitarisierte Zone (DMZ)

Nach Kaesong zu reisen war unser erstes Ziel außerhalb der Hauptstadt Pjöngjang. Die DMZ teilt die koreanische Halbinsel ungefähr in zwei Hälften und ist ca. 250 Kilometer lang. Dieser Korridor zwischen Nord- und Südkorea ist ca. vier Kilometer breit, aber man kann die südkoreanische Flagge aus dem Norden sehen. Obwohl die Zone entmilitarisiert ist, ist die Grenze hinter diesem Streifen eine der am stärksten militarisierten der Welt. Bevor wir die DMZ betraten, mussten wir unseren Van verlassen und in einen Militärbus umsteigen. Sogar unsere Guides mussten an diesem Kontrollpunkt ihre ID-Karten vorlegen. Während der Analyse unserer Pässe haben wir die Gelegenheit genutzt, Propagandaplakate und Postkarten zu kaufen.

Vor und hinter der blauen kleinen Kaserne befinden sich Gebäude mit Terrassen aus den beiden Ländern. Im Inneren des Gebäudes auf der nordkoreanischen Seite befindet sich ein Tisch, der durch das Lautsprecherkabel ebenfalls in einen Nord- und einen Südteil unterteilt ist. Das Foto mit dem Soldaten war nur möglich, weil unser Guide ihm Zigaretten gab dafür.

Kaesong

Die Stadt Kaesong erwartete uns mit vielen Wohnhochhäusern. Aber Keasong hat auch so etwas wie eine Altstadt mit traditionellen koreanischen Häusern, eins davon ist das Kaesong Folklore Hotel. Wir haben nicht in Kaesong übernachtet, sondern lediglich die Stadt besichtigt.

Historische Denkmäler und Stätten in Kaesong (UNESCO-Weltkulturerbe)

Die geomantische Anordnung der ehemaligen Hauptstadt Kaesong, ihre Paläste, Institutionen und Grabkomplexe, Verteidigungsmauern und Tore verkörpern die politischen, kulturellen, philosophischen und spirituellen Werte einer entscheidenden Ära in der Geschichte der Region. Das UNESCO Weltkulturerbe in Kaesong besteht aus zwölf separaten Komponenten, die zusammen die Geschichte und Kultur der Koryo-Dynastie vom 10. bis 14. Jahrhundert belegen. Die Stätte wurde 2013 von der UNESCO in die Liste der Welterbestätten aufgenommen, um den Übergang vom Buddhismus zum Neokonfuzianismus in Ostasien und die Assimilation der kulturellen spirituellen und politischen Werte der Staaten zu bezeugen, die vor der Vereinigung Koreas unter der Koryo-Dynastie existierten.

Sariwon

Auf dem Weg zum Strand in Nampo hielten wir für eine Übernachtung in Sariwon an. Wir gingen den Hügel hinauf in den örtlichen Volkspark und genossen die Aussicht von der Bergpagode.

Nampo

Besuch eines Waisenhaus

Nampo im Westen der DVRK ist nur 55 km von Pjöngjang entfernt und von strategischer Bedeutung. Wir besuchten ein Waisenhaus in Nampo und brachten den hier lebenden Kindern viele Geschenke. Wir hoffen, dass die Kinder so glücklich sind, wie es aussieht und die Spielsachen und Geschenke, die wir mitgebracht haben, wirklich von den Kindern genutzt werden können. Natürlich hängen in jedem Raum des Waisenhauses auch Bilder der Großen Führer.

Unser Fahrer hatte Probleme, das Waisenhaus zu finden. Deshalb haben wir während der Fahrt durch die Stadt einige Bilder gemacht.

Westmeer-Staudamm

Nampo ist auch berühmt für den Westmeer-Staudamm. Dieser Staudamm mit seinen 439 Kilometern Länge ist ein herausragendes Beispiel für sozialistische Konstruktion. Der Staudamm wurde gebaut, um das salzige Wasser des Westmeeres von den Rändern des Taedong-Flusses und dem umliegenden Ackerland fernzuhalten. In den Staudamm ist eine kleine Insel mit einem Leuchtturm in Form eines Ankers integriert. Natürlich befindet sich auf dieser Insel ein Denkmal des Führers.

 

Komplex der Koguryo-Gräber (UNESCO-Weltkulturerbe)

Ein obligatorischer Punkt auf unserer Reiseroute war natürlich auch das zweite UNESCO-Weltkulturerbe der DVRK: die Koguryo-Gräber. In dieser Gegend befinden sich mehrere Gräber aus der späteren Zeit des Koguryo-Königreichs. Diese Gräber sind fast die einzigen aus dieser Zeit. Einige von denen haben Wandmalereien im Inneren. Das Betreten eines Grabes kostet jedoch 100 Euro pro Person. Wir weigerten uns hineinzugehen und machten Fotos von den Bildern, die uns der örtliche Reiseleiter gezeigt hat, um ein besseres Bild davon zu bekommen, wie sie von innen aussehen.

Mineralwasserproduktion

Wir durften eine Mineralwasserproduktion in Nordkorea besuchen. Um die Sauberkeit zu gewährleisten, wurde uns empfohlen, Arbeitskittel zu tragen. Ihr könnt auf unseren Bildern den gesamten Produktionsprozess sehen. Die Glasflaschen sind in den Spuren mehrmals umgefallen und trotz der hygienischen Grundsätze haben unsere Guides die Flaschen herausgenommen oder mit den Händen aufgestellt. 🙂

Hamhung

Düngemittelfabrik

Ähnlich wie in der Mineralwasserfabrik in Nampo besuchten wir in Hamhung eine Fabrik, die schon vor Jahrzehnten gebaut wurde. Diese Fabrik ist jedoch noch in Betrieb und produziert Dünger für die Landwirte – das haben sie uns zumindest gesagt. In unserem Reiseführer haben wir gelesen, dass die Fabriken in Hamhung auch zur Herstellung chemischer Waffen verwendet werden. Beeindruckend für uns waren diese alten Maschinen und Bedienungssäle zur Überwachung des Produktionsprozesses – wie eine Zeitreise von mehr als einem halben Jahrhundert.

Historisches Haus von Ri Song Gye

Neben einem Spaziergang durch einen der Parks der Stadt und auf den Tonghung-Hügel besuchten wir die historische Heimat des Usurpators der Koryo-Dynastie und des Gründers der Ri-Dynastie. In Hamhung steht auch das größte Theater der DVRK.

Wonsan

In Wonsan besuchten wir ein kürzlich renoviertes Ferienlager (Songdowan International Children’s Union Camp). Dieses wirklich schöne Camp wird für die Kinder der Parteimitglieder genutzt. Wirklich beeindruckend, aber wir haben hier keine Kinder gesehen. Vielleicht war wegen unseres Besuchs außerhalb der Ferienzeit niemand da…

Mount Myohyang

Freundschaftsausstellung

Einer unserer Höhepunkte der Tour war die Freundschaftsausstellung. In zwei riesigen Gebäuden werden alle Geschenke präsentiert, welche die Führer der DVRK von anderen Menschen, Regierungen und Institutionen erhalten haben. Dies sollte den Menschen zeigen, wie beliebt die Führer der DVRK in der Welt sind. Leider ist es nicht erlaubt, Bilder im Inneren aufzunehmen. Aufgrund der vielen Präsentationen ist es nicht möglich, die gesamte Ausstellung zu besuchen, und man kann maximal zwei Kontinente auswählen. Am Ende mussten wir in ein Gästebuch schreiben, wie uns die Ausstellung gefallen hat. Das wurde direkt ins Koreanische übersetzt.

Buddhistischer Tempel (Pohyon Tempel)

Der Pohyan-Tempel ist einer der größten buddhistischen Tempel in der DVRK. Er wurde zu Beginn des 11. Jahrhunderts unter der Koryo-Dynastie gegründet.

Ryongmum Höhle

Ryongmum ist eine Kalkhöhle in einem Gebiet, das zu Outer Myohyang gehört. Die Höhle hat sich vor langer Zeit unter der Erde aus wasserlöslichem Kalk gebildet und ist sehr farbenfroh beleuchtet, was eine wunderbare Atmosphäre schafft. Sie hat zwei Haupthöhlen und Dutzende Seitenhöhlen. Die Tropfen von der Decke schufen unzählige vielfältige Strukturen.

Saskia Hohe in Ryongmum Cavern DPRK North Korea

Unsere Hotels in der DPRK

In Pjöngjang waren wir immer im Koryo Hotel übernachtet. Die Hotels außerhalb von Pjöngjang waren völlig in Ordnung und sauber. Trotzdem hatten wir in der Regel keinen Strom und kein fließendes Wasser in den Zimmern. Wir werden das Hotel in Wonsan nie vergessen, in dem mein Mann ein Handtuch vom Hotel „geliehen“ hat. Nach dem Verlassen des Hotelzimmers überprüfte das Serviceteam unmittelbar unser Zimmer. Als sie feststellten, dass ein Handtuch fehlt, hatten wir lange Diskussionen und zahlten am Ende 2 Euro. Es entwickelte sich fast zu einem Staatsakt – unglaublich, da die Handtücher in den Hotels alle ziemlich alt waren.

Rückflug nach Beijing

Das letzte Abenteuer unserer wirklich beeindruckenden und unvergesslichen Reise nach Nordkorea / DVRK ergab sich, als wir nach Peking zurückkehrten. Aufgrund der Einreise mit dem Zug entschieden wir uns für den schnellsten Rückweg – das Flugzeug. Ich bin mir nicht sicher, wie das passiert ist, aber ich wusste nicht, mit welcher Fluggesellschaft wir fliegen: Koryo! Der Flug dauert nur ca. 2 Stunden, aber ich war mir nicht sicher, ob wir in Beijing ankommen werden. Wir waren die einzigen Touristen im Flugzeug. Als es darum ging, im Flugzeug die Einreiseformulare nach China auszufüllen, fragten mich die Koreaner, ob ich ihnen helfen könne, da es nur in Englisch und Chinesisch geschrieben war. Und so habe ich die Flugzeit damit verbracht, den Koreanern die Einreiseformulare mit deren Passdaten zu befüllen. Wenigsten sging so der Flug schneller rum…

Lebensmittel und Getränke in Nordkorea / DPRK

Zusätzlich zu unseren Reisetipps für Nordkorea möchten wir euch auch unsere Essensabenteuer nicht vorenthalten. Während unserer gesamten Reise waren die Mahlzeiten im Voraus arrangiert und wir hatten immer Frühstück im Hotel und Mittag- und Abendessen in einigen Restaurants. Wir haben immer so viel zu Essen bekommen, dass wir es nicht schafften, und es war wirklich schade, dass wir es zurückgegeben haben.

Getränke

Das traditionelle Getränk in der DVRK ist Soju – eine Art Reislikör. Unsere Guides tranken diesen während des Mittag- und Abendessens. Darüber hinaus ist Bier sehr beliebt und nur in großen 1 Liter-Flaschen erhältlich.

Koreanisches Fondue

Wir sind wirklich Hotpot- / Fondue-Liebhaber und einer der ersten Hotpots, die wir im Ausland genossen haben, war in Pjöngjang. Jeder hat seinen eigenen Topf bekommen, also haben wir den servierten rohen Fisch und das Gemüse so lange wie möglich gekocht um auf Nummer sich zu gehen.

Enten-BBQ

Saskia Hohe Duch BBQ North Korea DPRK

Traditionelles koreanisches Pansangi

In Kaesong im Thongil Restaurant servierten sie uns traditionelle Gerichte in kleinen Bronzeschalen (Pansangi). Neben Kimchi probierten wir auch verschiedene fermentierte Gemüsesorten und gebratenen Fisch. Außerdem bestellte Paul eine Hundesuppe – ich weigerte mich, es zu versuchen, aber er sagte, dass es nach Hühnchen schmeckt.

Traditional Pansangi Korean dish in bronze bowls

Muschel-BBQ

In Nampo beschlossen unsere Guides, vor unserem Bungalow zu grillen. Wir wissen nicht, wo sie die Muscheln gefunden haben, aber um Feuer zu haben, haben sie Benzin aus unserem Van genommen und legten die Muscheln darüber. Zudem gab es noch ein paar Fische – diese waren geschmacklich wirklich sehr gut!

Pizza

Eine wirklich seltsame Erfahrung war das Abendessen in einem italienischen Pizzarestaurant in Pjöngjang. Es wurde uns gesagt, dass die Zutaten fürdie Pizza direkt aus Italien importiert werden. Die Spezialität in diesem Restaurant war Schokoladenpizza!! Das war wirklich etwas Besonderes – Käsepizza mit einer Art Schokolade. Aber in diesem Restaurant wurde zum ersten Mal echte Cola serviert – hatten wir vorher noch nicht erlebt in Nordkorea.

Pizza restaurant Pyongyang DPRK North Korea

Unsere Empfehlungen

Reiseführer

Als Reiseführer und ausgezeichnete Quelle für Nordkorea-Reisetipps können wir den von Trescher empfehlen – unsere Reiseleiter (obwohl sie vorgaben, kein Deutsch zu sprechen) haben unseren Reiseführer durchgesehen. Wir haben zuvor gelesen, dass nicht jeder Reiseführer für die Einreise in die DVRK zugelassen ist, aber mit diesem hatten wir keine Probleme:


Einstimmung auf eine Reise nach Nordkorea (DVRK)

Wie bereits erwähnt, haben wir vor der Buchung der Tour einige Bücher gelesen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was uns erwartet. Hier sind diejenigen, die wir gerne gelesen haben:

Erkunde weitere Länder:

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Reisetipps für Malaysia

Reisetipps für Malaysia

Willkommen in unserem Reiseblog für Weltenbummler und UNESCO-Enthusiasten. Entdeckt die besten Reisetipps für Malaysia – dem Land mit den verschiedenen Kulturen und Ethiken: malaiische Kultur, chinesische Kultur, indische Kultur, eurasische Kultur sowie die Kulturen der indigenen Gruppen der Halbinsel.

Im Januar 2020 verbrachten wir zwei Wochen im westlichen Teil Malaysias (Halbinsel Malaysia), beginnend in Singapur. Wir durchquerten große Städte und Gegenden wie Melaka, Kuala Lumpur, Batu-Höhlen, Cameron Highlands, Penang, Kota Bharu und Kuala Terengganu. Vor allem haben wir natürlich auch alle UNESCO-Weltkulturerbestätten der Halbinsel besucht, einschließlich Melaka und George Town (historische Städte der Straße von Malakka) sowie das archäologische Erbe des Lenggong-Tals.

Dieser Malaysia-Reiseblog hilft euch bei der Planung eurer Traumreise, indem er alle Tipps, Tricks und Reise-Hacks gibt, die ihr benötigt.

Inhaltsverzeichnis

Tipps für die Reiseplanung

Unsere Reiseroute durch Malaysia (mit Bus und Mietwagen)

Unsere Highlights in Malaysia

Melaka (UNESCO World Heritage)
Kuala Lumpur
Cameron Highlands
Lenggong Tal (UNESCO World Heritage)
Ipoh
Penang (UNESCO World Heritage)
Kota Bharu
Kuala Terengganu

Unsere Empfehlungen

Unsere Lieblingsgerichte in Malaysia
Um noch mehr über Malaysia zu erfahren, empfehlen wir euch die folgenden Bücher

Wie kommt man von Singapur nach Malaysia?

Ihr könnt Kuala Lumpur, die Hauptstadt Malaysias, von fast allen europäischen Hauptstädten aus mit einem Direktflug ohne Zwischenlandung erreichen. Es ist aber auch möglich, einen Zwischenstopp in Dubai, Maskat, Doha oder Bangkok usw. einzulegen.

Einreise nach Malaysia aus Singapur

Wir haben von Singapur aus über die Woodlands Immigration die Einreise zu Fuß nach Malaysia bestritten. Von Singapur aus fahren regelmäßig Busse vom zentralen Busbahnhof (in der Nähe von Little India) zur Einwanderungsstelle. Tickets kosten ungefähr 3 Singapur-Dollar und ihr könnt sogar mit der MRT-Karte bezahlen. Bei der Reise über die Grenze mit dem Bus müssen alle Passagiere mit dem kompletten Gepäck den Bus am Checkpoint in Johar Bahru verlassen. Dort erhält man einen Ausreisestempel von Singapur bzw. Malaysia. Anschließend geht es in den nächsten Bus, der einen dann zur Einreisebehörde für Malaysia bzw. Singapur bringt. Da wir unsere Reise an einem Samstagmorgen begonnen haben, war die Einwanderungsstelle ziemlich überlaufen. Bedeutete für uns, dass wir ungefähr eine Stunde in der Warteschlange stehen mussten.

Unsere Reiseroute durch Malaysia

Route Singapore Malaysia - Malaysia Travel Tips

Unsere Erfahrungen mit dem Selbstfahren in Malaysia

Autovermietung

Alle bekannten Autovermieter sind in jeder Großstadt Malaysias verfügbar. Wir haben uns entschlossen, ein Auto bei Europcar zu mieten. Die Vermietstation von Europcar ist nur wenige Gehminuten vom Einwanderungszentrum in Johar Bahru entfernt und befindet sich in einem Hotel. Da wir aus Singapur gekommen sind, war Johar Bahru der Anfang- und Endpunkt unserer Rundreise mit dem eigenen Mietwagen durch Malaysia.

Kosten für einen Mietwagen in Malaysia

Da wir die Länder gerne alleine erkunden, haben wir uns entschlossen, ein Auto zu mieten. Ein Auto in Malaysia zu mieten ist im Vergleich zu anderen Ländern, die wir bereits besucht haben, recht günstig. Mit ungefähr 25 Euro pro Tag inkl. Versicherung und zwei Fahrer bekamen wir ein typisch malaysisches Auto: einen Proton. Proton steht für Perusahaan Otomobil Nasional, was übersetzt Nationales Automobilunternehmen bedeutet. Proton wurde 1983 vom Premierminister als Joint Venture der Schwerindustrie in Malaysia und Mitsubishi gegründet. Inzwischen ist auch der chinesische Autohersteller Geely daran beteiligt.

Die Straßen in Malaysia sind in einem sehr guten Zustand, besonders wenn man die mautpflichtigen Straßen befährt. Um die Mautstellen zu passieren, ist eine sogenannte Touch & Go-Karte erforderlich. Die Karte kann an Shell-Tankstellen gekauft werden und muss mit Geld aufgeladen werden. Für unsere Rundreise benötigten wir ca. 120 MYR (ca. 30 Euro). Malaien sind vorsichtige Fahrer und man hört fast keine Hupen. Für das Warten an roten Ampeln braucht man in Malaysia Geduld, da rote Ampelphasen mehr als 100 Sekunden dauern können. Noch nie haben wir so lange Rotlichtphasen erlebt. Daher verstehen wir, warum jeder die Klimaanlage in seinen Autos anhatte und nicht – wie wir – mit offenen Fenster gefahren sind, was unerträglich heiß an den Ampeln war.

Ultimative Reisetipps für Malaysia

Melaka / Melakka (UNESCO Weltkulturerbe)

Unsere erste Station war Melaka / Melakka – ein UNESCO Weltkulturerbe. Wir verbrachten einen Tag damit, die kolonialen Stätten im Stadtzentrum zu erkunden. Die Hauptattraktionen sind in Melaka / Melakka zu Fuß erreichbar. Die unterschiedlichen Kulturen und insbesondere die Einflüsse der Niederländer, Portugiesen und Engländer sind in der Stadt sichtbar. Im Folgenden zeigen wir euch unsere Lieblingsorte in Melaka:

  1. Spaziergang entlang des Flusses Melaka – besonders in der Nacht wunderschön, wenn die Bäume und die unzähligen Rikschas – in der Umgebung beleuchtet sind.

2. Auf dem Roten Platz im Zentrum von Melaka befinden sich die wichtigsten kolonialen Sehenswürdigkeiten. Alle Gebäude rund um den Ort sind seit Beginn des 20. Jahrhunderts rot gestrichen. Das älteste niederländische Gebäude in Südostasien ist das Stadthuys, das auf Basis des Rathauses in der Heimatstadt der Seeleute errichtet wurde. Zusammen mit der Christ Church und dem Glockenturm in der Mitte des Ortes zeigt sich die herausragende Architektur. Dieser Platz ist sehr überfüllt, aber es lohnt, sich die Zeit zu nehmen, herumzulaufen und auch den Hügel nach St. Paul hinauf zu klettern, um von oben die Aussicht zu genießen. Das einzig Ärgerliche sind jedoch die farbenfrohen und trashigen Rikschas mit ohrenbetäubenden Geräuschen.

3. Spaziert durch die Jonker Street und Jalan Tun Tan Cheng und schaut euch die schönen Häuser an. Am besten ist ein morgendlicher Spaziergang, bevor der Markt in der Jonker Street öffnet, um mehr oder weniger ungestört einen Blick auf die Kolonialhäuser zu haben. Die Häuser sind im typisch malaiischen Stil mit zwei Ebenen gebaut, wobei die zweite Ebene die erste überragt und somit einen schattigen und trockenen Gehweg bietet. Zu Ehren des ersten Vorsitzenden der Overseas Chinese Banking Cooperation (OCBC) solltet ihr Chee’s House (Chee Mansion) auf keinen Fall verpassen.

Reisetipps für Kuala Lumpur (KL)

Unser nächstes Ziel war die Hauptstadt und zugleich größte Stadt Malaysias: Kuala Lumpur (KL). KL bietet so viele Sehenswürdigkeiten. Da wir jedoch nur zwei Tage in KL verbracht haben, haben wir nur folgende Sehenswürdigkeiten besuchen können. Aus unserer Sicht lohnt sich KL auch für einen längeren Aufenthalt, denn es gibt so viele unterschiedliche Dinge zu entdecken.

Merdeka Square in Kuala Lumpur

Das beeindruckendste von KL war für uns die antike Stadt rund um den Dataran Merdeka-Platz, an dem die Unabhängigkeit erklärt wurde. Mit all den umliegenden schönen Gebäuden wie dem Sultan Abdul Samad Gebäude und dem Glockenturm fühlt sich die Besichtigung des Platzes wie eine Reise in frühere Zeiten an.

Petronas Towers

Das bekannte Wahrzeichen von KL sind die Petronas Towers. Diese sind mit 88 Ebenen immer noch die höchsten Zwillingstürme der Welt. Die Türme sind über eine Himmelsbrücke auf den Ebenen 41 und 42 miteinander verbunden. Besuche sind bis zur Ebene 86 möglich. Die Petronas-Türme waren 1996 mit einer Höhe von 451,9 Metern sogar die höchsten Gebäude der Welt. Abends soll es zwischen 20 und 21 Uhr eine Lightshow geben, aber an dem Abend, als wir die Petronas-Türme besuchten, gab es leider keine.

 

Botanischer Garten

Leider waren zum Zeitpunkt unseres Besuchs im Januar 2020 die Hibiskus- und Orchideengärten im Botanischen Garten wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Wir haben gehört, dass die Gärten mindestens bis September 2020 geschlossen sein werden. Der Hirschgarten war jedoch geöffnet, aber derzeit leben nur sehr wenige Hirsche im Garten.

Batu Höhlen

Nur etwa 12 km nördlich von KL in der Nähe der Autobahn liegt eine Sehenswürdigkeit, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet. Die Batu-Höhlen mit ihrer beeindruckenden, rund 42 Meter hohen goldenen Statue des Gottes Murugan, dem Sohn von Shiva und Parvati. 272 bunte Stufen führen zu den Tempeln in den Kalksteinhöhlen. Achtet während des Aufstiegs auf eure Wasserflaschen, da sich ringsherum Affen befinden. Wir haben sogar gesehen, dass ein Affe den Schuh einer Frau stahl, die sich nur auf der Treppe kurz ausruhen wollte.

Cameron Highlands

Von den Batu-Höhlen aus setzten wir unsere Reise in eine kühlere Gegend fort: Cameron Highlands. Beeindruckend, so große Teeplantagen mit einer unglaublichen Anzahl verschiedener Grüntöne zu sehen. Es ist auch sehr interessant zu sehen und zu lernen, wie Tee hergestellt wird. Für uns waren die Cameron Highlights aufgrund der wunderschönen Landschaft sicherlich einer der Höhepunkte unserer Reise. Wir besuchten zuerst das BOH Tea Estate.

Am nächsten Tag gingen wir durch die Innenstadt von Tanah Rata of Cameron Highlands. Anschließend begannen wir mit einer weiteren Tee-Verkostung im Cameron Valley Tea Estate. Aber unglaublich, wie schlecht die riesigen Hotels in den touristischen Zentren der Cameron Highlands aussehen und überhaupt nicht in die schöne Landschaft passen…

 

Insgesamt haben wir in beiden Fabriken viel Tee gekauft und werden mit jeder Tasse Tee, die wir zu Hause genießen, an diesen Urlaub denken.

Saskia Hohe shopping Malaysian Tea - Malaysia Travel Tips

Cameron Highlands hat mit rund 7.000 Land Rover die weltweit höchste Konzentration dieser legendären Geländefahrzeuge. Sie wurden von den Briten hinterlassen und können leicht repariert werden. Einige Exemplare, die wir gesehen haben, sehen schon aus wie Oldtimer.

Lenggong Tal (UNESCO-Weltkulturerbe)

Nachdem wir uns von den Cameron Highlands verabschiedet haben, machten wir uns auf den Weg zu unserer nächsten UNESCO-Weltkulturerbestätte, die offiziell als archäologisches Erbe des Lenggong-Tals bezeichnet wird. Diese Stätte besteht aus einigen Höhlen und dem archäologischen Museum im Dorf Kota Tampan. Der Höhepunkt ist das prähistorische Skelett des Perak-Mannes, das 1990 in der Höhle in Gua Gunung Runtuh gefunden wurde. Der Perak-Mann lebte vor 11.000 Jahren. Seine Vorfahren hatten sich im Lenggong-Tal niedergelassen, nachdem sie aus Afrika ausgewandert, den Nahen Osten durchquert und schließlich in Südasien angekommen sind.

Wir haben auch erfahren, dass man die Höhlen betreten kann, wenn man vorab einen Termin mit dem Museum vereinbart. Da wir jedoch nicht die größten Fans prähistorischer Stätten sind, genossen wir ein kurzes Picknick auf dem Parkplatz des Museums, bevor wir schließlich zu unserem nächsten Reiseziel navigierten.

Ipoh

Wenn ihr das Lenggong-Tal verlasst, empfehlen wir euch, einen Tag in Ipoh zu verbringen. Ihr erhaltet einen guten Eindruck von dem, was ihr in Penang / Georgetown sehen werdet, aber Ipoh ist nicht so überfüllt wie die anderen Städte. Es sieht immer noch sehr authentisch aus und wir empfehlen den folgenden Heritage-Spaziergang:

1. Jalan Bijeh Timah

Beginnt zunächst in Jalan Bijeh Timah mit dem Han Chin Pet Soo, das 1929 als Bergmannsclub gegründet wurde. Zuvor wurde dieses Haus von den hakka-chinesischen Bergarbeitern für Spiele und als Rauchsalon genutzt.

Han Chin Pet Soo Ipoh Malaysia - Malaysia Travel Tips

2. Panglima Lane

Lauft anschließend weiter durch die Panglima Lane, besser bekannt als Konkurbine-Straße. Der Name basiert auf der Geschichte, dass aufgrund eines Brandes im Jahr 1892 drei neue Straßen für die Ehefrauen eines reichen Zinnbarons gebaut wurden. Heutzutage sind in dieser Straße mehrere Souvenirläden und Kunstgalerien, die wirklich einen Besuch wert sind.

3. Jalan Sultan Yussuf

In der Jalan Sultan Yussuf (Belfield Street) befinden sich mehrere historische Bankgebäude und weitere schöne Gebäude rund um den Park Ipoh Pedang. Die Hongkong und Shanghai Banking Corporation eröffnete zuerst 1910 ein Büro in einem bescheidenen Holzgebäude, das von der Regierung zur Verfügung gestellt wurde. Das FMS-Gebäude soll das älteste Restaurant in Malaysia sein. Es nahm 1923 an seinem derzeitigen Standort den Betrieb auf.

4. Oberster Gerichtshof & Bahnhof

Das Gebiet um den Hauptbahnhof zeigt den Reichtum des Kolonialgebiets mit seinem Gerichtshof und dem 1909 erbauten Glockenturm. Der Bahnhof ist ein perfektes Beispiel kolonialer Architektur, wurde als Hotel erbaut und ähnelt dem Bahnhof in Kuala Lumpur. Auf dem Vorhof ist ein Ipoh-Baum gepflanzt, der der Stadt den Namen gegeben hat. Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein Gummibaum, aber die Bäume liefern eine giftige Substanz, die früher für Pfeile verwendet wurde.

5. Jalan Dato Maharajalela

Nach der Jalan Dato Maharajalela (Station Road) erreichten wir schließlich zum beeindruckenden Standard Charted Building von 1924. Zu dieser Zeit war die Standard Chartered Bank die führende Bank für die Zinnindustrie und die Hauptbank der Straits Trading Company, einem großen Zinn-Erz-Exporteur, dessen ehemaliges Büro direkt gegenüber liegt. Dieses Gebäude wird jetzt von der OCBC Bank genutzt.

Standard Chartered Bank in Ipoh Malaysia

Georgetown / Penang (UNESCO-Weltkulturerbe)

Als nächstes auf unserer Route befand sich die UNESCO-Weltkulturerbestadt Georgetown. Georgetown ist ein lebendiges Museum, in dem wir einen ganzen Tag herumgelaufen sind und weitere Tage damit verbringen könnten, alle Kolonialgebäude zu erkunden. Ihr solltet nicht versäumen, die Clan-Häuser namens Kongsi zu besuchen. Die Häuser wurden von reichen Chinesen mit dem gleichen Familiennamen errichtet. Einige der Häuser sind mehr als 250 Jahre alt. Die Khoo Kongis, die wir in der Straße Lebuh Armenian besucht haben, haben ein beeindruckendes Museum, das die Geschichte der chinesischen Einwanderer erzählt. Das Dach des Hauses mit seiner farbenfrohen Dekoration sieht fantastisch aus.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind alle zu Fuß erreichbar, aber im Zentrum steht ein kostenloser Touristenbus zur Verfügung.

Am Flussufer befinden sich weitere alte Clanhäuser mit einem schönen Blick auf die erste Penang-Brücke mit einer Länge von 13,5 km.

Penang Georgetown Malayisa bridge

In der sogenannten Straße der Harmonie (Jalan Masjid Kapitan Keling) ist erkennbar, was Malaysia zu einem einzigartigen Land macht – Gebäude aller Religionen stehen nebeneinander: St.-Georgs-Kirche, Tempel der chinesischen Göttin der Barmherzigkeit, Hindu Sri Mahamariamman Tempel, Kapitan Keling Moschee und Teochew Chinese Han Jiang Tempel.

Östliche Halbinsel Malaysias

Nach Penang haben wir den westlichen Teil Malaysias verlassen und sind einmal quer durch Malaysia gefahren. Durch die Überquerung der Halbinsel Malaysia von West nach Ost hat sich das Erscheinungsbild Malaysias zu einem muslimisch dominierten Land gewandelt, in dem sogar die Straßenschilder zusätzlich auf Arabisch sind. Das Gebiet Kelantan im Nordosten Malaysias befand sich bis 1909 unter siamesischer Kontrolle.

Kota Bharu

Wir verbrachten eine Nacht in Kota Bharu – dem Zentrum der malaiischen Kultur. Schöne Bilder können vor allem auf dem Markt von Pasar Besar gemacht werden. In der unteren Ebene werden Obst und Gemüse verkauft und von der 1. Etage, in der alles Mögliche verkauft wird, erhält man einen guten Überblick über die Marktaktivitäten.

Rund um den zentralen Platz der Unabhängigkeit befinden sich repräsentative Gebäude wie die Muhammadi-Moschee von 1922. Geht den markanten Turm am Flussufer hinauf, um einen perfekten Überblick über die Stadt zu erhalten.

Kuala Terengganu

Auf dem Rückweg nach Johor Bahru entlang der Ostküste machten wir in Kuala Terengganu Halt. Eine sehr schöne Stadt mit bunten Ladenhäusern in der Straße von Chinatown, die ihr unbedingt besuchen müsst. Wir haben hier in dieser Straße eines der besten Curry auf der gesamten Reise gegessen.

In Kuala Terengganu gibt es außergewöhnliche Moscheen, von denen zwei außerhalb der Stadt zu finden sind. Die Kristallmoschee aus Stahl und getöntem Glas befindet sich auf einer Insel. Bei Flut sieht die Moschee, die sich auf Pfeilern im Fluss befindet, als würde sie schweben („floating mosque„).

Traditionelle Gerichte in Malaysia

Essen in Malaysia ist eine sehr scharfe Erfahrung! Es ist es jedoch wert zu probieren und ein unglaublicher Geschmack. Die Vielfalt Malaysias zeigt sich auch im Essen.

Nasi Lemak

Nasi Lemak ist ein typisch malaiisches Frühstück. Der weiße Reis wird in einer dünnen Kokosmilch gekocht und mit würzigen Curry und Fleisch serviert. Ein halbes Ei, salziger getrockneter Fisch, Gurken und geröstete Erdnüsse runden das malaiische Frühstück ab. Es ist wirklich ein leckeres Gericht, wir aßen es zu Mittag und nicht als würziges und fischiges Frühstück. Nasi Lemak traditional dish in Malaysia breakfast

Laksa

Laksa ist ein berühmtes Gericht in Singapur und Malaysia. Im Allgemeinen ist es eine Nyonya-Nudelsuppe mit verschiedenen Zutaten. Assam Laksa mit Fischbrühe, Penang Laksa mit würziger Fischpaste einschließlich Kokosmilch und Singapore Laksa als „milde“ Alternative zu Fischfrikadellen, Gurken, Sojasprossen und gebratenen Zwiebeln.

Indisches Essen in Malaysia

Restaurants, die indisches Essen servieren, gibt es überall – aber seid besonders vorsichtig mit der Schärfe.

Steamboat

Fondue gibt es auf der ganzen Welt mit lokalen Besonderheiten. Wir sind Fans des japanischen Shabu-Shabu und des chinesischen Hot Pot, deshalb wollten wir natürlich die malaiische Version ausprobieren: Steamboat mit viel rohem Fisch.

Unsere Empfehlungen für Malaysia

Reiseführer

Um all diese schönen Orte und Malaysia-Reisetipps zu identifizieren, haben wir den folgenden Reiseführer von Stefan Loose für Malaysia, Singapur und Brunei gelesen:

Zusätzlich empfehlen wir zwei Romane zu Malaysia, eine Liebesgeschichte aus dem 1940er sowie ein Roman aus der Welt der Mythen und Magie:

Buch für Feinschmecker

Leider waren einige Gerichte zu scharf, um sie vollständig zu genießen. Wir haben uns im Nachgang das folgende Kochbuch gekauft, um die leckeren Gerichte auch zu Hause zuzubereiten:


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Reisetipps für Argentinien & Uruguay

Reisetipps für Argentinien & Uruguay

Wir sind wieder auf Reisen!

Nachdem wir neun Monate zu Hause und wieder zurück in der Arbeit verbracht haben, sind wir endlich wieder auf Reisen unterwegs. Vor unserer Weltreise waren wir noch nicht in Lateinamerika. Für die Pause zum Jahresende haben wir uns entschlossen, insgesamt drei Wochen lang den Norden Argentiniens und Uruguay zu erkunden. Entdeckt unsere Reisetipps für Argentinien & Uruguay mit uns und erhaltet Top-Reise- und Essenstipps in Buenos Aires, Córdoba, Tafí del Valle, Salta, Iguazú-Wasserfälle, Montevideo und Colonia del Sacramento sowie sechs UNESCO-Welterbestätten.

Ankunft in Buenos Aires

Wir flogen von Frankfurt aus direkt nach Buenos Aires. Es ist mit rund 14 Stunden einer der längsten Flüge der Lufthansa, aber ein sehr angenehmer Nachtflug.

Erfahrungen im Selbstfahren in Argentinien und Uruguay

Wir erwarten in Argentinien und Uruguay gute Straßenverhältnisse, sind also mit den geplanten 6.000 km für die gesamte Reise positiv gestimmt und glauben, dass wir unsere Reise in den geplanten 18 Tagen gut bewältigen können. Die Straßen in Argentinien sind ausgenommen von Lastwagen recht leer, so dass das Fahren insgesamt eine sehr bequeme Art des Reisens ist. Einzige Ausnahme war bei Pampa, wo wir ca. 30 Kilometer mehr Löcher als Straße hatten.

Argentina and Uruguay Travel Tips - Our Route

Our rental car in Argentinia

Am ersten Tag waren wir damit beschäftigt, nach dem 14-stündigen Flug von Frankfurt etwas Schlaf zu finden, unseren Mietwagen zu organisieren und mit dem Mietwagen die Erlaubnis zu erhalten, die Grenze nach Uruguay zu überqueren. Die Erlaubnis dauert einige Tage Vorbereitung und obwohl wir darum gebeten haben, sie im Voraus zu bearbeiten, war sie leider nicht erstellt worden. Deshalb haben wir mit der Mietwagenfirma vereinbart, dass sie es zur Mietwagenstation am Flughafen Salta im Norden Argentiniens schicken wird, wo wir es abholen würden. Drücken wir die Daumen, dass es dort ankommt… Wir haben das Auto bei Europcar gemietet und der Chevrolet, den wir bekommen haben, war wirklich gut und wir konnten die gesamte Reise trotz der extremen Temperaturen und der langen Fahrten pro Tag ohne technische Probleme durchführen.

Entdeckungsmöglichkeiten in Argentinien – Unsere Reisetipps

San Antonio

Unser erster Halt war San Antonio – eine gemütliche Stadt auf der Strecke zwischen Buenos Aires und Córdoba. Die Architektur der Häuser stammt aus der Kolonialzeit.

Córdoba (UNESCO-Weltkulturerbe)

Am selben Tag setzten wir unsere Reise nach Córdoba fort, ungefähr 700 km von Buenos Aires entfernt. Dies war das erste Mal, dass wir erlebten, was „Pampa“ wirklich bedeutet: Die Umgebung hat sich während der kompletten Fahrt überhaupt nicht verändert und wir haben nur grüne Felder, grüne Felder und grüne Felder gesehen. Córdoba ist eine Mischung aus alten und neuen Gebäuden mit einer unglaublichen Anzahl von nebeneinanderliegenden Schuhgeschäften.

Tafí del Valle

Wir verbrachten Silvester in den Bergen auf 2.100 Metern Höhe in Tafí del Valle mit völlig anderen Wetterbedingungen im Vergleich zu den 35 Grad Celsius in Buenos Aires und Córdoba.

Am Silvesterabend setzten wir unsere Reise durch die Berge Argentiniens fort. Aus dem monotonen Grün, das wir in unseren ersten Tagen gesehen haben, wurde eine Landschaft mit tiefroten Steinen (und so auch unsere Schuhe). Die Gegend sieht so trocken aus, aber die Bäume sind unglaublich grün. Die Berge entwickelten sich im Laufe der Zeit zu spektakulären Formationen. Schöne, aber sehr touristische Dörfer mit traditionellen Lehmhäusern befinden sich in den Tälern auf dem gesamten Weg von Salta bis zur Grenze zu Bolivien.

Iruya

Wir haben versucht, das Dorf Iruya in den Bergen durch Überqueren eines Gebirgspasses zu erreichen, aber die Straßenverhältnisse waren nicht die besten für unser Auto, so dass wir umkehren mussten nachdem wir für 20 Kilometer eine Stunde gebraucht haben. Aufgrund seiner Bedeutung als wichtige Handelsroute in den letzten 10.000 Jahren, wurde das Tal der Quebrada de Humahuaca von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

 

 

 

Salta

In Salta findet ihr viel Architektur aus der Kolonialzeit sowie farbenfrohe Kirchen. Wir kamen am 1. Januar zum ersten Mal in Salta an und die Stadt sah aus wie ausgestorben – das gleiche Bild, das wir jedes Mal bekommen, wenn wir nachmittags eine Stadt besuchen: Fast jedes Geschäft ist wegen der Mittagspause geschlossen.

 

Corrientes – Argentiniens Pampa

Vom westlichen Teil Argentiniens fuhren wir weiter in Richtung der östlichen Teile um Corrientes. Von Salta aus bedeutete dies 815 Kilometer nur geradeaus durch die argentinische Pampa. Wir mussten alle 250 Kilometer anhalten, um das Auto abzukühlen, da die Temperatur nach dem Verlassen des Berggebiets wieder auf 35 Grad Celsius angestiegen sind. Aber jetzt wissen wir, was Pampa wirklich bedeutet, wir haben die ganzen elf Stunden im Auto das folgende Bild draußen gesehen. Zumindest waren die Straßen ziemlich gut, bis auf einen Teil von 30 Kilometern, wo wir mehr Löcher als asphaltierte Straßen hatten.

Corrientes Argentina's Pampa road condition - Argentina and Uruguay Travel Tips

Ruinen von Ignazio Mini, Santa Ana und Santa Maria

Die ersten Jesuitenmissionen im Dreieck von Argentinien, Paraguay und Brasilia wurden um 1618 auf dem Land der Guarani-Ureinwohner gegründet. Da sie als Bedrohung für die spanische Krone gesehen wurden, wurden alle während der Kolonialzeit zerstört. Die Ruinen von Ignazio Mini, Santa Ana und Santa Maria befinden sich tief im Dschungel. Jeder der beeindruckenden Überreste zeichnet sich durch eine bestimmtes Anordnung und einen anderen Erhaltungszustand aus. Zu ihrem Schutz erklärte die UNESCO die Jesuitenmissionen zum Weltkulturerbe, das offiziell als Jesuitenmission der Guaranis bekannt ist.

Beeindruckende Wasserfälle von Iguazú (UNESCO-Weltkulturerbe)

Die Iguazú-Wasserfälle an der Grenze zu Brasilien sind sehr beeindruckend und bestehen aus Hunderten kleinerer Wasserfälle entlang einer Strecke von rd. 3 Kilometern. Die enorme Menge und Kraft des Wassers sowie die Lautstärke, die das Wasser erzeugt, sind unglaublich. Wir hatten nur einen Tag im Iguazu-Nationalpark und besuchten daher nur die argentinische Seite, wo man laut Reiseführer den Wasserfällen näher kommen kann. Wie nahe wir kommen konnten, haben wir am Ende unserer Rundgänge um die Wasserfälle wirklich erlebt, als wir völlig nass waren.

  1.  

Buenos Aires

Was ihr in Buenos Aires sehen und unternehmen könnt – unsere Reisetipps

1. La Boca

La Boca ist berühmt für die farbenfrohen Häuser und die Fußgängerzone „El Caminito“ mit vielen Geschäften und Restaurants. In dieser Gegend leben viele spanische und italienische Einwanderer. Es wird gesagt, dass die Häuser so bunt sind, weil die verbleibende Farbe aus der Renovierung der Arbeitsausrüstung für die Häuser verwendet wurde. Denkt jedoch daran, dass ihr die Touristenpfade rund um die Fußgängerzone und bis zur Brücke wegen der gefährlichen Zonen nicht verlasst. Um nach La Boca zu gelangen, könnt ihr tagsüber einen Bus nehmen. Wie oben erwähnt, ist es nachts besser ein Taxi zu nehmen.

 

2. Plaza de Mayo

Der Plaza de Mayo, der von der Kathedrale von Buenos Aires, der Casa Rosada (dem argentinischen Präsidentenpalast) und dem Rathaus umgeben ist, ist das Herz von Buenos Aires. Im Zentrum befindet sich seit dem ersten Jahr der Unabhängigkeit Argentiniens von Spanien ein Obelisk. Es gibt zwei Legenden über die Farbe von Casa Rosada: Entweder aufgrund der Mischung der Farben zweier Parteien (rot von den Föderalisten und weiß von den Uniterianern) oder vom Viehblut. Die wichtigste Kathedrale ist die Kathedrale Metropolitana aus dem Jahr 1827.

3. Friedhof in Recoleta

Ihr könnt Stunden damit verbringen, einfach auf dem Friedhof herumzulaufen und euch von den außergewöhnlichen Mausoleen und unzähligen Statuen beeindrucken lassen. Leider können wir aufgrund des starken Regens nur zwei kleine Bilder teilen.

La Recoleta Cemetery Buenos Aires Argentina - Argentina and Uruguay Travel Tips La Recoleta Cemetery Buenos Aires Argentina - Argentina and Uruguay Travel Tips

4. Hafen Madero

Der Hafen Madero ist eine moderne Gegend mit ziemlich teuren Restaurants und Bars. Ein Spaziergang entlang des Flusses ist jedoch bei hohen Temperaturen ein kühlendes Erlebnis.

Puerto Madero Buenos Aires Argentina - Argentina and Uruguay Travel Tips Puerto Madero Buenos Aires Argentina - Argentina and Uruguay Travel Tips Puerto Madero Buenos Aires Argentina - Argentina and Uruguay Travel Tips Puerto Madero Buenos Aires Argentina - Argentina and Uruguay Travel Tips

5. Genießt Tango-Sessions

Tangotänzer gibt es überall in Buenos Aires – viel Spaß beim Anschauen und auch beim Ausprobieren! Es macht so viel Spaß.

Entdeckungsmöglichkeiten in Uruguay – unsere Reisetipps

Das Überqueren der Grenze bei Concordia / Salto nach Uruguay mit dem Mietwagen war sehr einfach und dauerte nur ein paar Minuten. Kurz vor dem Grenzübertritt haben wir einen „typisch deutschen Laden“ entdeckt:

Salto

Salto ist die drittgrößte Stadt in Uruguay mit kolonialer Architektur aus dem 19. Jahrhundert.

Fray Bentos (UNESCO Weltkulturerbe)

Die Gegend um Mercedes ist das Zentrum des Viehhandels. Die Liebig Extract of Meat Company eröffnete ihre erste Fabrik in Südamerika in der Nähe der Stadt Fray Bentos. Die Fabrik ist heute ein Museum, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört (offizieller Name: Fray Bentos Industrial Landscape). Vor dem Zweiten Weltkrieg haben 4.000 Mitarbeiter pro Tag 200 Rinder geschlachtet. Unglaubliche Zahl! Das wichtigste Produkt war jedoch der OXO Stock Cube. Die Fabrik wurde 1979 geschlossen, die Büros befinden sich noch im Originalzustand.

Montevideo

Montevideo ist eine sehr entspannende und ruhige Hauptstadt – vielleicht die ruhigste, die wir bisher besucht haben. Die meisten Sehenswürdigkeiten können zu Fuß entdeckt werden.

Das Wahrzeichen von Montevideo ist der Palacio Salvo, der mit seinen 26 Ebenen 1927 das höchste Gebäude Südamerikas war. Ihr könnt das Innere des Palacio Salvo besichtigen. Von der Plaza Independencia habt ihr den besten Blick auf den Palast. Die Reiterstatue mit 17 Metern Höhe stellt den Nationalheld Artigas dar. Sein Mausoleum befindet sich unterhalb der Plaza und wird von Soldaten bewacht.

Durch das Stadttor sind wir in die Altstadt (Ciudad Vieja) mit vielen kleinen Restaurants und Geschäften gekommen.

Wenn ihr den Straßen folgt, gelangt ihr zu einem unserer Highlights in Montevideo: Puerto Mercado Wir wünschen euch einen guten Appetit beim Ausprobieren!

Nach diesem schönen Mittagessen war die La Rambla am Fluss genau das, was wir brauchten, um das Steak zu verdauen.

Colonia del Sacramento (UNESCO Weltkulturerbe)

Auf dem Rückweg nach Argentinien machten wir einen Stadtrundgang durch das historische Viertel der Stadt Colonia del Sacramento. Colonia ist aufgrund des malerischen Dorfes mit den kleinen Straßen mit Kopfsteinpflaster als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt.

Um nach Buenos Aires zurückzukehren, haben wir uns entschlossen, die Fähre zu nehmen.

Traditionelle Gerichte in Argentinien

Parilla

Wir haben die Gelegenheit direkt zu Beginn unserer Reise in San Antonia genutzt, um in einem typisch argentinischen Restaurant namens Parilla (Grill) zu Mittag zu essen – natürlich mit einem argentinischen Rotwein. Und natürlich mehrmals während unserer Reise.

Empanadas

Aufgrund des sehr leckeren Fleisches haben wir nur argentinische Empanadas als Snack probiert.

Mate Tee

Das Nationalgetränk in Argentinien ist Mate Tee. Und Argentinien wird uns immer als Land der Thermoskannen in Erinnerung bleiben. Noch nie haben wir so viele Menschen gesehen, die in der Stadt eine Thermoskanne dabei haben – zusammen mit der traditionellen Tasse für Mate Tee. Wir haben ihn auch in einem traditionellen Café in Córdoba versucht.

Unsere Empfehlungen

Um unsere Reise zu planen, haben wir diesmal den Lonely Planet-Reiseführer verwendet. Der für Argentinien enthält auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten aus Uruguay. Insgesamt waren wir mit diesem Leitfaden sehr zufrieden.

Um den Mate-Tee auch zu Hause zu genießen, kaufen wir von Zeit zu Zeit argentinischen Mate-Tee. Vergesst nicht, dass der Zucker den gleichen weichen Geschmack wie in Argentinien hat 😉

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Reisetipps Usbekistan

Reisetipps Usbekistan

Wie wir nach Usbekistan gekommen sind (auf unserer Weltreise 2016/2017)

Unsere Erfahrungen mit Usbekistan begannen bereits am Check-in-Schalter am Flughafen in Bangkok (Thailand). Wir waren ziemlich früh am Check-in-Schalter, da ein Online-Check-in bei Flügen mit Uzbekistan Airways nicht möglich ist. Folglich standen nur wenige Leute vor uns in der Warteschlange vor dem Check-in-Schalter. Den Usbeken war es jedoch egal, ob bereits jemand sich angestellt hat. Infolgedessen öffneten sie die Barriere und haben sich einfach nach ganz vorne gestellt. Außerdem haben sie alle ihre Freunde dazu gebracht, sich ihnen anzuschließen. Aber ehrlich gesagt frage ich mich immer noch, warum ich akzeptiert habe, mit Uzbekistan Airways zu fliegen.

Den Flug haben wir an einem heißen Tag im australischen Outback gebucht. Von Myanmar oder Thailand aus gab es leider keine Alternativen um nach Usbekistan zu kommen. Nachdem ich nicht allzu viel Gutes über das Essen auf dem Flug gelesen habe, habe ich das mal vorsichtshalber ausgelassen und auch – trotz der lauten Musik einiger Mitreisenden (Kopfhörer scheinen unbekannt gewesen zu sein) – versucht zu schlafen. So habe ich auch nur danach gesehen, dass wir über Kabul geflogen sind…. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie froh ich war, als wir in Usbekistan gelandet sind…

Lest weiter, um die besten Reisetipps für Usbekistan zu erhalten.

Wie ihr ein Visum für Usbekistan bekommt

Die Beantragung des Usbekistan-Visums war sehr komplex und zeitaufwändig. Der Grund dafür ist, dass der Antrag erst maximal sechs Monate vor der Einreise nach Usbekistan gestellt werden kann. Da die Botschaft drei Wochen benötigt, um das Visum zu erstellen, haben wir alle Dokumente in Australien ausgefüllt. Danach schickten wir unseren jeweiligen zweiten deutschen Pass per Post an die Botschaft von Usbekistan in Singapur. Dies ist definitiv nicht das, was wir gerne mit unseren Pässen tun. Während der Weihnachtszeit konnten wir glücklicherweise unsere Pässe in Singapur dann wieder wohlbehalten abholen.

Inzwischen ist es sogar möglich, als Deutscher ohne Visum für einen begrenzten Zeitraum nach Usbekistan als Tourist zu reisen.

Als wir in Usbekistan ankamen, mussten wir alles Geld deklarieren, das wir bei uns hatten, und es kommt oft vor, dass sie das ganze Geld sehen wollen. Falls es nicht mit dem angegebenen Betrag übereinstimmt, wird eine hohe Geldstrafe verhängt. Aber als wir aus Bangkok mitten in der Nacht ankamen, schienen die Inspektoren mehr an den Einkäufen der Usbeken interessiert zu sein als an uns Touristen. Glück gehabt!

Unsere Route durch Usbekistan

Endlich reisen wir wieder mit unserem gewohnten und wirklich lieb gewonnenen Reisemedium – ein Mietwagen – anstatt wie in den letzten drei Monaten in Südostasien öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Wir haben es bereits vermisst, überall auf der Straße anzuhalten, um Fotos zu machen oder eine Pause in einer wunderschönen Umgebung einzulegen. Stefan, ein Freund von uns, der schon sehr viele Reisen mit Paul gemeinsam gemacht hat, begleitet uns zwei Wochen lang durch Usbekistan auf der folgenden Route.

Self driving route through Uzbekistan

Unsere Erfahrung mit einem Mietwagen durch Usbekistan

Wir haben sogar ein sehr gutes Auto bekommen, mit dem wir uns um Gelände oder nicht gut ausgebaute Straßen keine Sorgen machen müssen. Unser Chevrolet Captive war für drei Personen mit Gepäck sehr komfortabel. Da Selbstfahren in Usbekistan nicht so verbreitet ist, haben wir einige Zeit gebraucht, um ein Unternehmen für Selbstfahrer zu finden. Wenn ihr interessiert seid, dies war unsere Autovermietungsfirma in Usbekistan: https://www.autoprokat.uz

Zudem war der Vermieter, der uns das Auto übergab, sehr höflich und verfügte über sehr gute Englischkenntnissen. Von daher können wir unsere Autovermietung empfehlen.

Wir hatten keine Probleme außer denen, die wir uns selbst zugefügt hatten (siehe unser Reifenproblem an unserem letzten Tag – der wirklich aller letzte Tag unserer Weltreise sogar).

Rental car Uzbekistan

Tanken in Usbekistan

Kraftstoff für das Auto zu bekommen war eine Herausforderung, da Tankstellen nur in größeren Städten vorhanden sind. Aber auch in den Städten ist das einzige verfügbare Benzin 80 Pb Benzin. Als wir dies erfuhren, wunderten wir uns nicht mehr, dass unser Motorkontrollleuchte bereits leuchtete, als wir den ziemlich neuen Mietwagen erhielten. Wenigstens in der Hauptstadt Taschkent erhielten wir einen zusätzlichen Benzinbestandteil (lustigerweise hergestellt in Deutschland), um die Oktanzahl um vier zu erhöhen, sodass wir immerhin 84 Pb Benzin hatten.

Tankstellen sind in Usbekistan wirklich rar und selbst die seltenen Tankstellen garantieren nicht, dass Benzin verfügbar ist. Einmal standen wir zwanzig Minuten an einer Tankstelle in einer Schlange, als plötzlich jedes Auto abfuhr, da kein Benzin mehr übrig war. Deshalb mussten wir eine andere Tankstelle suchen. In Südostasien stammte die Mehrheit der Autos von Toyota, in Usbekistan ist Chevrolet Marktführer.

Gas station in Uzbekistan

Interessante Betankung unseres Autos

Die Tankstellen auf unserem Weg hatten nur Propan oder Methangas und es scheint, dass die Mehrheit der Autos mit Gas fährt. Folglich gab es für uns nur den einzigen Ausweg, Benzin auf dem Schwarzmarkt zu kaufen. Wir haben erfahren, dass die privaten Haushalte, die Benzin verkaufen, bunte Plastikflaschen auf die Straße stellen. Aber wir wissen nicht, was sie in ihren Wasserflaschen haben und in unseren Tank füllen. Das Benzin hatte jedes Mal eine andere Farbe. Die gute Nachricht ist, dass das Auto noch fährt. Für abgelegene Fahrten hatten wir auch mal einen Benzinkaninster im Auto mitgeführt. Stefan und Paul haben dann nach der Hälfte des Weges den Kaninster in den Tank umgefüllt….

Zustand der Straßen

Die Hauptstraßen in Usbekistan sind im Allgemeinen in einem guten Zustand, kleinere Straßen können jedoch mal holpriger sein. Auch in Usbekistan gibt es sehr interessante Brücken. Auf unserem Weg durch Usbekistan gab es mehrere Kontrollen durch die Polizei. Zu Beginn unserer Tour haben wir uns nicht an die Verkehrsregeln gehalten, da diese nicht wirklich gut ausgeschildert waren, insbesondere Geschwindigkeitsbegrenzungen. Wir vermuten jedoch, dass die Polizei uns eher aufgrund ihrer Neugier gestoppt hat, um selbst fahrende Touristen zu sehen. Sich dumm stellen und so zu tun, als würde man den Verstoß nicht verstehen, hat uns jedes Mal geholfen und sämtliche Strafe vermieden. Wir haben uns besondere neugierige Blicke verdient, als ich mit den beiden Männern (Paul und Stefan) im Auto gefahren bin, aber mich hat dabei nie ein Polizist angehalten.

car Bridge in Uzbekistan

Wir waren froh, dass wir einen ziemlich neuen Mietwagen hatten, da wir auch viele alte Ladas und Wolgas auf den Straßen gesehen haben. Das letzte Mal, dass wir solche alten Autos gesehen haben, war auf Kuba. Zusammen mit den alten Lehmhäusern fühlte sich unsere Reise durch Usbekistan wie eine Reise in einer Zeitmaschine an.

Unsere Reisetipps für Usbekistan

Wie und wo man in Usbekistan Geld bekommt – ein GANZ besonderes Erlebnis 😉

Wir begannen unsere Erkundung Usbekistans mit dem Versuche Geld zu wechseln. Der beste Weg, dies in Usbekistan zu tun, ist, auf den Markt zu gehen und es nicht an einem Geldautomaten abzuheben. Ich bin mir nicht sicher, ob wir überhaupt einen Geldautomaten gesehen haben… Mit „auf den Markt gehen“ meinen wir wirklich einen Marktstand, an dem Obst und Gemüse verkauft werden, und keine Bank. Alles in allem ist der Schwarzmarktkurs doppelt so hoch wie der offizielle Wechselkurs.

Wir haben ausschließlich Banknoten mit 1.000 Soms bekommen. Die usbekische 1.000-Note war zum Zeitpunkt unserer Reise lediglich etwa 15 Cent wert. Dies führte dazu, dass wir das Geld in einer schwarzen schweren Plastiktüte erhalten haben, ganz so als würden wir auf dem Markt einkaufen gehen. Ihr könnt euch vorstellen, wie das Bezahlen mit unseren 1.000er-Scheinen in den Restaurants oder für Kraftstoff an der Tankstelle war…. Dies war in der Tat besonders zeitaufwändig, da wir ja nur 1.000 usbekischen Soms-Scheinen hatten. Die Usbeken zählen das Geld unglaublich schnell – wir haben immer einige Minuten gebraucht…

Taschkent – die Hauptstadt

Wir haben unsere ersten Tage in Usbekistan in der Hauptstadt Taschkent verbracht. Ein Erdbeben im Jahr 1966 zerstörte viele alte Gebäude, so dass in Taschkent nur wenige Gebäude aus der Sowjetzeit zu finden sind. Die offensichtlichsten Zeichen aus der Sowjetzeit sind große Parks, breite Straßen und Kasten-förmige Hochhäuser. Darüber hinaus wird der Unabhängigkeitsplatz von einem Globus gekrönt, auf dem sich früher eine riesige Lenin-Statue befand. Ein kurzes Stück weiter wird der Timur-Platz von einer Statue des bekannten Nationalhelden auf dem Pferd dominiert.

Metro in Taschkent

Als wir in Taschkent herumwanderten, haben wir viele Polizisten auf den Straßen gesehen. Infolgedessen war es für uns schwierig, Bilder von der Außenseite der schönen sowjetischen Gebäude zu machen. Dies führte mehrmals dazu, dass die Polizei uns anhielt, sich die Bilder zeigen lies und sie – natürlich – löschte. Darüber hinaus ist Taschkent sehr stolz auf sein U-Bahn-System und bekannt für sein Art-Deco-Design, aber auch hier ist die Polizei anwesend. Vor dem Betreten der Linie wird jede Tasche zweimal manuell von der Polizei durchsucht. Leider ist es gesetzeswidrig, Bilder von der U-Bahn-Station zu machen, da die U-Bahn als Teil der strategischen militärischen Infrastruktur betrachtet wird.

Samarkand – Minus-Grade und keine Heizung

Registan (UNESCO Weltkulturerbe)

Samarkand ist berühmt für das riesige Registan und wird von der UNESCO als Weltkulturerbe eingestuft („Samarkand – Kreuzung der Kulturen“). Der Registan bildet das Zentrum der Altstadt, in dem sich drei Medressen (Islamische Hochschulen) gegenüberstehen. Jede der Madrasa hat ein einzigartiges und farbenfrohes geometrisches Mosaikdesign, das in der Sonne scheint. Mit sechs Straßen, die durch den Platz führen, war es auch das kommerzielle Herz der Stadt im 14. Jahrhundert und eine Verbindung zur Zitadelle von Timur.

Shah-i Zinda

Neben dieser erstaunlichen Architektur hat Samarkand noch einige andere Moscheen, Madrasa und Mausoleen – jede auf ihre Weise atemberaubend. Besonders das Shah-i Zinda mit seiner blau-türkisfarbenen Sammlung von Mausoleen und Gräbern. Darüber hinaus ist die Bibi Khaoum Moschee in Samarkand eine der höchsten der Welt.

Gur-E-Amir Mausoleum

Das Gur-E-Amir-Mausoleum verfügt über wunderschön dekorierte Räumen mit goldenen und geometrischen Ecken. Darüber hinaus verbrachten wir einige Zeit in den Mausoleen, die einfach atemberaubend und vom Design aus dem 15. Jahrhundert sehr beeindruckend sind. Das Mausoleum ist die letzte Ruhestätte von Timurs männlichen Nachkommen.

Buchara – UNESCO Weltkulturerbe & unsere Lieblingsstadt in Usbekistan

Wir dachten, wir hätten die beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Usbekistans in Samarkand gesehen, aber Buchara ist noch atemberaubender (zumindest für uns). Im historischen Zentrum von Buchara, ein UNESCO-Weltkulturerbe, scheint in den letzten Jahrhunderten die Zeit stehen geblieben zu sein. Es fühlte sich an, als wären wir wirklich auf der alten Seidenstraße unterwegs und in jedem Moment kommen Kamele um die Ecke. Es gibt keinen beeindruckenden Ort wie den Registan in Samarkand, aber das Ensemble der Altstadt mit den einfachen Lehmhäusern, den autofreien Sandstraßen und den vielen bunten Madrassas hat uns sofort gefangen. Wir verbrachten in Summe leider nur zwei Tage in Buchara, an denen wir einfach durch die Straßen gingen und zahlreiche Madrassas und überdachte Markthallen besuchten, die Buchara ausmachen. Abends haben wir leckeren

Die Erfahrung, die wir in Myanmar gemacht haben, dass Einheimische uns um Bilder mit ihnen bitten, machten wir auch in Usbekistan. Wir waren Lieblingsfotomodelle…

Chiwa und seine UNESCO Weltkulturerbestätte Itchan Kala

Der letzte Stopp auf der alten Seidenstraße, vor dem Betreten der persischen Wüste, war Chiwa. Die historische Stadt mit ihrer islamischen Architektur ist zwischen den zehn Metern hohen Stadtmauern bemerkenswert gut erhalten. Auch hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Innenstadt ist eine UNESCO-Weltkulturerbestätte namens Itchan Kala. Chiwa mit seinen Moscheen, Madrassas, Mausoleen und Märkten sowie den engen Sandgassen ist ein schöner Ort zum Bummeln. Versucht euch außerdem vorzustellen, wie das Leben zur Zeit der Seidenstraße gewesen sein könnte.

Wir können nicht genug von den schönen türkisfarbenen Fliesen bekommen, welche die Denkmäler schmücken und in großem Kontrast zu dem Sand stehen, der die Gebäude umgibt. Das erste Denkmal, das uns aufgefallen ist, war das vergleichsweise kurze, aber farbenfrohe Minarett. Die wahrscheinlichste Theorie ist, dass der Architekt versprochen hat, dass das höchste Minarett in Buchara und nicht in Chiwa gebaut wird.

Karakalpakstan – eine besondere Region, die wir nie vergessen werden

Von Chiwa aus setzten wir unsere Tour durch die Wüste und usbekische Steppe in Richtung der autonomen Region Karakalpakstan im Westen Usbekistans fort. Karakalpakstan war früher eine autonome Region in Russland, bevor es 1936 Teil Usbekistans wurde. Die Region ist heute größtenteils Wüste, da die Flüsse Amu und Syr Daryl hauptsächlich für die Baumwollproduktion genutzt wurden und folglich der Aralsee dehydrierte. Es wird geschätzt, dass weniger als 10% der ursprünglichen Größe des Aralsees erhalten blieben. Karakalpakstan bedeutet übersetzt „schwarzer Hut“, so hießen auch die lokalen Stämme.

Moynak und der Schiffsfriedhof

Moynak ist eine der größten Städte in dieser Region und war noch vor einem halben Jahrhundert am Ufer des Aralsees gelegen und eine stolze Fischergemeinde. Heute ist der Aralsee mehr als 150 km entfernt. Schiffe, die einst im Meer schwammen, stehen und rosten jetzt im ausgetrockneten Meer auf dem Schiffsfriedhof.

Termez – nahe der afghanischen Grenze und Probleme bei der Suche nach einem geeigneten Hotel

Moynak und Nukus waren die westlichsten Ziele unserer Tour durch Usbekistan. Von hier aus fuhren wir mit unserem Mietwagen die gesamte Strecke nach Taschkent zurück, mit einigen zusätzlichen Zwischenstopps auf unserem Weg, zum Beispiel in Termez im Süden Usbekistans.

Fayaz Tepe

Termez war in der Vergangenheit ein buddhistisches Zentrum und einige Ruinen sind noch erhalten. Wir besuchten Fayaz Tepe, das aus einer alten Stupa und den Ruinen eines Klosters besteht. Die Ruinen stammen aus dem 2. bis 3. Jahrhundert. Wir haben schon lange keine Pagoden und Stupas mehr gesehen 😉

Wir sind es immer noch nicht müde und können nicht genug von den türkisfarbenen Kuppeln und bunten Mosaiken bekommen. Daher hat uns die Architektur und Dekoration des nahe gelegenen Mausoleums Sultan Saodat beeindruckt. Sowohl in Fayaz Tepe als auch im Mausoleum wartete ein lokaler Führer darauf, uns als Touristen die Geschichte zu erklären. Wir waren beeindruckt von der Begeisterung, mit der die Denkmäler beschrieben wurden, und einer gab uns seine Adresse, um ihm die Bilder per Post zu schicken, die wir von ihm gemacht haben.

Freundschaftsbrücke

Ihr habt vielleicht von Termez als Basislager der deutschen Armee während des Afghanistan-Krieges gehört. Die Sowjetunion hat eine Brücke gebaut, um nach Afghanistan zu gelangen, und dieselbe Brücke wurde von den Amerikanern während des Krieges benutzt. Die Brücke heißt ironischerweise Freundschaftsbrücke. Die Grenze zu Afghanistan ist offen und deshalb können wir keine Bilder von der Brücke zeigen, da das Grenzgebiet stark bewacht wurde.

Bilder unserer weiteren Reise und langen Autofahrten durch Usbekistan

Auf unserer Fahrt nach Termez veränderte sich die Landschaft völlig: Bunte Berge und glatte Hügel trugen uns an unser Ziel.

Shakhrisyabz – UNESCO Weltkulturerbe & Insidertipp

Auf unserem Rückweg nach Samarkand und weiter nach Taschkent machten wir Halt im historischen Zentrum von Shakhrisyabz (UNESCO Weltkulturerbe). Dies ist der Geburtsort von Usbekistans Nationalheld Timur. Die Gräber und Madrassas sind kleiner als in Samarkand, aber nicht weniger schön.

Charvak 

Schließlich fuhren wir an unserem letzten Tag in Usbekistan von Taschkent weiter zum Charvak-See. Der Charvak-See liegt im Norden am Rande des Tian Shan-Gebirges. Aufgrund des trockenen Winters hat der See weniger Wasser als gewöhnlich, aber eine erstaunliche blaue Farbe. Die Straße zum See war ziemlich gut, aber das Fahren um den See wurde zu einem holprigen Abenteuer. Eine Umrundung bedeutet ungefähr 100 km, aber nach etwa der Hälfte des Wegs war die Straße blockiert. Folglich mussten wir umdrehen und den gleichen Weg zurück nehmen.

Unser aller letzter Tag auf unserer achtmonatigen Weltreise

Plötzlich hörten wir ein Pfeifen. Als wir aus dem Auto ausstiegen, um die Reifen zu überprüfen, haben wir die Hauptursache gesehen: Einer unserer Reifen verlor Luft. In dieser Situation erinnerten wir uns an die Worte unserer Mietwagenfirma: „Das Auto hat kein Reserverad, da Ihr es nicht benötigen werdet. Die Reifen sind unzerbrechlich.“ Es scheint, dass die vielen Löcher auf den Straßen und Schotterstraßen nach unseren 4.000 km in Usbekistan einen Reifen zerstört haben.

Wir hielten ein Auto an und fragten, ob sie uns ins nächste Dorf bringen könnten, um einen neuen Reifen zu kaufen. Die Einheimischen konnten nicht glauben, dass ein echtes usbekisches Auto kein Reserverad hat. Und sie hatten Recht: Sie fanden eines im Auto! Nachdem wir mit ihrer Hilfe den Reifen gewechselt hatten, setzten wir unsere Reise zur nächsten Tankstelle fort. Wir haben erfahren, wie Usbeken mit einem platten Reifen umgehen: Reparatur des platten Reifens innerhalb von 15 Minuten. Und das für umgerechnet 1,50 Euro. Der Reifen wurde geflickt, wie ein Fahrradschlauch…

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Reisetipps für Myanmar (Burma)

Reisetipps für Myanmar (Burma)

Willkommen bei unserem Reiseführer für Weltenbummler und UNESCO-Enthusiasten. Entdeckt die besten Reisetipps für eure nächste Reise nach Myanmar (Burma) – dem Land der goldenen Pagoden, der Spiritualität und der unglaublichen Gastfreundschaft.

Inhaltsverzeichnis

Tipps für die Reiseplanung

Unsere Reiseroute durch Myanmar (mit Bus und Bahn)

Unsere Highlights in Myanmar

Mandalay
Bagan (UNESCO World Heritage)
Yangon
Pyay
Bago
Kinpun

Unsere Empfehlungen

Um noch mehr über Myanmar zu erfahren, empfehlen wir euch die folgenden Bücher

Erste und immer noch bleibende Eindrücke von Myanmar (Burma)

Am 16. Februar 2017 kamen wir in Myanmar an – dem vorletzten Land auf unserer Weltreise. Das erste, was uns bei der Ankunft in Myanmar auffiel, waren die äußerst freundlichen Menschen. Folglich boten die Menschen beim Gehen durch die Straßen ihre Hilfe an, damit wir fanden, wonach wir suchten und was für uns unglaublich ist: ohne zu versuchen, uns etwas zu verkaufen oder uns zu ihren Geschäften oder Restaurants zu führen. Wir mussten uns daran gewöhnen, ihre Angebote, nicht wie in anderen südostasiatischen Ländern, nicht direkt abzulehnen. Insgesamt konnten wir uns kein besseres Ende für unsere zwei Monate in Südostasien vorstellen als die kommenden Tage ein Myanmar. Wir hoffen, die Burmesen ärgern sich nicht über Touristen und behalten ihre Offenheit und Freundlichkeit bei. Sogar Mönche suchen mit erstaunlicher Offenheit nach Kontakten mit Ausländern und machen Fotos von uns oder mit uns.

Myanmar ist zusammen mit seinen kulturellen Höhepunkten wie dem erstaunlichen Bagan und den Pagoden in Bago und Yangon wirklich ein einzigartiges Land.

Unsere Route durch Myanmar

Wir kamen mit dem Flugzeug aus Bangkok in Mandalay an. Selbstfahren ist für Touristen in Myanmar leider nicht möglich. Deshalb haben wir für die längeren Strecken Busse und Züge genommen. Die Busse und Züge waren im Allgemeinen alle komfortabel und sehr günstig. Zum Beispiel haben wir einen Zug von Yangon nach Bago genommen und rund 30 Cent für ein Ticket, das von Hand geschrieben wurde, für die zweistündige Fahrt in der untersten Klasse (3. Klasse) bezahlt. In den Städten haben wir uns in der Regel Elektroroller und E-Bikes gemietet, um uns schneller fortzubewegen.

Zustand der Straßen

Wir hatten schon über den schlechten Zustand der Straßen aufgrund der geringen Investitionen in die Infrastruktur nach der Kolonialzeit in unserem Reiseführer gelesen. Aber wir haben nicht mit so schlechten Straßen gerechnet. Die Fahrt für die ca. 300 km von Mandalay nach Yangon dauerte sechs Stunden mit „kostenloser Massage“, da wir während der Fahrt gut durchgeschüttelt wurden. Diese Strecke war die derzeit wackeligste, die wir auf unserer Reise hatten. Allerdings hatten wir das Glück, dass wir diese Erfahrung mit Pauls Cousin Michael und seiner Frau Katrin teilen konnten, mit denen wir eine Woche zusammen in Myanmar unterwegs waren. Getreu dem Motto: geteiltes Leid ist halbes Leid – und so waren die Reisezeiten an sich umso lustiger und unterhaltsamer.

Landschaft in Myanmar

Die Reise führte uns durch karge Landschaften mit vielen Bettlern entlang der Strecke. Seit 1962 regiert das Militär in Myanmar mit dem Fokus auf dem Wohlstand bestimmter Bevölkerungsgruppen. Die übrige Bevölkerung muss für dieses Missmanagement mit Armut bezahlen. Vor allem der Name Myanmar wurde 1989 von der Regierung willkürlich ohne Beteiligung des Volkes eingeführt.

Fahren in Myanmar – links oder rechts?

Da Myanmar eine ehemalige britische Kolonie ist, haben wir Linksverkehr erwartet. Doch zu unserer Überraschung, wird in Myanmar auf der rechten Seite gefahren, aber die meisten Autos haben ihr Lenkrad auch auf der rechten Seite. Dieser Umstand ist einer Vision des ehemaligen Diktators in den 1960er Jahren geschuldet. Von einem Tag auf den anderen wechselte er vom Links- zum Rechtsverkehr, um sich von einem britischen Kolonialrelikt zu befreien. Der eigentliche Grund war eine Wahrsagerin, die sagte, die linke Seite sei schlecht. Aufgrund der Tatsache, dass viele Autos aus Thailand importiert werden, wo Linksverkehr herrscht, befinden sich die Lenkräder immer noch auf der rechten Seite.

Dies ist nur eine Geschichte über den Aberglauben des Diktators. Eine andere ist, dass er 45 und 90 Kyat-Scheine (lokale Währung) einführte und alle anderen für ungültig erklärte, da die Nummer neun seine Glückszahl war. Folglich führte dies zu mathematischen Übungen beim Einkaufen.

Unsere ultimativen Reisetipps für Myanmar (Burma)

Mandalay

Mandalay als zweitgrößte Stadt in Myanmar ist mit seinen vielen Klöstern und Mönchen Myanmars religiöses Zentrum. Darüber hinaus war Mandalay die ehemalige königliche Hauptstadt, bevor die Briten Oberbirma besiegten. Die Stadt wurde nach dem Mandalay-Hügel benannt, auf den ihr klettern solltet, um einen atemberaubenden Blick auf den Sonnenuntergang oder den Sonnenaufgang zu erhalten.

Myanmar ist das erste Land, in dem wir weniger Bilder von den Einheimischen machten als diese von uns oder uns sogar nach Bildern und Selfies fragten. Wir trafen eine Gruppe von Mönchen in einer der Pagoden in Mandalay und jeder wollte ein Bild zusammen mit uns haben. Dieser Bitte sind wir natürlich gerne nachgekommen 🙂

Monks in Mandalay Myanmar
Blattgoldherstellung

In der 36. Straße in Mandalay befindet sich ein Blattgoldhersteller neben dem anderen Blattgoldhersteller. Kleine Goldnuggets werden von gut ausgebildeten Männern durch rhythmisches Hämmern in extrem dünne Goldblätter verwandelt. Trotz dieser harten Arbeit ist es ein beliebter Job, da die goldenen Blätter für religiöse / höhere Zwecke verwendet werden: Sie werden auf Buddha-Statuen geklebt, um damit Punkte für die Reinkarnation zu sammeln. Einige Buddhas sind mit so vielen goldenen Blättern bedeckt, dass ihre Form bereits schwer zu erkennen ist.

Kuthodaw-Pagode

Die Kuthodaw-Pagode besteht aus 729 kleinen Stupas, die jeweils eine Marmorplatte mit Geschichten über Buddhas Leben und Lehren enthalten. Diese Pagode wird auch als das größte Buch der Welt bezeichnet und der Bau dauerte mehr als sieben Jahre. Wenn jemand täglich acht Stunden lang lesen würde, würde er wahrscheinlich 450 Tage brauchen, um das ganze Buch zu lesen.

Königspalast

Der goldene Königspalast in Mandalay wurde 1857 erbaut und umfasst mehr als 130 Gebäude. Da der König sich davor fürchtete, seinen Palast zu verlassen, wurde ein 55 Meter hoher Turm errichtet, der nur dazu diente das Leben draußen zu beobachten. Die meisten Teile des Palastes wurden jedoch von der Kolonialmacht sowie während des Krieges gegen die japanische Besatzungsmacht zerstört. Für die Restaurierung wurden Wellblechdächer und goldene Farbe anstelle von Blattgold verwendet, so dass der Originalzustand nicht mehr erkennbar ist…

Das UNESCO-Weltkulturerbe Bagan

Bagan ist eines der architektonischen Highlights in Südostasien. Aber im Vergleich zu Angkor Wat hat Bagan immer noch etwas Magisches und Geheimnisvolles. Es gibt keine großen Touristenmassen und die Erkundung der Gegend ist hauptsächlich mit Pferdewagen oder Elektrorollern und -fahrrädern möglich. Große Busse mit Massen an Touristen sind selten. Und so kam es, dass wir einige Tempel ganz alleine besuchten. Bilder von Bagan-Tempeln und Luftballons sind das beliebteste Bild von Myanmar, und man wird immer zuerst Bilder von Bagan finden, wenn man an Myanmar denkt.

In Bagan befinden sich rund 2.200 Tempel, Pagoden und Stupas. Bagan wurde erst vor ein paar Jahren zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Der Grund für diese lange Wartezeit war, dass Myanmar die Spezifikationen für historische Wahrzeichen nicht einhielt und die Restaurierung mit billigem Baumaterial durchgeführt wurde, das nicht mit dem ursprünglichen übereinstimmte. 2019 hat die UNESCO Bagan endgültig in die Liste der Kulturerbestätten aufgenommen.

Empfohlene Pferdewagen-Tour

Wir begannen unsere Erkundungstour durch Bagan mit einer traditionellen Pferdewagenfahrt. Einen ganzen Tag lang fuhren wir mit einem Pferdewagen zu den beliebtesten Tempeln. Unglaublich, das Betreten der Tempel und Pagoden ist nur OHNE Schuhe und OHNE Socken möglich. In diesen rund 800 Jahre alten Tempeln und Pagoden barfuß herumzulaufen war aufgrund der sonnenbeheizten Steine sowie der vielen kleinen Steine und des Sandes auf dem Boden eine Herausforderung für uns.

Sonnenuntergang und Sonnenaufgang in Bagan

Für den Sonnenuntergang haben wir am ersten Tag eine Stupa ausgewählt, bei der wir auf die dritte Ebene steigen können, die uns einen atemberaubenden Blick über die Tempel und die verstreuten Stupas bot. Dieser Ort ist jedoch sehr beliebt und so kletterten wir bereits um 16.30 Uhr auf den Tempel, um gegen 18.00 Uhr einen guten Platz für den Sonnenuntergang zu bekommen.

Für den Sonnenaufgang am nächsten Morgen haben wir einen anderen Tempel abseits der Touristenpfade ausgewählt (möglicherweise auch aufgrund des frühen Sonnenaufgangs um 5.45 Uhr). Es war eine magische Atmosphäre, als die Ballons starteten und über die Tempel flogen. Für diesen Anblick und die Atmosphäre hat sich das frühe Aufstehen und die erstaunlich kalten Tempel-Steine mehr als bezahlt gemacht.

Abgelegenere Tempel in Bagan

Für den zweiten und dritten Tag in Bagan haben wir E-Bikes gemietet, um die entlegeneren Tempel zu erkunden. E-Bikes sind (eher elektronischer Roller) eine gute Idee in dieser trockenen und heißen Gegend von Myanmar. Die Tempel mit nur einer Ebene im Erdgeschoss sind älter als die mit mehreren Ebenen. Das Hauptmaterial waren Ziegelsteine, die mit dem Boot nach Bagan gebracht wurden. Alle noch existierenden Gebäude dienten religiösen Zwecken. Die Paläste und die Häuser der Könige haben die lange Zeit und insbesondere die Kämpfe gegen die Mongolen nicht überlebt.

Auch nach der Zeit, als Bagan eine königliche Stadt war, spendeten birmanische Könige Glocken und Gold für die Stupas, und im 18. Jahrhundert wurden sogar zwei neue Tempel gebaut. In den Tempeln gibt es unzählige Buddha-Statuen in vielen verschiedenen Größen und Farben. Auch wir durften in einigen Tempeln die Buddha Statuen mit dem in Myanmar hergestellten Blattgold beglücken.

Der Berg Popa

An einem weiteren Tag in Bagan, mieteten wir ein privates Taxi, um für einen halben Tag zum Berg Popa zu gelangen. Der Grund für das private Taxi war hauptsächlich die kurze zeitliche Verfügbarkeit unsererseits, da wir gerne einen weiteren halben Tag in Bagan genießen wollten. 787 Stufen führen auf den Gipfel des Berges, aber auch hier mussten wir barfuß laufen. Eine weitere Herausforderung waren die vielen herumlaufenden und herumspringenden Affen und ihr Kot auf der Treppe.

Es ist nicht zu empfehlen beim Aufstieg etwas zu essen oder selbst zu trinken. Denn das wäre schneller als das man schauen kann, von einem der frechen Affen aus der Hand gerissen worden. Ein Schild auf der Treppe warnt sogar davor Sonnenbrille zu tragen, da die Affen sich darin spiegeln. Aber die kleinen Tempel oben auf dem Berg und die Aussicht von oben waren der herausfordernde Aufstieg definitiv wert.

Pyay – ein überhaupt nicht touristischer Ort

Unsere Reise nach Pyay war ein großes Abenteuer. Von Yangon aus kann Pyay mit dem Bus erreicht werden (ca. sieben Stunden Fahrt). Sri Ksetra, nur wenige Kilometer von Pyay entfernt, ist eine alte Hauptstadt. Aus dem 9. Jahrhundert, als das Zentrum nach Bagan verlegt wurde, sind nicht viele Gebäude erhalten. Die Baw Baw Gyi Pagode blieb mit ihrer 43 Meter hohen Stupa erhalten. Der letzte König hat einige Relikte weggenommen und zu einer der Pagoden in Bagan gebracht. Um weiteren Diebstahl zu verhindern, beobachtet die „Grand Lady“ die Pagode auf einer Schaukel. Fromme Pilger spenden der Grand Lady Schals.

Pyu (Pyay) Antike Städte – UNESCO-Weltkulturerbe

Um die alte Hauptstadt Pyay noch bei Tageslicht zu erkunden, haben wir direkt am Hotel ein Motorrad gemietet, da wir mit dem Bus aus Yangon ziemlich spät ankamen. Neben den Problemen beim Starten des Motorrads fühlte sich das Schalten wie beim Reiten an. Gepflasterte Straßen gibt es in Pyay nicht wirklich und so mussten wir sandige Straßen überqueren – manchmal mit so viel Sand, dass wir Schwierigkeiten hatten, nicht herunterzufallen – und überall gab es wilde Hunde.

Aufgrund des späten Nachmittags hielten wir an jeder Pagode nur einige Minuten an, um zu vermeiden, dass wir bei Dunkelheit durch diese Landschaft fahren mussten. Wir haben den Eindruck, dass nicht viele Touristen diese Stätte besuchen, da wir niemanden getroffen haben und die Auswahl an Hotels sehr begrenzt ist. Und warum haben wir das alles gemacht? Um unsere schöne Liste mit den UNESCO-Weltkulturerbestätten zu erweitern.

Bago

Bago ist nur 80 km von Yangon entfernt und so beschlossen wir, einen Zug zu nehmen, um dorthin zu gelangen. In unserem Zug waren konstant die Fenster offen (und ließen sich nicht schließen) und auch die Tür schloss sich während der Fahrt nicht, aber aufgrund der geringen Geschwindigkeit des Zuges war es so eine angenehme Fahrt. Der Bahnhof in Yangon sieht aus wie ein ursprüngliches Erbe aus der Kolonialzeit.

Die Fahrt mit dem Zug von Yangon nach Bago enthüllte eine Seite von Myanmar, die wir bis dahin noch nicht gesehen haben: die extreme Armut der Burmesen und das Fehlen eines Abfallmanagementsystems.

Keine andere Stadt in Myanmar hat eine solche Dichte an religiösen Stätten wie Bago. Auch hier haben wir und wieder E-Bikes gemietet, um die Pagoden zu besuchen. Es scheint, dass E-Bikes in Bago nicht üblich sind, da die Einheimischen uns überrascht ansahen als wir sie mit unseren e-bikes überholt haben. Um sie noch mehr zu verwirren, haben wir beim Überholen langsamer Motorräder trotz des Elektromotors so viel wie möglich in die Pedale getreten.

Die vier Buddhas von Bago

Im Süden von Bago befinden sich vier sitzende Buddhas. Natürlich gibt es in Myanmar viele Buddha-Statuen und eine ist größer, schöner oder goldener als die andere, aber diese Kyaikpun-Buddhas sind etwas Besonderes. Sie sitzen Rücken an Rücken und schauen in die vier Kardinalpunkte. Der eine, der nach Norden schaut, ist der aktuelle Buddha Gautama und die anderen drei sind seine Vorgänger. Die Statuen stammen ursprünglich aus dem 15. Jahrhundert, wurden jedoch in den letzten Jahren mit leuchtenden Fingernägeln, weißer Haut und tiefroten Lippen restauriert.

Shwethalyaung Pagode

Der liegende Buddha in der Shwethalyaung-Pagode ist mit seiner Länge von mehr als 50 Metern einer der größten Buddha-Statuen der Welt. Diese Position symbolisiert Buddha kurz vor seinem Tod. Dieser Buddha stand draußen, aber um ihn zu schützen, wurde eine (für Fotos unpraktische) Dachkonstruktion gebaut.

reclining Buddha inside the Shwethalyaung Pagode Bago Myanmar Burma

Direkt neben der Shwethalyaung-Pagode liegt eine weitere riesige Buddha-Statue – diesmal jedoch im Freien. Dieser Buddha wurde erst vor etwa zehn Jahren errichtet. Da es keine großen Bäume gibt, die Schatten spenden, wurden unsere nackten Füße auf diesen grünen Fliesen gegrillt. Aber für ein Foto mit einer einheimischen Familie ist natürlich trotzdem Zeit.

Shwemawdaw Pagoda

Die Shwemawdaw-Pagode hat die höchste Stupa von Myanmar und wurde aufgrund von Erdbeben mehrmals restauriert. Und jedes Mal wurde die Pagode größer und schöner. Die einst heruntergefallene Spitze der Pagode wurde nun in die Struktur integriert, um an dieses Ereignis zu erinnern.

Kinpun

Der goldene Felsen von Kinpun ist eines der wichtigsten buddhistischen Heiligtümer in Myanmar. Der Felsen wird nur von einem Haar Buddhas gehalten, das sich oben auf dem Felsen in der goldenen Stupa befindet. Um auf den Berg zu gelangen, könnt ihr entweder drei Stunden laufen oder 40 Minuten mit dem LKW fahren. Ein LKW startet, wenn die Bänke auf der Ladefläche mehr als voll sind (ca. 40 Personen). Die rund 700 Meter hoch zu fahren ist aufgrund des Anstiegs in Ordnung, aber für den Abstieg haben wir die Daumen gedrückt, dass die Bremsen es aushalten.

Yangon

Unsere letzten beiden Tage in Myanmar haben wir in Yangon verbracht. Yangon war bis 2006 Myanmars Hauptstadt, als die Armee überraschenderweise die neu gegründete Stadt Nay Pyi Taw zur neuen Hauptstadt erklärte. Die neue Hauptstadt befindet sich jedoch in einer Region, die für Ausländer noch geschlossen ist.

Shwedagon Pagode

Die Shwedagon-Pagode in Yangon war ein Höhepunkt unserer Reise. Wir haben viel Zeit dort verbracht, um den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang zu genießen und auf dem Gelände der Pagode herumzulaufen. Die Pagode soll rund 2.500 Jahre alt sein. Die Stupa ist ungefähr 100 Meter hoch und mit dem Blattgold wiegt die Stupa ungefähr 150 Tonnen, wovon ungefähr zehn Tonnen reines Gold sind. Alle drei Jahre wird das Gold weggenommen und die Stupa wird völlig neu vergoldet. Der Regenschirm oben hat mehrere tausend Diamanten und Glöckchen.

Sule Pagode

Was ihr in Yangon nicht verpassen solltet, ist der Besuch der Innenstadt. Wir sind mit dem Bus von der Shwedagon-Pagode in die Innenstadt von Yangon gefahren. In der Mitte eines Kreisverkehrs befindet sich eine weitere schöne goldene Pagode (Sule-Pagode).

Kolonialhäuser in Yangon

Yangons zweites Gesicht besteht aus respektablen Kolonialhäusern. Die meisten Häuser wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebaut. Trotz der Tendenz zur Modernisierung von Yangon renovieren die Einheimischen die alten Häuser regelmäßig. Noch in Gebrauch ist das babyblaue Stadthaus mit Yangons Regierung und der Post. In letzterem haben wir erfahren, dass die Poststelle für Päckchen nur 2,5 Stunden am Tag geöffnet ist – obwohl viele Mitarbeiter etwa vier Stunden nach der offiziellen Schließung noch anwesend waren.

Myanmar aus einer anderen Zeit

Der Mann auf dem Bild sieht aus wie aus einer anderen Zeit. Wir fanden ihn mit dieser alten Schreibmaschine vor einem Haus sitzend. Was für ein beeindruckendes Ende des wirklich atemberaubenden Besuchs in Myanmar. Empfehlung an euch alle, besucht unbedingt Myanmar- insbesondere so lange es noch nicht so touristisch ist – es ist definitiv eine Reise wert und ihr werdet mit wunderschönen Erinnerungen zurückkehren!

Colonial area Yangon Myanmar Burma

Thanaka Paste

Ihr habet vielleicht in den Gesichtern der Burmesen eine helle Creme gesehen und euch gefragt: Was ist das, was sie sich ins Gesicht schmieren? Dies ist Thanaka-Paste – die am häufigsten verwendete Hautlotion in Myanmar. Der Thanaka-Baum wächst hauptsächlich in den sandigen Regionen Zentral-Myanmars und benötigt etwa 30 Jahre, um geerntet zu werden. Die Einheimischen nutzen Thanaka als Schutz vor der Sonne. Darüber hinaus hellt die Paste die Haut auf und viele sagen, dass es das Geheimnis für ihr Anti-Aging ist.

Unsere Buchempfehlungen

 

Reiseführer

 Neben dem Lonely Planet, das unser Standardwerk, auf vielen Reisen ist, haben wir erneut auch sehr gute Erfahrungen mit dem Stefan Loose Reiseführer gemacht. Das Buch enthält wie immer sehr viele Informationen und ist recht aktuell.

Romane

Anbei einige weitere Bücher, die wir entweder selbst gelesen haben oder uns empfohlen wurden.

Der Glaspalast – Amitav Gosh: Der Inder Amitav Gosh erzählt die dramatische Geschichte einer Familie über drei Generationen hinweg. Die Kulisse bilden historische Details im damaligen Burma: vom Einmarsch der britischen Truppen 1885 in Mandalay über den Zweiten Weltkrieg bis hin zu Aung San Suu Kyis Hausarrest Ende der 1990er.
Tage in Burma – George Orwell: Der Schriftsteller George Orwell („Farm der Tiere“*, „1984“*) war selbst Offizier im kolonialen Burma. In seinem ersten Roman „Burmese Days“*, so der Originaltitel, zeichnet er ein kritisches Porträt des britischen Imperialismus Anfang des 20. Jahrhunderts. Klassiker!
Das Herzenhören –  Jan-Philipp Sendker: Die junge New Yorker Anwältin Julia Win findet einen Liebesbrief ihres verschwundenen Vaters an eine unbekannte Frau. Daraufhin reist sie nach Myanmar in sein Heimatland. Im Bergdorf Kalaw folgt Julia den Spuren einer Liebesgeschichte und stößt dabei auf ein Familiengeheimnis. Wer etwas über die Schönheit Myanmars und die Lebensart der Menschen dort erfahren möchte und sich dabei gern in berührenden Worten verliert, dem sei dieser Bestseller ans Herz gelegt.
Das Herzenstimmen –  Jan-Philipp Sendker: Nach einem rätselhaften Brief begibt sich Anwältin Julia Win zehn Jahre nach ihrer Spurensuche in Myanmar erneut in das Land ihres Vaters. Dort folgt sie einer inneren Stimme, ergründet deren Geschichte und findet am Ende ihr persönliches Glück.
Der Geist der Madame Chen – Amy Tan: Die chinesisch-stämmige Bibi Chen organisiert für zwölf Freunde einen Trip von San Francisco nach Burma. Aufgrund ihres plötzlichen Todes kann sie allerdings nicht mehr selbst daran teilnehmen. Zumindest körperlich, denn ihr Geist geht mit auf Reise und ist stets präsent – auch als sich die Gruppe im Urwald verirrt und ganz besondere Abenteuer erlebt.

Reiseberichte

Pilgerreise in Myanmar – Ma Thanegi: Die Autorin Ma Thanegi war Teil der Reformbewegung an der Seite von Aung San Suu Kyi und verbrachte deswegen drei Jahre in Haft. In diesem Buch beschreibt die Journalistin eine buddhistische Pilgerfahrt, die sie von Yangon in 29 Städte und zu 60 berühmten Pagoden in Richtung Norden führt. Statt spiritueller Erlebnisse stehen in ihrem ironischen Reisebericht interessante Details zu Land und Leuten im Vordergrund.

In Buddhas Gärten – Tor Farovik: Mehrere Monate reiste der Norweger Tor Farovik durch die buddhistisch geprägten Länder Vietnam, Kambodscha, Thailand und Myanmar. Seine Erlebnisse schildert er in diesem lesenswerten, kurzweiligen, interessanten Reisebericht. Yangon, Bagan, Mandalay – alles dabei!
Asien, mein Leben – Die großen Reportagen – Tiziano Terzani: Wie der Titel schon vermuten lässt, handelt es sich um einige der besten Reportagen des inzwischen verstorbenen „Spiegel“-Journalisten. Viele stammen aus China, manche aus anderen asiatischen Ländern wie Myanmar. Dafür reiste Tiziano Terziani entlang der Burma Road – „Der Straße des Habgiers und des Schreckens“ – und traf im so genannten Goldenen Dreieck auf den Opiumkönig Khun Sa – den „Prinz der Finsternis“.

Kochbücher

Asiatische Küche: asia street food. Authentische Rezepte aus Thailand, Myanmar, Laos, Kambodscha und Vietnam – Heike und Stefan Leistner: Unser Lieblingskochbuch für Südostasien. Viele tolle, authentische Rezepte, die sich relativ leicht zu Hause nachkochen lassen.
Burma. Das Kochbuch. 80 traditionelle Rezepte von Mohinga über Shan-Nudeln und Curry bis hin zu süßen Köstlichkeiten – Naomi Duguid: 80 traditionelle Rezepte und faszinierende Reisefotografien bringen Asienfans das Land der goldenen Pagoden näher. Auf einer atemberaubenden kulinarischen Reise werden traditionelle Nationalgerichte und andere vielfältige Köstlichkeiten sowie authentische Orte des letzten unentdeckten Landes Asiens vorgestellt. Schöne Bilder inspirieren zum Nachkochen.

Weitere Empfehlungen

Myanmar (Burma): Temples of Bagan  – David Raezer: Wir haben auch das Buch zu den beeindruckenden Tempeln von Bagan gelesen. Wer also an der Geschichte dieses magischen Ortes und der Architektur interessiert ist, sollte definitiv das Buch als Vorbereitung lesen.
Burma – Der Fluss der verlorenen Fußspuren – Thant Myint-U: Wer sich für Politik und Geschichte Myanmars interessiert, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Thant Myint-U beschreibt verständlich die sehr komplexen geschichtlichen und politischen Hintergründe des südostasiatischen Landes und setzt sie in Relation zu weltweiten Entwicklungen der jeweiligen Zeit. Liest sich trotz der Fülle an Informationen eher wie ein Roman als eine Dokumentation.
Ikone der Freiheit – Aung San Suu Kyi: Aung San Suu Kyi ist die bekannteste Persönlichkeit Myanmars. Wer mehr über das Leben der Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin erfahren möchte, greift zu dieser Biografie des schwedischen Journalisten Jesper Bengtsson.
Reise Know-How Kauderwelsch Burmesisch – Phone Myint: Sprachführer für den Urlaubsalltag. Dieses praxisorientierte Buch soll Sie in die Lage versetzten, innerhalb kürzester Zeit, einige Sätze burmesisch zu sprechen. Die Kenntnis der Sprache eines Landes ist oft der Schlüssel zu ganz besonderen, kulturellen Erfahrungen. Zusätzlich enthält das Buch nützliche Redewendungen und Wortlisten.
Reisefotografien von 1985 bis heute – Burma/ Myanmar – Jaroslav Poncar

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Reisetipps für Thailand

Reisetipps für Thailand

Ankunft in Thailand mit dem Slowboat (Mekong River)

Wir haben Thailand im Rahmen der Überarbeitung der Route in unsere Weltreise integriert, um einen bequemeren Transfer von Laos nach Myanmar zu ermöglichen. Als wir mit dem Boot von Laos im Norden Thailands ankamen, begann unsere 24-stündige Reise von Chiang Mai nach Bangkok. Da der direkte Bus zum Hauptbahnhof in Chiang Mai nach Chiang Rai bereits ausgebucht war, mussten wir eine alternative Route wählen. Deshalb stiegen wir in einen lokalen Bus nach Chiang Rai im Westen Thailands und dann in einen touristischeren Bus nach Chiang Mai. Hier erfahrt ihr noch mehr Reisetipps für Thailand.

Der Tag begann nicht vielversprechend. Das vom Hotel bestellte Tuk Tuk tauchte überhaupt nicht auf. Außerdem waren aufgrund des frühen Morgens keine anderen Tuk Tuks unterwegs. Vielen Dank an unser Hotel, dass Sie uns dann noch rechtzeitig zum Busbahnhof gebracht haben. Erstaunlich, aber der örtliche Bus fuhr die rund 90 km in 2,5 Stunden und kam in der Tat pünktlich an. Und das trotz der Aufnahme von Passagieren an gefühlt jeder Ecke. Wir hatten Glück, den vorgebuchten Anschlussbus nach Chiang Mai zu erreichen. Dort angekommen mussten wir uns beeilen, um Tickets für den Nachtzug von Chiang Mai nach Bangkok zu kaufen. Der Grund für die Eile war, dass eine Vorreservierung der Bahntickets online leider nicht möglich ist. Daher werden die Tickets nach „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ verkauft. Aber wir hatten Glück, denn es gab noch Tickets in einem Abteil.

Mit dem Nachtzug von Chiang Mai nach Bangkok

Der Nachtzug nach Bangkok war luxuriös, da wir die erste Klasse gebucht haben. Wir hatten ein eigenes Abteil mit einem Doppelstock-Bett und einem kleinen Waschbecken, so dass wir auch im Zimmer Zähneputzen konnten.

Bangkok

Als wir am frühen Morgen in Bangkok ankamen, waren wir aufgrund der angenehmen Fahrt im Nachtzug, ausgeruht und begannen sofort mit unserer Erkundungstour. Wir haben die ganze Tour durch Bangkok zu Fuß gemacht, aber natürlich ist es möglich, ein Tuk-Tuk oder einige Busse zu nehmen. Es gibt viele TukTuks, die einen für wenig Geld, von einem Ort zum anderen bringt.

Großer Palast (Grand Palace)

Bangkoks wichtigstes Wahrzeichen ist der Große Palast: er besteht aus mehr als 100 Gebäuden unterschiedlicher Architektur. Der Große Palast umfasst einen buddhistischen Tempel mit einer smaragdgrünen Buddha-Statue. Wir haben nicht erwartet, dass hier so hohe Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Um in den Bereich des Palastes zu gelangen, mussten wir unsere Pässe vor uns halten und in eine Kamera über uns zeigen.

Thailands König starb im Oktober 2016 und die einjährige Trauerperiode dauerte noch an, was wir nicht nur an den vielen schwarz gekleideten Menschen am Eingang des Großen Palastes erkannt haben, sondern auch an den vielen Bildern des Königs mit schwarzen Vorhängen – sogar der Start-Bildschirm am Geldautomaten zeigt das Porträt des Königs.

Grand Palace, Bangkok

Pho-Tempel (in der Nähe des Großen Palastes) und Arun-Tempel

In Bangkok gibt es ungefähr 400 buddhistische Tempel, aber nach neun Wochen in Asien haben wir langsam genug Tempel und Buddha-Statuen gesehen. Deshalb haben wir beschlossen, nur zwei der Tempel zu besuchen. Der Pho-Tempel in der Nähe des Großen Palastes umfasst einen riesigen, mit goldenen Blättern bedeckten Buddha. Auf der anderen Seite des Flusses befindet sich der Tempel Arun. Die Pagoden sehen aufgrund der umfassenden Dekoration mit farbigen Glassteinen fantastisch aus.

Ayutthaya

An unserem zweiten Tag in Bangkok nahmen wir einen Zug, um die alte Hauptstadt Ayutthaya zu besuchen. Ayutthaya liegt etwa 60 km nördlich von Bangkok. Der normale Zug benötigt 90 Minuten. Aber der Preis ist unschlagbar: 50 Cent pro Person pro Fahrt von Bangkok nach Ayutthaya. Okay, es ist der Preis für ein Ticket der dritten Klasse, aber es gibt normale Sitzplätze (keine Holzbretter) allerdings ohne Klimaanlage, da die Fenster im Zug während der kompletten Fahrt geöffnet bleiben. Auf dem Rückweg haben wir einen Zug genommen, der 120 Minuten fährt und folglich noch weniger kostet: 35 Cent pro Person pro Fahrt;-) Alle Züge, die wir genommen haben, waren pünktlich, aber falls dies nicht der Fall gewesen wäre, hätten wir die Chance genutzt zum Friseur zu gehen, der sich direkt am Anfang der Bahngleise am Bahnhof befindet.

In Ayutthaya angekommen, mieteten wir uns Fahrräder, um die riesige Gegend mit den Ruinen der alten Hauptstadt Thailands zu erkunden. Ayutthaya wurde 1350 gegründet und zusammen mit einer langen Geschichte der Gewalt wurde Ayutthaya Mitte des 18. Jahrhunderts der birmanischen Armee unterworfen. Es wird gesagt, dass der Edelstein und das Gold jetzt auf der Pagode in Yangon zu sehen sind, was wir weiter erforschen werden, wenn wir die nächsten zwei Wochen Myanmar besuchen.

 

Saskia Hohe in Ayutthaya

Das wahrscheinlich beliebteste Relikt von Ayutthaya ist der Kopf Buddhas, der von Baumwurzeln umgegeben ist. Der Buddha befindet sich im Wat Phra Mahathat Tempel. Die Buddha-Statue wurde zerstört, der Kopf fiel zu Boden und Baumwurzeln wuchsen um ihn herum.

Der größte Tempel in Ayutthaya ist Wat Phra Si Sanphet mit seinen drei charakteristischen Stupas.

Wat Phra Si Sanphet Ayutthaya Thailand
Außerhalb der Tempel im Zentrum liegt Wat Yai Chai Mang Khon mit Reihen von Buddhas und einem riesigen liegenden Buddha in safranfarbenen Gewändern.

Unsere Buchempfehlungen

Da wir mehrere Länder aus dem goldenen Dreieck besucht haben und auch nur kurz in Thailand waren, haben wir einen kombinierten Reiseführer für diese Region gekauft.

Wenn du mehr über Thailand erfahren möchtest, können wir euch das Buch von Pira Sudham empfehlen, der auch für den Nobel-Preis nominiert war:

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Reisetipps für Kambodscha

Reisetipps für Kambodscha

Wie kommt nach Kambodscha?

Am Silvesterabend 2017 hatten wir einen unserer kürzesten Flüge auf der Weltreise – dies war von Singapur nach Siam Reap (Kambodscha). Aber der Unterschied zwischen diesen beiden Städten hätte nicht größer sein können. Kambodscha ist eines der ärmsten Länder der Welt. Und das nachdem Kambodscha 1970 das Land mit dem höchsten Lebensstandard in Südostasien war. Deshalb wurde Kambodscha auch die Schweiz Südostasiens genannt. Folgt uns auf unseren Abenteuern in diesem schönen Land und erhaltet Top-Reisetipps für Kambodscha rund um seine weltberühmten UNESCO-Welterbestätten.

Kambodscha ist ein Königreich, aber der König ist eher repräsentativ. Der derzeitige König Norodom Sihamoni lebte ab dem neunten Lebensjahr in der Tschechischen Republik, um sich im Balletttanzen ausbilden zu lassen. Weitere künstlerische Studien führten ihn nach Russland und nach Nordkorea, wo er 1976 ein Diplom in Kinematographie erhielt – jetzt verstehen wir, dass unser Reiseleiter, den wir auf unserer Tour in Nordkorea hatten, bereits in Kambodscha war. Am Flughafen angekommen hat uns ein typisch kambodschanisches Taxi abgeholt:

Saskia Hohe arriving in Cambodia airport Taxi seam Reap - Cambodia Travel Tips

Unsere Route durch Kambodscha

Zum ersten Mal auf unserer Weltreise haben wir keinen Mietwagen, den wir alleine fahren können. Um Kambodscha zu erkunden, haben wir lokale Busse oder einen Tuk Tuk-Fahrer bzw. einen Privatfahrer genommen, z.B. um zum Preah Vihear Tempel an der Grenze zu Thailand zu gelangen. Selbstfahren ist für Touristen nicht erlaubt, ausgenommen Motorräder, was wir auch getan haben, um Gebiete in der Umgebung der Städte zu erkunden.

Route through Cambodia by bus and private driver

Insgesamt sind die Busse komfortabel und wir haben auch einige andere Touristen in den Bussen getroffen. Wir empfehlen jedoch ganz hinten im Bus zu sitzen und nicht zu beobachten, wie der Bus fährt, um sich weniger Sorgen um die Sicherheit und die Ankunft zu machen. Das Überholen trotz einer langen vorausfahrenden Fahrzeugschlange vor dem Bus und das Überholen anderer Fahrzeuge mit einem Abstand von nur einigen Zentimetern ist in Kambodscha die normale Fahrweise. Motorräder und Tuk Tuks werden einfach weggehupt.

 

Verkehr in Kambodscha

Der Verkehr in Kambodscha ist ähnlich wie in anderen asiatischen Ländern und mit allen Verkehrsteilnehmern wie Tuk Tuks, Motorräder, Fahrräder und Autos ziemlich chaotisch. Außerdem sind Bürgersteige selten und entsprechend befinden sich auch die Fußgänger auf den Straßen. Ampeln sind nicht üblich, daher erfordert das Überqueren der Straße als Fußgänger ein wenig Glück.

Die Einheimischen scheinen nicht gerne zu Fuß zu gehen. Nur Touristen sind auf den Straßen unterwegs und an jeder Ecke bietet uns ein Tuk Tuk-Fahrer an, uns mitzunehmen. Gleiches gilt für Massageservices, die neben Restaurants zu den meistgesehenen Geschäften in Kambodscha zählen. Deshalb haben wir ein Shirt gekauft, um diese nervigen Fragen zu vermeiden – aber ehrlich gesagt – hat es nicht viel geholfen.

Unsere Reisetipps für Kambodscha

Angkor Wat (UNESCO Weltkulturerbe) / Siem Reap

Wenn man an Kambodscha denkt, fällt einem als erstes vielleicht Angkor Wat ein, das ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Der Haupttempel ist einer der größten Tempelkomplexe der Welt. Die gesamte (und mystische) Region Angkor umfasst jedoch mehr als 1.000 Tempel auf einer Fläche von rund 200 km². Angkor mit seiner Bevölkerung von über 1 Million Menschen zu der Zeit, als London eine kleine Stadt war, war das religiöse, politische und soziale Zentrum des alten Khmer-Reiches. Obwohl einige der Tempel beschädigt und zerstört sind, ist die beeindruckende und schöne Khmer-Architektur vom 9. bis 15. Jahrhundert noch sichtbar.

Die Tempel basieren auf dem Hinduismus und sind den Göttern gewidmet. Ende des 13. Jahrhunderts wurden die Könige Buddhisten. Mit dieser Änderung war es nicht mehr nötig, so große Tempel zu bauen. Dies führte – zusammen mit der Verlegung des Zentrums nach Phnom Phen aufgrund der besseren Handelsmöglichkeiten am Mekong – zum Verlassen von Angkor.

Bayon

Die 216 Gesichter, die in jeden Winkel des Bayon-Tempels geschnitzt sind, repräsentieren Buddha.

Terrasse des Elefanten

Die Terrasse des Elefanten ist ca. 350 m lang und mit paradierenden Elefanten geschmückt. Sie wurde für öffentliche Zeremonien und als Zeremoniensaal des Königs genutzt.

Ta Prohm

Der Tempel Ta Prohm ist aus dem Film Tomb Raider bekannt. Die Bäume oben auf dem Tempel zeigen die Kraft des Dschungels.

Weitere Tempel in Angkor

Wir haben mit unserem Tuk Tuk-Fahrer Mister Fi zwei volle Tage in Angkor verbracht. Wir sind tief beeindruckt von der großen Fläche mit wunderschönen Tempeln. Es ist definitiv eines der Highlights unserer bisherigen Reise. Hier sind einige weitere Bilder von anderen Tempeln in Angkor.

Siem Reap

Die Stadt Siem Reap liegt in der Nähe von Angkor und ist daher ein sehr touristischer Ort. Rund 2,1 Millionen Menschen haben Angkor im Jahr 2015 besucht. Es gibt eine große Auswahl an verschiedenen Restaurants, die traditionelle Khmer-Küche für 1 bis 3 Dollar pro Gericht servieren. Auch die Preise für Getränke, insbesondere Bier und Cocktail, sind recht günstig. Ein Viertel Liter Fassbier für 0,50 Dollar und Cocktails für 1 Dollar. Darüber hinaus findet ihr in der Kneipenstraße viele touristische Läden wie Fußmassage, Bierhallen und Pubs.

Kochkurs in Siem Reap

Das Zentrum von Siem Reap ist der alte Markt, auf dem wir auch für unseren Kochkurs einkaufen gingen. Jeder konnte seine Vorspeise und sein Hauptgericht aus dem Menü auswählen. Wir probierten gebratene Frühlingsrollen und das traditionelle Khmer-Gericht Amok. Amok ist eine köstliche Art von dampfgekochtem Curry, das in einem Bananenblatt serviert wird. Wir haben dieses mit Tofu gemacht.

Tempel von Preah Vihear (UNESCO Weltkulturerbe)

Wir setzten unsere Tempeltour nach Preah Vihear im Norden Kambodschas in Richtung der Grenze zu Thailand fort. Der riesige Hindu-Tempel wurde zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert auf einem Hügel erbaut. Dieses UNESCO-Weltkulturerbe ist außergewöhnlich bezogen auf die Qualität seiner Architektur, die an die natürliche Umgebung und die religiöse Funktion des Tempels angepasst ist, sowie für die außergewöhnliche Qualität seiner geschnitzten Steinornamentik.

Der Tempel verursacht andererseits auch Grenzkonflikte mit Thailand. Beide Länder behaupten, dass der Tempel zu ihrem Territorium gehöre. Der Tempel besteht aus mehreren Gebäuden, welche die Topographie des Gebiets einbeziehen, mit Treppen und Straßen, die zum Heiligtum auf dem Hügel führen. Von oben hatten wir einen tollen Blick auf Thailand, Kambodscha und Laos .

Um direkt zum Tempelbereich in Preah Vihear zu gelangen, haben wir einen privaten Fahrer aus Siem Reap angeheuert. Es ist definitiv einen Tagesausflug wert, und man hat das Areal mehr oder weniger nur für sich ohne die vielen Touristen, die wir in Angkor gesehen haben.

Kompong Khleang am Tonle Sap

Kambodschas Landschaft wird vom großen See Tonle Sap dominiert. Dieser Süßwassersee ist über einen Fluss mit dem Mekong verbunden und beheimatet mehrere hundert Fischarten. Es gibt einige touristische Orte rund um den See und sogar die Fahrt in die Hauptstadt Phnom Phen ist mit dem Boot über diesen See möglich. Wir beschlossen, Kompong Khleang zu besuchen, den abgelegensten Ort sowie die größte Gemeinde mit über 4.000 Familien. Für die Fahrt heuerten wir wieder unseren Tuk-Tuk-Fahrer Mr. Fee an und fuhren den ganzen Weg mit seinem Tuk-Tuk. Definitiv keine gute Idee bei dem Fahrtwind.

In Kompong Khleang scheint die Zeit still zu stehen. Der Ort ist vom Massentourismus von Angkor und Siam Reap unberührt, obwohl er nur 50 km entfernt ist. Soweit das Auge reicht besteht der Ort ausschließlich aus Pfahlbauten. Da wir zur Trockenzeit hier waren, konnten wir im Dorf problemlos herumlaufen.

Die Nähe der Häuser zum Wasser variiert je nach Jahreszeit. Am Ende der Regenzeit steigt der See nach anhaltenden starken Regenfällen an, so dass die Straßen nur mit dem Boot erreichbar sind, die Stelzen der Häuser unter Wasser stehen und die Leitern zum Erreichen des Hauses nicht mehr benötigt werden. In der Trockenzeit hingegen müssen die Menschen mehrere Meter absteigen, um das Wasser zu erreichen. Dieses wahrhaft authentische kambodschanische Leben zu sehen, war eine umwerfende Erfahrung.

S21 in Phnom Phen

Die von Pol Pot angeführten Roten Khmer setzten 1975 nach dem Sieg im kambodschanischen Bürgerkrieg ihre Regierung des demokratischen Kampuchea ein. Die Roten Khmer und ihre Versuche, einen kommunistischen Agrarstaat aufzubauen, sind besonders für die Orchestrierung des kambodschanischen Völkermords von 1975 bis 1979 in Erinnerung geblieben, bis sie von Vietnam entmachtet wurden. Die militärische Macht der Khmer Rouge-Organisation wurde jedoch nicht gebrochen. Eine lange Ära des Guerillakrieges begann mit Angriffen in Siem Reap bis Mitte 1990.

Wir haben das Tuol-Sleng-Völkermordmuseum in der Hauptstadt Phnom Penh besucht. Diese ehemalige Schule wurde von den Roten Khmer als Foltergefängnis genutzt. Die Gefangenen wurden auf dem Schlachtfeld von Choeung Ek außerhalb der Hauptstadt getötet.

Phnom Penh

Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh mit rund 2 Millionen Einwohnern liegt im Süden Kambodschas am Tonle Sap, einem Zufluss zum Mekong. Es scheint, dass der Unterschied zwischen armen und reichen Menschen ziemlich groß ist. Neben dem Tuk Tuk und dem Cyclo-Fahrer haben wir auch viele große und teure Autos gesehen. Während des Regimes der Roten Khmer war die Stadt fast leer. Zu der Zeit, als wir in Phnom Penh waren, besuchte auch Singapurs Präsident die Hauptstadt.

Nationalmuseum

Das Nationalmuseum von Phnom Penh und der königliche Palast in der Stadt sind gute Beispiele für die Khmer-Architektur mit ihrem Spitzdach und der goldenen Farbe. Das Nationalmuseum beherbergt die weltweit größte Sammlung von Khmer-Kunst und ist das größte Museum für Kulturgeschichte.

Könglicher Palast

Der königliche Palast wurde 1813 erbaut und besteht aus mehreren kleineren Gebäuden wie dem Thronsaal. Da die Familie des Königs noch im Palast lebt, sind einige Teile für Besucher geschlossen, aber die offenen Gebäude sind wunderschön. Ein Gebäude wurde im französischen Stil erbaut, da es ein Geschenk von Napoelon III an den kambodschanischen König war. Auch ein kleines Modell von Angkor Wat kann in einem der Gärten besichtigt werden.

Die silberne Pagode liegt in einem separaten Bereich, aber direkt neben dem Königspalast. Man könnte vermuten, dass die silbernen Stupas die Pagode sind, aber der Name leitet sich vom Boden ab, der mit silbernen Fliesen bedeckt ist. Im Inneren befindet sich ein lebensgroßer Buddha, der mit Diamanten verziert ist.

Buddhistische Meditationszentrum

In der Nähe unseres Hotels haben wir das buddhistische Meditationszentrum besucht und Paul hat eine stille Meditationsstunde ausprobiert:

Autowäsche im kambodschanischen Stil bedeutet, so viele Personen wie möglich zu beschäftigen….

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Kampot

Um nach Kampot zu gelangen, haben wir einen lokalen Bus  genommen. Die Stadt liegt etwa 150 km von Phnom Penh entfernt im Süden Kambodschas. Kampot ist bekannt für zwei Dinge: alte französische Kolonialhäuser und den besten Pfeffer der Region, der auch weltweit exportiert wird. Und sie haben sogar ein Olympia-Stadion. Wir sind uns jedoch nicht sicher, ob dies wirklich zu der für Olympia erforderlichen Größe passt und ganz zu schweigen von den fehlenden Sitzen.

Nach zwei Wochen in Kambodscha ist es Zeit, weiter nach Vietnam zu reisen. Wir haben unsere Zeit in Kambodscha genossen und hoffen, dass sich das Land weiterentwickeln wird, um die Armut zu überwinden und sein kulturelles Khmer-Erbe zu bewahren. Obwohl die Khmer durch die Hölle gingen und zurück in ihrer Geschichte scheinen die Khmer einen unzerbrechlichen Geist mit einem Lächeln zu haben.

Wir haben uns in Kambodscha immer sicher und willkommen gefühlt und nicht als Cash Cow. Natürlich gab es viele Angebote für Tuk Tuks, Touren, Massagen und Restaurants, aber nachdem wir einmal „Nein“ gesagt hatten, boten sie ihren Service nicht mehr an.

Wir setzen unsere Weltreise nach Vietnam fort

Von Phnom Penh aus fuhren wir mit dem Bus nach Ho-Chi-Minh City in Vietnam. Trotz der Entfernung von nur 230 km fuhr der Bus sieben Stunden. Die Bustour begann mit der Abholung der Pässe. Das ist für uns immer eine seltsame Sache, da wir es nicht gewohnt sind, unsere Pässe an andere Personen weiterzugeben. Der gesamte Prozess der Überquerung der kambodschanisch-vietnamesischen Grenze war eine lustige Erfahrung, aber irgendwie ist da bisher noch nie etwas schief gegangen.

Unsere Pässe wurden uns an der kambodschanischen Grenze zurückgegeben. Das kambodschanische Visum und die Ausreisekarte wurden bereits mit dem Ausreisestempel aus dem Reisepass entfernt. Wir mussten jedoch erneut durch die Kontrolle gehen und den Pass anschließend an den Busfahrer zurückgeben.

An der vietnamesischen Grenze standen alle am Kontrollpunkt der Visakontrolle an, ohne jedoch einen eigenen Reisepass zu haben. Der ganze Stapel gesammelter Pässe wurde zu den Kontrollbeamten gebracht. Er überprüfte und stempelte einen Pass nach dem anderen, ohne die jeweilige Person zu sehen. Nachdem der Pass überprüft wurde, wurden sie an den Busfahrer zurückgegeben, der die Pässe dann uns wieder zurückgab.

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Kambodschanisches Geld

Das kambodschanische Geld besteht wieder aus großen Zahlen: 1 Euro entspricht rund 4.400 Khmer Riel. Die gebräuchlichste Währung ist jedoch USD. Sie kann überall eingesetzt werden – nicht nur in Hotels und Restaurants, sondern auch auf lokalen Märkten. Der örtliche Khmer Riel wird nur zur Bezahlung der Cent verwendet.

Sicherheit

Nach Angaben des deutschen Außenministeriums ist die Sicherheit persönlicher Gegenstände ein Thema in der Hauptstadt Kambodschas. Als wir dies lasen, waren wir überrascht von den Safes, die wir in einigen Hotels gefunden haben. Nehmt einfach den ganzen Safe und tragt ihn einschließlich des Inhalts weg. 😉

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Unsere Buchempfehlungen für Kambodscha

Reiseführer

Für Kambodscha haben wir uns wieder auf unseren Lieblingsreiseführer von Stefan Loose verlassen. Er deckt die meisten unserer Reisetipps für Kambodscha recht gut ab:

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Reisetipps für Singapur

Reisetipps für Singapur

Wie kommt man nach Singapur?

Wir waren schon zweimal in Singapur. Das erste Mal waren wir im Rahmen unserer Weltreise in Singapur. Wir reisten in den Weihnachtsferien 2016 aus Osaka an. Das zweite Mal waren wir Anfang 2020 in Singapur, als wir aus Hongkong kamen und ein paar Tage dort verbrachten, bevor wir nach Malaysia aufgebrochen sind. Hier haben wir unsere besten Reisetipps für Singapur für Euch zusammengetragen.

Auf unserer Weltreise verbrachten wir die Tage zwischen Weihnachten und Silvester in Singapur bei Freunden. Neben dem Austausch von Geschichten über ihre und unsere Weltreise haben wir uns etwas Zeit genommen, um Singapur zu erkunden. Die Besatzung des Jetstar-Flugs, den wir von Osaka nach Singapur genommen haben, hat für jeden Passagier Weihnachtsmützen verteilt. Seht, wie unser Flug danach aussah. Die vielen Taschen, die wir bei unserer Ankunft in Singapur bei uns hatten, sind nicht unser normales Reisegepäck. Wir haben in Japan Geschenke für unsere Freunde eingekauft und außerdem haben wir in Singapur ein Paket hinterlassen, um es zusammen mit anderen Sachen von unseren Freunden nach Hause schicken zu lassen.

Reisetipps für Singapur

Botanischer Garten (UNESCO-Weltkulturerbe)

Das erste, was auf unserer Liste für Singapur stand, war natürlich der Botanische Garten mit seinen bunten Orchideen, da er das einzige UNESCO-Weltkulturerbe von Singapur ist. Den Botanischen Garten kam man jederzeit ohne Eintritt besuchen, nur für den Orchideen-Garten ist eine Eintrittsgebühr fällig.

Die unglaubliche Skyline von Singapur

Was wir wirklich jeden Tag gemacht haben, war die unglaubliche Sykline von Singapur zu bestaunen. Ja, wir haben bereits andere Städte mit Wolkenkratzern besucht und leben in Frankfurt, aber die Skyline von Singapur ist völlig anders. Die Wolkenkratzer haben sehr harmonische Formen und passen sehr gut zusammen. Darüber hinaus können andere Städte von der farbenfrohen und kreativ beleuchteten Skyline von Singapur sich gerne mal etwas abschauen.

Marina Bay Sands & Marina Barrage

Marina Bay Sands hat eine sehr beeindruckende Architektur, dessen Dach wie ein Schiff aussieht. Alle drei Säulen werden als Hotel genutzt, umfassen aber auch ein Einkaufszentrum und ein Casino. Die Aussicht von oben auf die Skyline von Singapur ist unglaublich. Macht einfach mal einen Spaziergang vom Merlion zum Marina Bay Sands entlang der Waterfront Promenade, um einen schönen und immer wieder anderen Blick auf diesen Hotelkomplex zu erhalten. Das letzte Bild wurde von Marina Barrage aufgenommen. Marina Barrage ist ein Damm, der über den 350 Meter breiten Marina Channel gebaut wurde, um Meerwasser fernzuhalten. In der Umgebung des Staudamms kann man auch aufgrund der eher wenigen Touristen einen sehr schönen Blick auf Singapur genießen. Unsere Empfehlung: Nehmt einen Picknick-Korb mit und genießt die Lightshow in den Gardens by the Bay.

Gardens by the Bay

Gardens by the Bay ist ein künstlicher und riesiger Park in Marina Bay. Eines der Highlights der Gärten sind die Superbäume, die künstlich mit einem Stahlrahmen erbaut und bepflanzt sind. Zu dem Zeitpunkt, als wir 2016 die Gärten besuchten, war der Weihnachtsmarkt noch geöffnet, aber aufgrund des Wetters bevorzugten wir kaltes Bier anstelle von Glühwein. Wenn es dunkel ist, blinken die Bäume zur gespielten Musik und am Ende – unglaublich – hat es angefangen zu schneien. Dies war der Moment, in dem alle ausflippten und nicht genug Bilder machen konnten. Ein unvergesslicher Moment, da so viele Menschen wirklich über den Schnee ausgeflippt sind. Also haben wir es auch getan!

Quays

Einer unserer Lieblingsorte in Singapur sind die Quays, namentlich der Clark Quay und der Boat Quay. Hier auf und ab zu gehen ist etwas, was wir jedes Mal tun, wenn wir Singapur besuchen.

Sir Raffles at Clark Quay Boat Quay Singapore

Der Hafen von Singapur

Wir haben nicht erwartet, dass Singapur mit den tropischen Gärten und Parks so grün ist. Schaut euch den Blick von der Wohnung unserer Freunde auf den Hafen an.

Little India

Mehr leckereres Essen gibt es in Little India. Die farbenfrohen Häuser laden auch zu einem schönen Spaziergang durch diese Gegend ein. Dieses Viertel haben wir insbesondere bei unserem zweiten Besuch in Singapur besichtigt, da unser Hotel in dieser Gegend war. Dies ist auch der Ideale Ausgangspunkt, wenn ihr weiter nach Malaysia fahren wollt.

In Singapur gibt es vier Amtssprachen: Malaiisch, Tamilisch, Mandarin und Englisch. Dies ist der Grund, warum die wesentlichen Hinweisschilder in diesen vier Sprachen stets geschrieben und veröffentlicht werden:

Sigapore language Malay, Tamil, Mandarin and English

Insel Sentosa

Um nach Sentosa zu gelangen haben wir uns die Fahrräder von unseren Freunden ausgeliehen. Die Insel ist durch einen Wasserkanal von der Hauptinsel Singapur getrennt, kann aber leicht über den Sentosa Gateway erreicht werden. Früher als britische Militärbasis genutzt, wurde die Insel zu einem beliebten Touristenziel umgestaltet. Ihr findet viele Touristenattraktionen wie Freizeitparks, Madame Tussauds Singapore und die Universal Studios Singapore. Während unseres Besuchs waren wir erstaunt über die Häuser, welche den Wohlstand der Menschen zeigen, die auf Sentosa leben. Sentosa gehört auf jeden Fall zu unseren besten Reisetipps für Singapur.

Unsere Lieblingsgerichte in Singapur

Wir haben eine traditionelle Singapur-Laksa in einem Hawker Center ausprobiert. Wirklich lecker trotz der Schärfe…

Paul trying Singapore Laksa

Neben dem Laksa können wir das Hawker Center für Satay, Hainan Chicken oder die vielen verschiedenen Gerichte aus der ganzen Welt empfehlen.

Unsere Buchempfehlungen

Reiseführer

Als wir das erste Mal in Singapur waren, haben wir einen umfassenden Reiseführer über Singapur gekauft.

Beim zweiten Mal haben wir uns auf den kombinierten Reiseführer für Malaysia und Singapur verlassen, da wir Singapur als Stop-over auf dem Weg nach Malaysia besucht haben.

Und wenn ihr an einem Roman interessiert seid, können wir Foreign Bodies empfehlen – eine Geschichte von jungen Menschen, die auf die falsche Seite des Gesetzes gelangten.

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Reisetipps für Japan

Reisetipps für Japan

Willkommen in unserem Reiseführer für Weltenbummler und UNESCO-Enthusiasten – entdeckt die besten Reisetipps für Japan – wir versprechen euch, dass ihr Japans Kultur, Architektur, Landschaften und das außergewöhnlich leckere Essen lieben werdet.

Inhalt

Tipps für die Planung eurer Reise nach Japan

Unsere Route durch Japan mit dem Mietwagen

Unsere schönsten Ziele in Japan

Tokyo
Nikko (UNESCO Weltkulturerbe)
Tomioka Silk Mill (UNESCO Weltkulturerbe)
Kamakura
Fujisan (UNESCO Weltkulturerbe)
Japanische Alpen / Shirakawago (UNESCO Weltkulturerbe)
Kanazawa
Uji (UNESCO Weltkulturerbe)
Kyoto (UNESCO Weltkulturerbe)
Nara (UNESCO Weltkulturerbe)
Horyuji (UNESCO Weltkulturerbe)
Koyasan (UNESCO Weltkulturerbe)
Himeji Castle (UNESCO Weltkulturerbe)
Kurashiki
Hiroshima (UENSCO Weltkulturerbe)
Miyajima / Itsukushima Shrine (UNESCO Weltkulturerbe)
Hagi (UNESCO Weltkulturerbe)
Iwami Ginzan (UNESCO WWeltkulturerbe)
Izumo
Osaka

Unsere Empfehlungen

Hotels in Japan
Lieblingsgerichte
Buchempfehlungen

Wie kommt man hin?

Das erste Mal besuchten wir Japan auf unserer Weltreise im Dezember 2016. Am 7. Dezember 2016 kamen wir in Tokio an – nach langer Zeit wieder auf der Nordhalbkugel der Erde. Ich habe gerade noch in Australien bei 35 Grad geschwitzt – jetzt friere ich in Japan bei minus 2 Grad Celsius und bei den ersten Schneeflocken, die wir einige Tage später in Nikko hatten. Von Cairns aus haben wir einen Jetstar Asia Flug nach Tokio genommen, der ungefähr acht Stunden dauerte.

Dies war unser erster Flug mit Jetstar Asia und wir können diese Billigfluggesellschaft wirklich empfehlen, da wir danach noch ein paarmal mit Jetstar geflogen sind. Unser Flug nach Tokio fand um den St. Nikolaus-Tag herum statt, was die Fluggesellschaft veranlasste, Nikolaus-Mützen zu verteilen …

Jetstar flght December cairns tokyo

Japan ist ein kultureller Schock nach den extrovertierten Lateinamerikanern und den sehr kommunikativen Neuseeländern und Australiern. Aus technologischer Sicht können wir viel lernen: heiße Kaffeedosen aus Verkaufsautomaten, beheizte Toiletten, einfaches System zur Auswahl der Gerichte ohne Sprachkenntnisse … und dies sind nur die Dinge, die wir in unseren ersten Tagen hier entdeckt haben.

Unsere Route durch Japan

Wir blieben 18 Tage in Japan und versuchten in diesem Zeitraum, endlich einige der kulturellen Höhepunkte zu sehen. Nikko war unser nördlichster Punkt und von dort aus fuhren wir in den Süden in der Hoffnung, dass es ein bisschen wärmer wird.

Unsere Erfahrung mit dem Selbstfahren in Japan

Für die Anmietung eines Autos zum Selbstfahren benötigten wir eine japanische Übersetzung unserer internationalen Führerscheine. Dies ist bei der Japan Automobile Federation (JAF) für rund 30 Euro pro Führerschein erhältlich. Dies dauert ungefähr einen Tag, plant also  genügend Zeit ein, bevor ihr das Auto abholt. Es ist nicht überraschend, dass Japan teuer ist. Aber wir waren erstaunt, als wir die für 150 km von Tokio nach Nikko ca. 40 Euro Autobahngebühr zahlen mussten. Basierend auf unserem Plan, mehr als 2.500 km zu fahren, wird dies eine enorme Summe ergeben.

Der Betrag, den wir für Maut und Parken ausgegeben haben, hat uns definitiv überrascht: rund 500 Euro für Maut und zusätzlich 150 Euro als Parkgebühr. Wir hatten mehrere Hotels ohne kostenlose Parkplätze. Das nächste Mal werden wir diese Option auf booking.com auch überprüfen. Dies ist insgesamt mehr als die Summe, die wir in Japan für unsere Mahlzeiten ausgegeben haben. Auch andere Länder hatten ein Mautsystem, aber dieser Betrag übersteigt alles, was wir bisher erlebt haben, z.B. in Chile haben wir für eine vergleichbare Anzahl von Kilometern nur 80 Euro bezahlt.

Wir haben ein typisch japanisches Auto als Mietwagen bekommen und es sieht aus wie ein Schuhkarton. Wir müssen jedoch zugeben, dass das Auto praktisch ist: In welchem anderen Auto kann man – abgesehen von unserem Wohnmobil – im Innenraum von vorne nach hinten laufen? Bei diesem Auto spielt es auch keine Rolle, dass die Höchstgeschwindigkeit auf der ziemlich leeren, aber dreispurigen AutobahnWir haben ein typisch japanisches Auto als Mietwagen und es sieht aus wie ein Schuhkarton.

Wir müssen jedoch zugeben, dass das Auto praktisch ist: In welchem anderen Auto kann man – trotz unseres Wohnmobils – im Auto von vorne nach hinten gehen? Bei diesem Auto spielt es auch keine Rolle, dass die Höchstgeschwindigkeit auf den ziemlich leeren, aber dreispurigen Autobahnen nur 80 bis 100 km beträgt.

Unsere Reiseerfahrungen und Reisetipps für Japan

Tokio

Wir haben unsere Tour durch Japan in Tokio begonnen. Obwohl unsere Reiseroute für die drei Tage vollgepackt ist, sind wir sicher, dass wir nicht alle interessanten Sehenswürdigkeiten dieser riesigen Metropole mit mehr als neun Millionen Einwohnern gesehen haben. Aber die U-Bahn ist sehr effizient und eine fantastische Möglichkeit, sich mit Zügen fortzubewegen, die alle drei bis fünf Minuten fahren, und es gibt viele verschiedene Linien. Wir waren überrascht, auf den Straßen der Stadt nicht so viele Menschen und Autos zu sehen, wie wir sie in einem so dicht besiedelten Gebiet erwartet haben. Aufregend ist auch die Mischung aus traditionellen Tempeln und schicken Wolkenkratzern.

Kyu-Shiba-rikyu Gärten in Tokio

Wir begannen unsere Erkundungstour durch Tokio mit einem typisch japanischen Garten. Der von uns Gewählte befindet sich in der Nähe des Hamamatsucho-Bahnhofs. In diesem kleinen schönen Garten könnt ihr euch in relativ kurzer Zeit ein Bild von einem typischen japanischen Landschaftsgarten machen, ein See mit Koi-Fischen eingeschlossen. Es ist ein großartiger Ort, um eine Pause von der umliegenden Metropole einzulegen. Dieser Garten ist einer der ältesten in Tokio. Von diesem Park aus könnt ihr auch einen der ersten Wolkenkratzer Tokios sehen – das World Trade Center.

Zojo-ji Tempel

Von den Kyu-Shiba-Rikyu-Gärten gingen wir weiter zum Shiba-Park mit dem Zojo-ji-Tempel. Der Tempel wurde 1393 gegründet und ist das Hauptquartier dieser buddhistischen Schule. Am Ende des Tempelbereichs seht ihr viele kleine Steinfiguren, die eine rote Strickmütze tragen. Diese sind für verstorbene frühkindliche Kinder. Nach japanischem Glauben ist Rot die Farbe, um Dämonen und Krankheiten auszutreiben. Die roten Mützen sollen den Kindern in ihrem Leben nach dem Tod helfen.

Tokyo Tower

Auf den Bildern aus dem Zojo-ji-Tempel habt ihr vielleicht bereits den Tokioter Turm mit seinen roten und weißen Streifen gesehen, der wie eine Kopie des Eiffelturms in Paris aussieht. Wenn jedoch in Japan etwas kopiert wird, muss es besser sein als das Original. Daher ist der Tokyo Tower mit seinen 333 Metern rund 13 Meter höher als das Original, hat aber nur die Hälfte des Gewichts. Der Turm wurde 1958 fertiggestellt.

Wir sind mit dem Aufzug zur 150 Meter hohen Aussichtsplattform gefahren und haben die unglaubliche Aussicht auf Tokio genossen. Es gibt sogar ein Besucherdeck in 250 Metern Höhe, die Aussicht auf dem 150-Meter-Deck soll jedoch besser sein.

Shinjuku Distrikt

Dieses Viertel vereint viele Dinge, die einem in den Sinn kommen, wenn man an Tokio denkt: gehobene Kaufhäuser, Menschenmassen, Videobildschirme auf den Straßen, erstaunliche Wolkenkratzer mit versteckten Schreinen dazwischen. Der Bahnhof wird täglich von 2-3 Millionen Pendlern genutzt und ist damit einer der belebtesten der Welt. Tokios Stadtregierung ist 1991 ebenfalls in dieses Gebiet gezogen. In diesem Bezirk sind einige wirklich fotogene Türme zu sehen, wie der Mode Gakuen Cocoon Tower.

47 Ronins of Ako oder Ako Gishi / Sengaku-ji

Die Gräber von 47 Samurais befinden sich im Tempel Sengaku-ji. Diese Grabstelle ist mehr als 300 Jahre alt.

Shibuya Kreuzung and -bereich

Diese Kreuzung mit riesigen Videobildschirmen ist ein fantastisches Spektakel  … Um die Kreuzung herum sind zahlreiche Leuchtreklamen und Videobildschirme in nahezu unzähliger Anzahl zu sehen. Unglaublich auch die Anzahl der Menschen, die hier jede Sekunde die Straße überqueren.

Happo-en Garten

Ein weiterer traditioneller Garten, den wir in Tokio empfehlen, ist Happo-en. Auf dem gepflegten Gelände befinden sich jahrhundertealte Bonsai-Bäume, ein Koiteich sowie Kirschbäume und Herbstlaub, die saisonal zu den besten Ansichten der Stadt zählen.

Edo Castle / Kaiserpalast von Tokio

Leider waren wir zu spät und konnten den Kaiserpalast von Tokio nicht von innen besuchen. Früher war dieses Schloss das größte der Welt, obwohl außer dem Wassergraben und den Mauern nur wenige Überreste davon übrig sind. Im Garten könnt ihr die massiven Steine sehen, aus denen die Burgmauern gebaut wurden, und ihr könnt sogar auf die Ruinen klettern. Der Kaiserpalast ist von einem Wassergraben umgeben. Mehrere Brücken und ein Tor ermöglichen den Zugang zum Gelände.

Senso-ji in Asakusa

Senso-ji im Distrikt Asakusa ist einer der wichtigsten und ältesten Tempel in Tokio. Der Eingang zum Tempel erfolgt über das Kaminari-mon (Donnertor), das euch direkt zur Einkaufsstraße bringt. Wenn ihr die Straße passiert, erreicht ihr die fünfstöckige Pagode und den Tempel mit dem Waschbecken davor.

National Museum (UNESCO Weltkulturerbe)

Das Nationalmuseum im Bezirk Ueno besteht aus mehreren separaten Gebäuden. Wir besuchten die Hauptgalerie (Honkan) mit einer alten Keramik, einer religiösen Skulptur, Samuraischwertern, Kimonos und vielem mehr. Eines der Gebäude ist als Teil des Ensembles der architektonischen Arbeit von Le Corbusier, das einen herausragenden Beitrag zur modernen Bewegung leistet, als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen.

Jyo Myo In und Daienji Tempel in Yanaka

Der letzte Tempel, den wir euch empfehlen möchten, ist der Jyo myo In Tempel in Yanaka. Dieser Tempel enthält mehr als 84.000 Jizo-Steinfiguren.

Von dort ist es nur ein kurzer Spaziergang zum Daienji-Tempel. Sie wollten gerade schließen, als wir ankamen, aber auch das Äußere war sehr schön gebaut.

Nikko (UNESCO Weltkulturerbe)

Tempel und Schreine in Nikko stammen aus dem 17. Jahrhundert und es wird gesagt, dass man nicht „wunderschön“ sagen sollte, bevor man Nikko sieht. Wir können bestätigen, dass dies wahr ist, und können uns keine beeindruckenderen Tempel vorstellen. Die Tempel und Schreine von Nikko (Tosho-gu) sind aufgrund ihrer architektonischen und dekorativen Meisterwerke in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes eingetragen. Links zum Eingang seht ihr die berühmten Affen „Höre nichts Böses, sieh nichts Böses, sprich nichts Böses“, welche die drei Prinzipien des Tendai-Buddhismus demonstrieren.

Traditionelles Gästehaus in Nikko (Ryokan)

Wir wollten auch die traditionelle Gästehäuser ausprobieren. Zum ersten Mal haben wir eines in Nikko ausgewählt. Ryokans sind heutzutage berühmt für leckeres Essen, gepflegte japanische Gärten, Onsenbad und Höflichkeitsservice. Obwohl die Zimmer auf den ersten Blick sehr schlicht sind und Strohmatten über dem Boden liegen, kompensieren flache Tische mit Sitzkissen, das private Onsen und das authentische Essen alles.

Tomioka Seidenmühle (UNESCO-Weltkulturerbe)

Auf dem Weg zum heiligen Berg Fujisan besuchten wir eine Seidenmühle aus dem Jahr 1872 – damals begann Japan mit einer Modernisierung des Landes. Für die Errichtung der Seidenmühle Tomioka beschäftigte die japanische Regierung technische Berater aus Frankreich. Die Rekrutierung lokaler Arbeiter war jedoch zu Beginn nicht erfolgreich, da gemunkelt worden war, dass die Franzosen Blut trinken würden.

Die Japaner haben gesehen, wie die Franzosen Rotwein tranken, und sie hatten dies für Blut gehalten. Sogar die Regierung bestritt dieses Gerücht und betonte die Bedeutung der Mühle. Dadurch verzögerte sich die Inbetriebnahme der Mühle um drei Monate.

Die Tomioka-Mühle wurde 115 Jahre lang genutzt und spielte für Japan eine wichtige Rolle bei der Herstellung hochwertiger Rohseide. In einigen Läden neben der Mühle verkaufen sie eine Art dicke Sahne, die wir später als Seideneiscreme identifiziert haben.

 

Kamakura

Nach der Seidenmühle haben wir einen Zwischenstopp in Kamakura gemacht. Dies war eher nur zum Schlafen geplant, aber wir fanden den Tsurugaoka Hachiman-gu-Schrein, der in der Nacht beleuchtet wurde. Es war bereits geschlossen, aber wir haben die Gelegenheit für einen kurzen Spaziergang durch die Gegend genutzt.

Fujisan (UNESCO-Weltkulturerbe)

Japans höchster Berg ist mit rund 3.700 m Fujisan. Aufgrund seines symmetrischen Kegels ist Fujisan der Berg, der in der japanischen Literatur am häufigsten erwähnt wird, und gleichzeitig ist es ein heiliger Berg, der im Buddhismus eine wichtige Rolle spielt. Leider hatten wir kein Glück mit dem Wetter und konnten den Berg nicht sehen – außer auf Ansichtskarten.

Die ersten 1.500 Meter sind mit dem Auto generell befahrbar. Wir erhielten die erforderlichen Informationen für die Auffahrt vom Besucherinformationszentrum, bezahlten den Eintritt und fingen an, den Berg hinaufzufahren. An der ersten von fünf Stationen wurden wir vom Sicherheitsdienst angehalten, da die Straße wegen der Wetterbedingungen gesperrt war. Zumindest ein Stück der Straße war mit einem Asphalt gepflastert, der beim Fahren eine schöne Musik erzeugte.

Japanische Alpen / Shirakawago (UNESCO-Weltkultuerebe)

Wir setzten unsere Reise nach Shirakawago in die japanischen Alpen fort. Dies ist einer der schneereichsten Orte in Japan mit bis zu 10 Metern Schnee pro Jahr. Daher haben die Häuser spezielle Dächer: spitze und dick mit Stroh gedeckte Dächer. Diese Konstruktion lässt Regen und Schnee direkt abfallen und verhindert, dass das Wasser in das Haus gelangt. Die Häuser sehen ein bisschen aus wie Häuser im Schwarzwald.

Kanazawa / Kanazawa Schlosspark

Die Stadt Kanazawa wurde im späten 16. Jahrhundert hauptsächlich von einer Familie gegründet. Diese investierte in den Bau einer Festung (um die Unabhängigkeit vom ehemaligen Edo-Regime zu gewährleisten) und eines riesigen japanischen Gartens. Hauptteile der Festung wurden bis 1990 wieder aufgebaut. Der Garten heißt Kenroku-en, das bedeutet, dass sechs wichtige Eigenschaften eines Gartens erfüllt sind: Wasser, Ausblick, Reichweite, Sicherheitsgefühl, Unverletzlichkeit, Anordnung.

Aber alles in diesem Garten ist künstlich und basiert auf einer genauen Planung – sogar das Wasser fließt durch 10 km lange Pipelines. Es ist jedoch ein sehr gemütlicher Park, in dem wir einen sehr freundlichen Park Ranger getroffen haben, der einen Origami-Papierkran für uns geschaffen hat.

 

In Kaga übernachteten wir wieder in einem traditionellen Gästehaus (Ryokan). Diesmal war es ein größeres mit einem Unterhaltungsprogramm am Abend.

Uji (UNESCO-Weltkulturerbe zusammen mit Kyoto)

Uji ist eine kleine Stadt im Süden von Kyoto und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe von Kyoto. Byodo-in ist ein buddhistischer Tempel, der 1052 aus einer umgebauten Villa entstand. Das einzige verbleibende Gebäude ist die Phoenix-Halle. Der Phönix war in China ein beliebter mythischer Vogel und wurde von den Japanern als Beschützer Buddhas verehrt.

Kyoto (UNESCO-Weltkulturerbe)

Kyoto wird uns immer als farbenfrohe Tempelstadt in Erinnerung bleiben. Mit mehr als 2.000 religiösen Stätten ist Kyoto eine stolze Kulturstadt. Kyoto war nach Nara die zweite ständige Hauptstadt Japans und die 1000-jährige kaiserliche Stadt hat das kulturelle Erbe in Massen hinterlassen.

18 Stätten in und um Kyoto sind als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt, darunter viele Schreine und Tempel sowie die Burg von Kyoto. Die riesigen Tempel haben viele Holzschnitzereien. Die roten und orangefarbenen Tempel scheinen in der Sonne und der goldene Tempel ist vollständig mit Blattgold bedeckt. Beeindruckende Tempel!

Wir waren im Dezember 2016 zum ersten Mal in Japan. Die Weihnachtsbeleuchtung in Kyoto war wirklich beeindruckend und wir haben die beleuchtete Straße ein paar Mal genutzt 😉

 

Kyoto – die Stadt der Schreine und Tempel – ist wie Japan in Perfektion und daher ein obligatorisches Ziel auf eurer Reiseroute. Wir haben insgesamt drei Tage in Kyoto verbracht und möchten noch länger bleiben, um die ganze Stadt zu erkunden. Die Anzahl der Sehenswürdigkeiten ist unglaublich, deshalb werden wir die schönsten präsentieren, die wir besucht haben.

Kiyomizu-dera Tempel

Wir haben am Morgen mit einem Spaziergang den Hügel hinauf zum Kiyomizu-dera-Tempel begonnen. Von dort genießt man einen guten Blick über Kyoto. Wie andere Tempel besteht auch dieser aus mehreren Gebäuden.

Kinkaku-ji – der goldene Tempel

Dieser Tempel könnte der beliebteste in Kyoto sein. Die oberen Ebenen sind mit Blattgold bedeckt. Der Anblick des Tempels, der sich im Teich spiegelt ist einfach wunderschön. Ein Spaziergang durch den Garten ist die einzige Möglichkeit, den Tempel zu besuchen.

Ryoan-ji Tempel

Ein schöner und ziemlich leerer Zen-Tempel ist Ryoan-ji. Die langen Gänge mit den typisch japanischen Fenstern und die Gärten eignen sich sehr gut zum Fotografieren.

Ninna-ji

Nur einen kurzen Spaziergang von Ryoan-ji entfernt könnt ihr den Ninna-ji-Tempel mit einer wunderschönen fünfstöckigen Pagode besuchen. Die Pagode zusammen mit dem großen Tor Nio-mon und der Haupthalle Kondo Ninna-ji gilt als Staatsschatz.

Higashi-Hongan-ji

In der Nähe des Hauptbahnhofs von Kyoto liegt dieser Jodo-Shinshu-Tempel, der zu Beginn des 13. Jahrhunderts gegründet wurde. Die Haupt- und Gründerhalle gehört zu den größten Holzgebäuden der Welt.

Nishi-Hongwan-ji

Dieser Tempel kann zusammen mit dem zuvor erwähnten Higashi-Hongan-ji besichtigt werden, da er an einen nahe gelegenen Ort verlegt wurde. Die Tempelhallen und Tore sind mit kunstvollen Schnitzereien verziert.

Zu guter Letzt: Chikurin-no Komichi

Dies ist kein Tempel, sondern ein schöner Bambushain (Pfad aus Bambus). Wirklich beeindruckend zu sehen, wie dieser Hartholzbambus wächst.

Nara (UNESCO-Weltkulturerbe)

Nara war die erste permanente Hauptstadt Japans mit mehreren UNESCO-Welterbestätten. Das Herzstück des alten Nara ist definitiv der Große Buddha, der in Todai-ji untergebracht ist. Aber ihr dürft den Wildpark nicht aus Ihrer Reiseroute herauslassen, wenn ihr Nara besucht. Nara kann mit der Expressbahn als Tagesausflug von Kyoto aus besucht werden.

Nara Park

Ein besonderes Erlebnis auf unserer Reise war die Begegnung mit Tieren, die wir bisher nur aus dem Zoo kannten. In Nara besuchten wir den Nara-Park voller Hirsche ohne Zäune. Die Hirsche sind an Menschen gewöhnt. Wenn jemand die angebotenen speziellen Hirschkekse kauft, rennt ein Hirsch auf den Keksbesitzer zu. Aber Selfies ohne Kekse scheinen nicht ihr Favorit zu sein … In dieser Gegend leben ungefähr 1.200 Hirsche. Die Hirsche galten in vorbuddhistischer Zeit als Botschafter der Götter und genießen daher den Status nationaler Schätze.

Todai-ji

Die Hirsche leben um den Tempel von Todai-ji. Der Tempel selbst ist das größte Holzgebäude der Welt. Dieser riesige Tempel beherbergt die 16,2 Meter hohe Statue des Großen Buddha (Daibutsu). Die Buddha-Statue ist eine der größten Bronzefiguren der Welt und wurde ursprünglich im Jahr 746 gegossen. Die heutige Statue mit ihren 15 Metern besteht aus 437 Bronzetönen und 130 kg Gold. Rund um den Haupttempelsaal befinden sich mehrere Hallen.

Horyuji (UNESCO-Weltkulturerbe)

In der Gegend von Horyuji gibt es 48 weitere buddhistische Gebäude, von denen einige aus dem späten 7. oder frühen 8. Jahrhundert stammen. Damit gehören sie zu den ältesten erhaltenen Holzgebäuden der Welt. Es ist daher der älteste Tempel in Japan und ein Aufbewahrungsort für einige der seltensten Schätze des Landes. Dieses Gebiet befindet sich immer noch in der Präfektur Nara und kann von Nara aus an einem einzigen Tag besichtigt werden. Aber wir finden die Ticketgebühr für diesen Tempel als sehr hoch. Damit sich der Eintritt wirklich lohnt, sollte man lieber einen halben Tag einplanen.

Koyasan (UNESCO-Weltkulturerbe zusammen mit der Halbinsel Kii)

Zurück in Japans Bergen besuchten wir auf rund 900 Metern Koyasan, einen der berühmtesten Pilgerorte. Ein Viertel der Einwohner von Koyasan sind Mönche. Der älteste Tempel stammt aus dem Jahr 816 und auf dem Friedhof neben dem Gebiet mit 120 Häusern, Schreinen und Tempeln befinden sich mehrere hunderttausend Gräber. Einige Tempel mussten wegen Brandes bereits fünfmal wieder aufgebaut werden. Koyasan beeindruckt durch die natürliche Umgebung und den riesigen Friedhof (Oku-no-in).

Friedhof von Koyasan

Heiliger Bezirk von Koyasan

Niutsuhime Schrein und Jison-in Tempel (UNESCO-Weltkulturerbe)

Der Niutsuhime-Schrein gehört zum Ensemble des UNESCO-Weltkulturerbes Koyasan & Kii und zum Pilgerweg. Wenn ihr vom Jison-in-Tempel die Treppe hinaufsteigt, könnt ihr den Schrein erreichen, der als Beginn des Pilgerweges gilt.

Himeji Burg/ Himeji-jo (UNESCO-Weltkulturerbe)

Das bedeutendste Holzgebäude in Japan ist die Burg Himeji. Die erste Festung wurde 1333 an dieser Stelle errichtet und im Laufe der Jahrhunderte von verschiedenen Clans, die über diese Region herrschten, schrittweise erweitert. Dieser heutige Schlosskomplex ist über 400 Jahre alt und wurde 1609 fertiggestellt.

Er besteht aus über achtzig Gebäuden, die sich über ein weites Gebiet erstrecken und durch eine Reihe von Toren und Wegen verbunden sind. Das Hauptgebäude ist 92 Meter hoch und einer der Gründe, warum dieses Schloss atemberaubend schön ist, ist das Dach, das abwechselnd mit flachen und runden Ziegeln mit Wappen der herrschenden Familien bedeckt ist.

Die Burg Himeji gilt als UNESCO-Weltkulturerbe, da sie das schönste erhaltene Beispiel japanischer Burgarchitektur aus dem frühen 17. Jahrhundert ist. Es ist möglich, diese Burg als Tagesausflug von Nara, Kyoto oder Osaka aus zu besuchen, oder, wie wir es gemacht haben, als Zwischenstopp auf unserer Route nach Hiroshima.

 

Kurashiki

Von Himeji bis zu unserem nächsten Ziel Hiroshima verbrachten wir eine Nacht in Kurashiki. Kurashiki überraschte uns mit einer malerischen Gegend mit alten historischen Gebäuden und den Weiden entlang des Kanals. In den Lagern wurden Reis und später Textilien gelagert.

Hiroshima (UNESCO-Weltkulturerbe)

Hiroshima ist am besten bekannt als die erste Stadt in der Geschichte, die von einer Atomwaffe getroffen wurde, am 6. August 1945 um 8:15 Uhr wurde eine Atombombe abgeworfen.

Genbaku Dome

Das Museum zeigt Kleidung und persönliche Gegenstände wie Kinderfahrräder und Uhren nach der Bombenexplosion. Unvorstellbar ist die Hitze der Explosion, so dass auch Glas und Steine schmolzen. Ungefähr 80% der Gebäude in der Stadt wurden zerstört, einschließlich Hiroshimas Burg und Tempel. Der Hiroshima Peace Memorial Park befindet sich im Stadtzentrum. Auf der anderen Seite befindet sich das ehemalige Gebäude der Industrieförderung der Präfektur Hiroshima. Dies heißt jetzt Hiroshima Peace Memorial (Genbaku Dome) und war das einzige Gebäude, das im Hypozentrum der Atombombe übrig geblieben ist.

Hiroshima Schloss

Das Schloss wurde bis 1958 wieder als Nachbau des Originals erbaut und dient heute als Museum. Es ist vom Hannover Garten umgeben, der – aufgrund der Stadtpartnerschaft mit dem deutschen Hannover – angelegt wurde.

Miyajima / Itsukushima Schrein (UNESCO-Weltkulturerbe)

Das wohl berühmteste Bild aus Japan ist das rote Tor, das im Meer vor einem Schrein und den Bergen im Hintergrund steht. Daher ist es einer der meistbesuchten Touristenorte Japans. Dieser Shinto Itsukushima Schrein ist als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. Das Tor ist ungefähr 16 Meter hoch und das Dach ist 25 Meter breit, so dass wir das Tor bereits vom Boot aus gesehen haben.

Dies ist Teil der Insel Miyajima in der Nähe von Hiroshima. Der Itsukushima-Schrein ist den Göttinnen des Meeres, der Verkehrssicherheit, des Vermögens und der Leistung gewidmet. Er wurde 593 erbaut und 1168 in die heutige Struktur umgebaut. Er umfasst den Hauptschrein, eine Theaterbühne, Musikräume und -hallen sowie andere Schreine. Alle Zimmer sind durch hölzerne und überdachte Korridore von ca. 300 m Länge verbunden, wodurch unser Besuch trotz lang anhaltenden Regenschauern ermöglicht wurde. Das Ziel der Farbe ist es, böse Geister vom Schrein fernzuhalten. Während der Flut scheint der Schrein zu schweben.

 

Hagi (UNESCO-Weltkulturerbe)

Denkmäler aus der Ära des Übergangs vom traditionellen Japan in ein modernes und industrialisiertes Japan sind im ganzen Land verbreitet. Wir haben Teile eines Schmelzofens für Eisen und einen alten Hafen gefunden, in dem in Hagi im Süden der Hauptinsel, Schiffe im westlichen Stil gebaut wurden. Hagi ist Teil der UNESCO-Stätten der japanischen Meiji-Industrierevolution: Eisen und Stahl, Schiffbau und Kohlebergbau.

Iwami Ginzan (UNESCO-Weltkulturerbe)

Die Iwami Ginzan Silbermine im Südwesten der Insel Honshu ist eine Gebirgsgruppe, die sich bis auf 600 m erhebt und von tiefen Flusstälern durchsetzt ist, in denen die archäologischen Überreste von Großminen, Schmelz- und Raffineriestandorten sowie Bergbausiedlungen liegen, welche zwischen dem 16. Jahrhundert und 20. Jahrhundert betrieben wurden. Im 17. Jahrhundert war es die wichtigste Silbermine in Japan, die jedes Jahr rund ein Drittel des weltweiten Silbers produzierte.

Auf dem Gelände befinden sich auch Wege für den Transport von Silbererz an die Küste sowie in die Hafenstädte, von denen aus es nach Korea und China verschifft wurde. Der Standort erstreckt sich über ein Tal mit einem rd. 2 km langen Wanderweg zu den Minenschächten, Tempeln, historischen Residenzen und Ruinen. Am anderen Ende könnt ihr durch den Ryugenji Mabu Schacht gehen. Dieser Schacht wurde vergrößert, um den Touristen den Durchgang zu ermöglichen.

In diesem Bereich fanden wir lustige Toilettenschilder:

Izumo

Nur wenige Kilometer von Iwami Ginzan entfernt befindet sich der große Izumo Taisha-Schrein. Dies ist einer der wichtigsten Schreine Japans, da der Schrein auch viel von der japanischen Geschichte erzählt. Über dem Eingang zu den Hauptgebäuden hängen gedrehte Strohseile. Diejenigen, die eine Münze werfen, die darin liegen bleibt, sollen mit Glück gesegnet sein.

Osaka

Unseren letzten Tag in Japan haben wir in Osaka verbracht, einer großen Handelsstadt aufgrund ihrer Industrie und ihres Hafens. Osaka hat viele Flüsse und Kanäle und ist daher auch als „Venedig des Ostens“ und „Stadt der 808 Brücken“ bekannt. Gegenüber den riesigen Wolkenkratzern, wie dem blauen Kristallturm, befindet sich auf einem Hügel eine riesige japanische Burg. Die Burg von Osaka stammt ursprünglich aus dem Ende des 16. Jahrhunderts, wurde jedoch wie andere kulturelle Gebäude in Japan mehrmals zerstört, so dass die heutige Burg aus dem 20. Jahrhundert stammt. Leider hatten wir nur einen halben Tag in Osaka, werden aber das nächste Mal länger in Osaka bleiben.

Unsere Lieblingsgerichte in Japan

Gerichte bestellen ohne Japanisch zu sprechen

Trotz der Sprachbarriere ist es einfach, zum Mittagessen auszugehen, da viele Restaurants Plastikmodelle ihrer Gerichte vorhalten und man über einen Automaten bestellen und bezahlen kann. Das Ticket übergibt man einfach der Kellnerin. Wir haben nicht einmal länger als fünf Minuten gewartet, bis das Mittagessen serviert wurde.

Wir haben die Ursprünge dieser gefälschten Lebensmittel gefunden – es gibt Geschäfte, die nur diese Plastikmodelle für Lebensmittel / Mahlzeiten verkaufen !!!! Dort findet ihr alles von einzelnem Sushi über komplette japanische Gerichte, italienische Nudelgerichte, Eis bis hin zu Gläsern Bier. Unglaublich, das zu sehen.

100 Yen Verkaufsautomat für kalte und warme Getränke

Neben den üblichen kalten Getränken aus Verkaufsautomaten genießen wir die heißen Kaffeedosen aus diesen Automaten. Dies war einer meiner persönlichen Favoriten in Japan und ich dachte immer, wie hilfreich dies an Bahnhöfen sein würde, zumindest in Deutschland, wenn ich im Winter friere.

Saskia Hohe's most favorite in Japan - hot coffee and tea from a vending machine for 100 Yen

Japanisches Frühstück

Das japanische Frühstück mit Miso-Suppe, viel Knoblauch und gegrilltem Fisch ist für mich allerdings etwas verrückt ….

Saskia Hohe’s breakfast in Japan

Shabu Shabu

Shabu-Shabu ist eine köstliche Art von Fondue, aber mit zwei verschiedenen Suppen, sehr dünn geschnittenem Fleisch (1,4 mm) und viel Gemüse.

Okonomiyaki

Japanische Pizza ist eine Spezialität in Hiroshima und Osaka und besteht aus geschichteten Nudeln, Kohl und Schweinefleisch, die auf einem heißen Stein zubereitet werden.

Ramen

Während unserer Route durch Japan hatten wir verschiedene traditionelle japanische Ramen zum Mittagessen – und wir wurden nie enttäuscht.

Samurai-Acht-Gänge-Menü an Heiligabend

Zurück in Kyoto genossen wir zu Weihnachten ein Samurai-Acht-Gänge-Menü mit typischen Samurai-Gerichten. Es enthielt japanische Sojabohnen, Gurken, rohen Fisch, gebratenen Tofu, Rindfleisch, Schweinebauch und Tiramisu mit grünem Tee – alles, was Kraft gibt und ein langes Leben ermöglicht.


Schlussbemerkung zu Japan

Unsere 18 Tage in Japan sind bereits vorbei, aber wir haben jeden Tag in diesem schönen und sehr sauberen Land genossen, auch wenn einige Tage regnerisch waren und wir Schneefälle in den Bergen hatten. Das kulturelle Erbe ist unglaublich groß und unglaublich bunt. Obwohl die Tage aufgrund der Winterzeit, der Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Straßen und in den überfüllten Städten recht kurz waren, haben wir auf einer Strecke von rund 3.200 km viele Sehenswürdigkeiten gesehen.

Die Mehrheit der Menschen, die wir getroffen haben, sprach zumindest ein bisschen Englisch und viele von ihnen konnten auch einige Wörter auf Deutsch sprechen, was uns überraschte. Japan war das letzte Land mit einem Mietwagen. In den anderen südostasiatischen Ländern ist es für Ausländer nicht möglich, ein Auto zu mieten. Dies bedeutet, dass wir unser Gepäck von rund 35 Kilo reduzieren müssen, damit wir mit all unserem Zeug leichter herumlaufen und mit dem Bus reisen können.

Es scheint, dass die japanische Sprache für uns genauso unbekannt klingt wie Spanisch am Anfang in Lateinamerika. Ansonsten können wir uns nicht erklären, warum wir immer auf Spanisch antworten, wenn die Japaner uns etwas fragen oder erklären.

Unsere Hotelempfehlungen für die besuchten Städte

Tokio Sheraton Hotel Tokyo

Moxy Tokyo by Sheraton

Ito Ryokan

Nikko Rindou No le
Fujisawa Sotetsu Fresa Inn Fujisawaeki Minamiguchi
Hamamatsu Comfort Hotel Hamamatsu
Kaga  Rurikoh – traditional Ryokan
Kyoto  OYO 633 MUSUBI KYOTO Kiyomizu Gojo
Wakayama  Comfort Hotel Wakayama
Toyonaka / Osaka  Hotel Fine Garden Toyonaka Osaka International Airport/a>
Kurashiki  Kurashiki Guesthouse Kakure-Yado Yuji-inn
Hiroshima  Chisun Hotel Hiroshima
Hagi Ruco
Yonago  Super Hotel Yonago Ekimae

 

Unsere Buchempfehlungen

Reiseführer

Lonely Planet Japan ist euer Reisepass für die relevantesten und aktuellsten Ratschläge, was ihr ansehen oder überspringen solltet und welche versteckten Entdeckungen euch erwarten.
Lonely Planet’s Best of Tokyo ist euer Reisepass für die relevantesten und aktuellsten Ratschläge, was ihr sehen oder überspringen solltet und welche versteckten Entdeckungen euch erwarten. Probiert das beste Sushi oder die befriedigendste Schüssel Nudeln, die ihr jemals probieren werdet, erkundet das Neon-Nachtleben von Shinjuku und genießt die beste Aussicht auf den Berg Fuji.

Romane

Reise unter der Mitternachtssonne: Stark, faszinierend und stilvoll. Reise unter der Mitternachtssonne ist ein episches Mysterium des japanischen Bestsellers The Devotion of Suspect X.
Convenience Store Woman, das englischsprachige Debüt einer aufregenden jungen Stimme in der internationalen Belletristik, die allein in Japan 660.000 Exemplare verkauft, ist eine bezaubernde Darstellung des zeitgenössischen Japan mit den Augen einer einzelnen Frau, die nur zu gut in die Starrheit seiner Arbeitskultur passt.
Die Pistole – Die Entdeckung und eventuelle Besessenheit eines Studenten in Tokio, mit einer gestohlenen Pistole wird etwas Dunkles in ihm geweckt.
Yakuza Moon: Erinnerungen an die Tochter eines Gangsters – Shoko Tendo wurde als Sohn einer reichen und mächtigen Yakuza-Chefin geboren und lebte die ersten Jahre ihres Lebens in Luxus. Als sie sechs Jahre alt war, änderte sich jedoch alles: Ihr Vater wurde eingesperrt und die Familie verschuldete sich. Tendo wurde von ihren Klassenkameraden wegen der Aktivitäten ihres Vaters gemobbt und zu Hause von ihrem Vater terrorisiert. Als Teenager wurde sie drogenabhängig und Mitglied einer Mädchenbande.

Reisebericht & Sachbücher

14 Tage in Japan: Der ultimative Japan-Reiseführer für Anfänger mit Touren, Essen, japanischer Kultur und Geschichte – Denkt ihr darüber nach, nach Japan zu reisen? Entdeckt Japan durch diesen einfach zu befolgenden Reiseführer, der auf Erstreisende zugeschnitten ist!
Cooler Japan-Guide: Spaß im Land von Manga, Lucky Cats und Ramen – Reisen nach Japan war noch nie so lustig – besucht das Land von Anime, Manga, Cosplay, heißen Quellen und Sushi!sushi!
Kultur klug! Japan wird euch durch das sich wandelnde soziale und kulturelle Labyrinth des modernen Japan führen. Es bietet wertvolle Einblicke in die Einstellungen und das Verhalten der Menschen sowie praktische Tipps, um euren Besuch in dieser komplexen, reichen und dynamischen Gesellschaft zu einer für beide Seiten lohnenden Erfahrung zu machen.

Kochbücher

Ramen – Von den Gästen der Backstreet Tokyo bis zu den angesagtesten Einrichtungen in LA finden Sie in den schicken, entspannten Ramen-Bars des Londoner Stadtteils Soho die komplexesten Geschmackskombinationen in einer einzigen Schüssel. Dieses Kochbuch enthält 50 köstliche Rezepte, von hausgemachter Brühe und Nudeln bis hin zu ergänzenden Gerichten und Beilagen. Es bringt euch über eure eigene Küche in die pulsierenden Straßen Japans.
Jetzt wurde Itohs Fachwissen zum ersten Mal in Buchform verpackt. Das Just Bento-Kochbuch enthält 25 attraktive Bento-Menüs und mehr als 150 Rezepte, die alle speziell für dieses Buch erstellt wurden und in zwei Hauptabschnitte unterteilt sind: Japanisch und Nicht-Japanisch.
Japan: Das Kochbuch enthält mehr als 400 üppige Rezepte der renommierten Food-Autorin Nancy Singleton Hachisu. Die ikonischen und regionalen Traditionen Japans sind nach Kursen gegliedert und enthalten neben den Rezepten auch aufschlussreiche Notizen. Die Gerichte – Suppen, Nudeln, Reis, Gurken, Eintöpfe, Süßigkeiten und Gemüse – sind einfach und elegant.

 

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Reisetipps für Australien

Reisetipps für Australien

Wie wir nach Australien kamen (auf unserer Weltreise)

Die Zeit vergeht wie im Flug und wir sind bereits in unserem Land Nummer sieben – Australien – auf unserer Weltreise angekommen. Wir haben einen Jetstar Asia Flug von Christchurch nach Melbourne genommen, einen vierstündigen Direktflug. Jetzt bleiben wir vier Wochen in Australien. Dies wird jedoch nicht ausreichen, um die Hauptaktivitäten dieses riesigen Landes zu sehen. Wir waren vom 8. November bis zum 7. Dezember 2016 in Australien. Lest weiter und entdeckt die Top-Reisetipps für Australien – noch einmal – mit einem Wohnmobil.

Weihnachtszeit

Immer in der Vorweihnachtszeit hat meine Oma die allerbesten Lebkuchen gebacken. Leider haben wir in Neuseeland keine Lebkuchen gefunden, aber in Australien gab es immerhin einen ALDI, in dem wir deutsche Lebkuchen kaufen konnten. Natürlich waren die Lebkuchen nicht so gut wie zu Hause, aber ehrlich gesagt überkam uns ein wenig Heimweh beim Betreten des ALDI und beim Kauf von Lebkuchen. Der Markt war relativ identisch aufgebaut und es gab sogar Produkte mit deutscher Beschriftung. Denke, die Australier dachten, wir sind bescheuert, wie wir da durch den ALDI-Markt gelaufen sind und alles angefasst haben.

Verrückt aus unserer Sicht sind die Weihnachtslieder, die in der Innenstadt bei etwa 30 Grad gespielt werden, und der Weihnachtsmann, den wir am Strand gesehen haben. Ehrlicherweise schmecken Lebkuchen bei weiten nicht so gut, wie in einem kalten Winter zuhause… Auch wenn die Schokolade in der Hand schmilzt, mochte bei uns nicht so richtig Weihnachtsstimmung aufkommen.

Christmas at Sydney Australia - Australia Travel Tips

Unsere Route durch Australien

Wir starteten in Melbourne und reisten dann von Süden entlang der Ostküste in den Norden nach Cairns mit einigen Abstechern in das australische Outback. Erstaunlich, dass diese Entfernung tatsächlich größer ist als die Entfernung zwischen Griechenland und Dänemark!! Trotz dieser großen Distanz, die wir in den drei Wochen in Australien zurückgelegt haben, haben wir nur einen kleinen Teil Australiens gesehen.

Unsere Erfahrung mit dem Wohnmobil durch Australien

Reserviert zum frühestmöglichen Zeitpunkt

Tatsächlich waren wir wohl ziemlich spät dran (ca. 8 Wochen im Voraus), ein Wohnmobil für Australien zu buchen, also haben wir nur ein Älteres bekommen, und kleiner als der Sprinter-Van, den wir gerade noch in Neuseeland hatten. Gleich nach dem Abholen in der Vermietstation haben wir beim Kochen festgestellt, dass im Fahrzeug frisches Wasser fehlte. Als wir zur Vermietungsfirma zurückkehrten, füllten sie tatsächlich den Tank mit Frischwasser auf und entschuldigten sich für das Vergessen.

Als ich später duschen wollte, war der Wassertank schon wieder leer. Also hieß es für uns zurück zur Vermietstation und erklären, dass es wohl ein Leck im Frischwassertank gibt. Diese waren leider sehr ungläubig und füllten einfach den Frischwassertank wieder auf. Jedoch machten wir dann eine Runde um die Vermietstation und wir hinterließen einiges an Pfützen hinter uns. Unglücklicherweise mussten wir leider deswegen einen ganzen Tag in der Werkstatt zubringen, um das Leck im Frischwassertank zu beheben. Am nächsten Morgen dann die nächste Überraschung: Wasserpumpe ging nun gar nicht mehr… Na, das wird ja in den nächsten vier Wochen viel Spaß mit diesem Auto bedeuten.

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Daher ist einer unserer ultimativen Reisetipps für Australien: Bucht euer Wohnmobil so früh wie möglich!!

Tierwelt auf den Straßen

Als wir eines Abends fuhren, dachten wir, aufgrund des Geräusches auf den Windschutzscheiben, es würde regnen. Wir wunderten uns jedoch, dass die Windschutzscheibe und die Straßen nicht nass wurden. Am nächsten Morgen sahen wir die wahre Ursache dieser Geräusche: eine Vielzahl der Mücken auf unserem Wohnmobil.

Auf dem Weg zu einem Campingplatz für die erste Nacht in Australien haben wir unsere ersten Kängurus außerhalb eines Zoos gesehen:

Kangaroos wildlife street Australia

Ultimative Reisetipps für Australien

Melbourne

Melbourne ist eine Kombination aus neueren Wolkenkratzern und älteren Gebäuden. Das Geschäftsviertel mit den Wolkenkratzern befindet sich im Osten und Westen der Stadt. Das Zentrum in der Nähe des Yarra-Flusses nördlich von Melbourne weist insgesamt monumentalere Gebäude aus der Zeit des Goldrausches auf. Einige von dieser Gebäude werden heutzutage für Designerläden verwendet.

Eureka Turm

Der höchste Wolkenkratzer Melbournes heißt Eureka und erinnert an die erfolgreichen Zeiten während des Goldrausches. Aus diesem Grund ist es mit 297,3 Metern und 92 Ebenen das höchste auf der südlichen Hemisphäre. Darüber hinaus sind die oberen zehn Ebenen mit 24 Karat Gold bedeckt. Beeindruckt hat uns, dass in den oberen Ebenen zwei Wassertanks mit 300.000 Litern installiert sind, um ein Schwingen von mehr als 30 cm bei starkem Wind zu vermeiden. Der Aufzug benötigt weniger als 40 Sekunden, um das Besucher-Skydeck im 88. Stock zu erreichen. Die Aussicht auf Melbourne von hier aus ist wirklich perfekt und unserer Meinung nach ein Muss in Melbourne.

Königliches Ausstellungsgebäude und Carlton-Gärten (UNESCO-Weltkulturerbe)

Das erste UNESCO-Weltkulturerbe, das wir in Australien besucht haben, befindet sich mitten in Melbourne. Das Königliche Ausstellungsgebäude und die umliegenden Carlton-Gärten wurden für die großen internationalen Ausstellungen von 1880 entworfen. Diese Gärten sind ein Symbol für die glorreichen Tage der industriellen Revolution und das Empire.

New South Wales (NSW)

Es gab eine lange Zeit kein Update des Blogs, da wir durch das Zentrum von New South Wales (NSW) gefahren sind und mit der Planung von Aktivitäten für unsere nächsten Ziele beschäftigt waren. Das Zentrum von NSW hat in der Tat viele schöne kleine Städte mit alten Schaufelraddampfern. Aber zwischen diesen Städten haben wir stundenlang ausschließlich flache und grüne Landschaft gesehen. Dadurch erschienen die Entfernungen zwischen den Städten definitiv noch länger als sie in Wirklichkeit sind.

Utes in the Paddock

Im Outback, weit weg von den nächsten Städten, gibt es eine lustige Sammlung alter Autos (Utes), die ein neues Design erhalten haben, die das Leben im Outback zeigen. Diese Ausstellung mitten in der Natur nennt sich Utes in the Paddock . Zu der Zeit, als wir dort waren, war es jedoch schwierig, Bilder zu machen, da überall freche Fliegen waren und die keine Skrupel hatten, uns in die Nase und die Augen zu fliegen.

Blue Mountains (UNESCO-Weltkulturerbe)

Auf unserem Weg vom NSW-Outback nach Sydney machten wir Halt an einer Stelle, die man gesehen haben muss: den Blue Mountains. Tatsächlich gibt der blaue Nebel der Eukalyptusbäume dieser Region den Namen. Spaziergänge zu mehreren Aussichtspunkten zeigen die gegenwärtige Schönheit dieser Region mit der dicht bewaldeten Hängen und den Felsen. Auf jeden Fall ist die Landschaft fantastisch und die Wandergebiete zu den besten Aussichtspunkten sind spektakulär.

Sydney

Unseren ersten Tag in Sydney verbrachten wir in einer Werkstatt, um einige unserer Probleme mit dem Wohnmobil beheben zu lassen. Das Hauptproblem, dass die Hausbatterie sich nicht mehr lädt, bleibt bestehen, aber wir haben uns damit abgefunden und Problembehebungen für die Dusche (Duschen mit einem Eimer mit gekochtem Wasser) und den Kühlschrank (einfach nicht benutzen, sondern jeden möglichst häufig frisch einkaufen) gefunden. Und so beschlossen wir, unseren Weg entlang der Küste mit diesem Wohnmobil mit Fehlern fortzusetzen.

Opernhaus (UNESCO-Weltkulturerbe) und Hafenbrücke

Sydney mit seiner berühmten Hafenbrücke und dem Opernhaus hat uns begeistert. Infolgedessen genossen wir es, durch die Stadt zu spazieren, um die neuen Stadtteile mit ihrem Wirtschaftszentrum und den Wolkenkratzern sowie den älteren Teil mit Sandsteinbauten aus der Zeit der ersten europäischen Siedler zu erkunden. Das Opernhaus von Sydney ist eines der berühmtesten und markantesten Gebäude des 20. Jahrhunderts. Seit 2007 gehört es auch zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Hafenbrücke wurde 1932 in zwei Teilen auf jeder Seite des Hafens gebaut und nach neunjähriger Bauzeit miteinander verbunden.

Queen Victoria Building und Sydneys Rathaus

Das Queen Victoria Gebäude und Sydneys Rathaus sind in der Tat zwei beeindruckende Gebäude im viktorianischen Stil. Das erste umfasst einen ganzen Block und sollte ursprünglich abgerissen werden. Aber jetzt gibt es dort mehrere Designer-Boutiquen. Im Gebäude selbst sind Uhren mit Juwelen angebracht, die beeindruckend aussehen.

Bondi Beach

An Sydneys Küste liegen mehrere Strände nebeneinander, und sie sind ab 6 Uhr morgens den ganzen Tag überfüllt. Der Strand von Bondi ist extrem kommerzialisiert. Aber die Gegend um die Strände in Sydney waren für uns die perfekte Übernachtungsmöglichkeit für unser Wohnmobil. Glücklicherweise sind wir beide keine Strandliebhaber und aufgrund der neuen Sonnenallergie von Paul haben wir versucht, nicht lange in der wirklich starken Sonne zu bleiben.

Kakadu-Insel (UNESCO-Weltkulturerbe) – Teil der Sträflingsstätten

Die Kakadu-Insel liegt nur eine kurze Fahrt mit der Fähre von Sydney entfernt. Die Insel wurde mehrere Jahre als Gefängnis und für die Kriegsindustrie genutzt. Derartige Sträflingsstätten sind über ganz Australien verteilt und insgesamt als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. Außerdem hat man von der Fähre einen sehr guten Blick auf die Skyline von Sydney.

Newcastle

Von Sydney aus setzten wir unsere Reise weiter entlang der Ostküste Australiens bis in den Norden fort. Die erste Station hinter Sydney war Newcastle – die zweitälteste Stadt Australiens. Newcastle hat eine sehr schöne Küste, an der ihr mehrere Kilometer entlang der Küste laufen oder joggen könnt, vorbei an Sträflingsplätzen und einer Festung, die während des Zweiten Weltkriegs genutzt wurde. Da wir uns hier sehr wohl gefühlt und die Spaziergänge entlang des Hafens genossen haben, blieben wir für ein paar Tage. Ebenso empfehlen wir euch, das Fort Scratchley zu besuchen. Wir haben auch die Nächte auf einem Parkplatz am Hafen verbracht.

Port Macquarie

Die vielen Strände entlang der Küste machen es, aufgrund der Schönheit aller, schwer, sich für einen Zwischenstopp zu entscheiden. Aber wir haben einen schönen Ort in Port Macquarie gefunden, an dem es erstaunliche Wildtiere gibt. Dies ist die dritte Stadt, die in Australien gegründet und hat daher viele Ähnlichkeiten mit Newcastle.

Gondwana Regenwald (UNESCO-Weltkulturerbe)

Diese UNESCO-Stätte des australischen Gondwana-Regenwaldes umfasst mehrere Schutzgebiete. Neben den Vulkankratern leben hier mehrere bedrohte Regenwaldtierarten. Falls ihr einen Besuch plant, können wir euch die Verwendung eines Mückenschutzmittels sehr empfehlen. Obwohl wir unser Nobite angewandt haben, wurden wir von vielen Sandfliegen gebissen, die eine lange Reihe von Bissen hinterließen.

Brisbane

Trotz der rund 2,2 Millionen Einwohner haben wir zuvor nicht viel über Brisbane gehört und daher keine solch schöne Stadt erwartet. Es ist die Hauptstadt des Sonnenstaates Queensland, die wir erreicht haben, als wir von Sydney aus direkt in den Norden gereist sind. Wir haben jedoch gelernt, dass Queensland eine andere Zeitzone hat als der Bundesstaat New South Wales…

Stadtzentrum

Brisbane hat alles, was eine australische Stadt braucht: erstens Wolkenkratzer, zweitens Strand und schließlich ein Freibad mit Meerwasser zum Schwimmen mitten im zentralen Geschäftsviertel. Aufgrund der steigenden Temperaturen begannen wir sehr früh am Morgen mit einem Spaziergang durch die Innenstadt. Das Rathaus, das alte Regierungshaus und das Parlamentsgebäude sind sehr schöne Beispiele für historischen Sandstein- und Säulengebäude. In den Landschaften des Southland Bank Park ähnelte der künstliche Stadtstrand einer tropischen Lagune.

Mount Cook-tha

Aufgrund der Temperaturen haben wir unser Wohnmobil genommen, um den Mount Cook-tha zu besichtigen. Vom Mount Coot-tha ist der Blick über Brisbane unglaublich. Darüber hinaus ist dies eine gute Möglichkeit, sich von den 30 Grad in der Stadt abzukühlen.

Lone Pine Koala-Schutzgebiet in Brisbane

Ein Highlight Australiens war definitiv der Besuch im Lone Pine Koala-Schutzgebiet. Hier leben rund 130 Koalas mit einem eigenen Kindergarten und einem Raum für die älteren Koalas. Insgesamt schlafen Koalas ungefähr 20 Stunden pro Tag in lustigen Stellungen, umarmen den Eukalyptusbaum oder liegen wie ein fauler Kerl in den Bäumen – alle Koalas auf den Bildern sind echt! Ich konnte tatsächlich einen Koala streicheln – sie haben ein weiches Fell und riechen wirklich nach Eukalyptusbonbons.

Neben Koalas leben in diesem Park auch Kängurus, Wombats und Opossums. Einige der Kängurus befinden sich in einem Futterbereich, den wir selbst betreten konnten. Insgesamt unglaublich, wie nahe wir den Kängurus kommen konnten und keiner von ihnen fing an zu boxen. Außerdem scheinen die Kängurus Selfies zu mögen.

Halbzeit auf unserer Weltreise!!

Unglaublich, aber wir sind jetzt schon seit vier Monaten auf Tour und daher ist die Hälfte unserer Zeit bereits abgelaufen. In unseren bisherigen sieben Ländern haben wir definitiv eine Menge Dinge gesehen, und vor allem bis jetzt 29 UNESCO-Welterbestätten, sind 23.000 km selbst mit einem Auto gefahren und haben so viele Stunden auf Schiffen und Fähren verbracht wie nie zuvor in meinem Leben. Diese Reise um die Welt ist wirklich ein großes Glück in unserem Leben und hat uns erfahrungsreicher gemacht. Darüber hinaus haben wir Erinnerungen geschaffen, an die wir noch lange denken werden. Letztendlich danke ich unseren Eltern, dass sie uns bei dieser Reise immer unterstützt haben und sich jetzt um unsere Pflichten zu Hause kümmern.

Queensland

Der Sonnenstaat zeigt uns, dass dieser Name für Queensland in der Tat richtig ist – wir haben ungefähr 30 Grad und es ist „nur“ Frühling. Die Masse der Mücken ist jedoch enorm und auch ein Superlativ in unserem Leben, wenn wir unsere Mückenstiche zählen… Die Hitze führt auch zu seltsamen Fragen in unseren Gesprächen: „Kochen wir vor dem Essen?“ Oder „gibt es Speck auf der Toilette“? :-)))) Ich bin froh, dass wir heute einen regnerischen Tag hatten, um endlich unsere Gedanken zu klären.

Fraser Insel (UNESCO-Weltkulturerbe)

Die Fraser Insel ist in der Tat die größte Sandinsel der Welt und bedeutet in der Sprache der Aborigines das Paradies. Die Insel wurde früher von Sand geformt, der vom Festland hergeweht wurde. Sie ist 120 km lang und 15 km breit. Folglich ist dies die größte Sandinsel der Welt. Mit ihrem Regenwald und rund 30 Grad breiten und hohen Sanddünen haben wir uns entschlossen, keine Tage auf dieser Insel zu verbringen und stattdessen die malerische Aussicht von einem Flugzeug aus zu genießen.

Unser Aufenthalt im Outback

Nach dem Flug unterhielten wir uns mit unserem Piloten Tim (Mile High Aviation), der ursprünglich aus Deutschland stammt und zuvor für Airberlin geflogen war. In diesem Sinne lud uns Tim zu sich nach Hause ein, um uns an einem Tag das Leben im australischen Outback zu zeigen. Wir verbrachten einen wunderschönen Tag auf seiner Rinderfarm mit 13 Hunden und einem Haushund, 10 Katzen, Vögeln und einigen anderen Tieren auf dem riesigen Grundstück.

Außerdem besuchten wir einige Pubs in den nächsten Städten. Die Städte sind ca. 30 km von seinem Haus entfernt – also nicht einfach, nach dem Trinken wieder nach Hause zu kommen. Tim lebt jetzt seit 13 Jahren in Australien und hat sein eigenes IT-Geschäft sowie eine Privat- und Frachtfluggesellschaft.

Fahrt durch Australiens Outback (Queensland)

In Australien von einer kleinen Stadt in eine andere zu fahren bedeutet manchmal, ziemlich lange durch riesige Ackerlandschaften, einsame Landschaften und lange gerade Straßen zu fahren. Auf dem Weg nach Cairns haben wir in mehreren Städten Pausen eingelegt, wie McKay. Aber wir haben auch die Gelegenheit genutzt, um unsere nächsten Ziele zu planen, da Pauls Sonnenallergie noch schlimmer wird und die Hitze zunimmt.

Cairns

Nachdem wir in vier Wochen 6.000 km gefahren waren, erreichten wir unser Endziel Cairns, wie oben auf der Route entlang der Ostküste und einigen Outback-Ausflügen zu sehen ist.

Great Barrier Reef (UNESCO Weltkulturerbe)

Das Great Barrier Reef enthält die weltweit größte Ansammlung von Korallenriffen mit sicherlich 400 Korallensorten, 1.500 Fischarten und 4.000 Arten von Mollusken. Hier erstreckt sich dieses Riff über 2.000 km der Küste von Queensland entlang. Wir nahmen eine Fähre von Cairns zur Green Island (eine der tausend Inseln im Great Barrier Reef) und tauchten dann mit einem Halb-U-Boot. Obwohl wir knapp unter dem Meeresspiegel waren, hatten wir einen atemberaubenden Blick auf die Korallen und die verschiedenen bunten Fische, die an unseren Halb-U-Boot-Fenstern vorbeikamen. Ich habe mir nicht vorgestellt, dass das Great Barrier Reef so schön ist und es so viel zu sehen gibt, ohne tauchen zu gehen.

Abschied von Australien

So schnell sind vier Wochen in Australien vorbei und haben am 7. Dezember 2016 Australien in Richtung Japan verlassen. Wir reisen mit gemischten Gefühlen ab, da wir jetzt für die nächsten Monate genug Strände gesehen und immer mehr mit der Sonne zu kämpfen hatten. Beide haben wir Allergien gegen die starke australische Sonne entwickelt. Aber die gute Nachricht ist, dass wir immer noch glücklich verheiratet sind, obwohl wir sieben Wochen in einem kleineren und einem größeren Wohnmobil zusammen verbracht haben. Und nicht zu vergessen die fast unzähligen McDonald’s-Besuche in Neuseeland und Australien, bei denen ihr ein Eis oder besser noch das kostenlose WLAN genießen könnt.

Trotz allem haben wir die Zeit in Australien genossen und werden die vielen schönen Städte mit Namen, die wir noch nie gehört haben, die atemberaubende Tierwelt mit Kängurus und Koalas aus nächster Nähe und die unvergesslichen einzigartigen Naturschönheiten im Outback und entlang der Küste nicht vergessen.

Persönliche Anmerkung

Jetzt ist es leider an der Zeit, sich von meinen schönen Turnschuhen zu verabschieden. Ich bin drei Marathons mit ihnen gelaufen, insgesamt einige tausend Kilometer, und habe sie in den letzten Jahren in jedem Urlaub getragen – und manchmal mit dem Fahrrad zur Arbeit (so dass einige von euch sie vielleicht kennen). Hatte noch nie vergleichbare leichte und bequeme Turnschuhe. Aber mit den vielen Löchern sind sie nicht mehr für die jetzt kommenden Länder geeignet.

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Unsere Buchempfehlungen für Australien

Für Australien-Reisetipps haben wir uns für den Lonely Planet-Reiseführer entschieden. Da wir nur entlang der Ostküste gefahren sind, haben wir auch einige Teile des Lonely Planet-Leitfadens gelesen, der für die Ostküste bestimmt ist:

   

Und wir empfehlen Tim Wintons faszinierenden Roman, die das Leben zweier Familien in der Nachkriegszeit in Perth beeindruckend beschreibt:

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