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Schlagwort: DMZ

Reisetipps für Nordkorea (DVRK)

Reisetipps für Nordkorea (DVRK)

Kann man wirklich nach Nordkorea reisen?

Dies war vielleicht die häufigste Frage, die wir gehört haben, als wir jemandem von unseren neuen Reiseplänen erzählten. Nordkorea (oder offiziell die Demokratische Volksrepublik Korea – DVRK) war für uns immer ein Traum. Wir wollten verstehen, wie dieses Land funktioniert und ob die Geschichten, die wir in der westlichen Welt hören, wahr oder eher Märchen sind. Natürlich könnt ihr nicht, wie bei üblichen Urlaubsreisen, einfach einen Flug buchen und nach Nordkorea fliegen. Um euch auf unser Abenteuer in der DVRK vorzubereiten, schaut euch unsere Reisetipps für Nordkorea (DVRK) an.

Wir suchten im Internet nach Agenturen, die private Touren anbieten. Am Ende haben wir uns für Young Pioneers Tours entschieden, da diese auch hinsichtlich des Tourprogramms flexibel genug waren und Wü sche von uns berücksichtigt haben. Während der Reise haben wir jedoch erkannt, dass dies nicht nur eine einfache Warnung, sondern Realität ist:

Aufgrund der Art des Tourismus in der DVRK bieten die vorabgestimmten Reiserouten keine Garantie für den tatsächlichen Inhalt der Tour.

Da wir UNESCO-Weltkulturerbestätten lieben, war es ein MUSS, alle in Nordkorea gelisteten zu erreichen. Die Planung unserer privaten Reise war ziemlich einfach. Unsere engagierten Kollegen des Reiseveranstalters waren offen für Änderungen der Standardagenda und bemühten sich, die Agenda an unsere Wünsche anzupassen.

Vorbereitung auf DVRK – Verhaltenstraining

Wir begannen unsere Reise in Peking, wo wir uns mit unserem Agenten von Young Pioneer Tours trafen. Bevor sie uns auf die Reise in die DVRK gehen ließen, empfahlen sie uns, wie wir uns verhalten sollten. Einige Highlights, an die wir uns noch erinnern:

  • Wir empfehlen dringend, ein Geschenk für Ihre nordkoreanischen Guides und den Fahrer mitzubringen. Die DVRK hat nur sehr eingeschränkten Zugang zu ausländischen Produkten, z.B. werden ausländische Spezialitäten empfohlen, Schönheitsprodukte und Zigaretten (Koreaner bevorzugen westliche / japanische Zigaretten gegenüber den chinesischen).
  • An bestimmten Orten, insbesondere an Statuen der Führer, verneigt euch oft, um euren Respekt zu zeigen. Ihr habt auch die Möglichkeit, Blumen zu kaufen, dies wird jedoch nicht erwartet.
  • Seid nett zu euren koreanischen Guides, hört ihnen zu und sie werden entspannt sein und euch mehr gewähren lassen.
  • Wir dürfen in Nordkorea (ähnlich wie in Kuba) keine lokale Währung verwenden, daher verwenden wir eine harte Währung (d.h. EUR, USD oder chinesischer RMB). RMB ist am einfachsten zu tauschen.
  • Ihr könnt eure Digitalkameras in die DVRK mitnehmen, professionelle Videokameras sind jedoch nicht zugelassen. Bitte stellt sicher, dass auf eurer Kamera kein „GPS“ gedruckt ist. Eure koreanischen Guides geben euch die „Go Ahead“- und „No-No“-Zonen zum Fotografieren – es ist wichtig, ihren Aufforderungen zu folgen.

Und nicht zu vergessen: Wir mussten üben, sich richtig zu verbeugen und Respekt zu zeigen – so lange bis wir gut genug waren, dass er uns mit ruhigen Gewissen gehen lassen kann.

Mit dieser Einführung waren wir dann bestens darauf vorbereitet, unsere unvergessliche Reise zu beginnen.

Einreise nach Nordkorea (DVRK)

Abfahrt in Beijing

Wir haben uns für den langen Weg in die DVRK entschieden: mit dem Zug von Peking aus! Insgesamt dauert diese Fahrt in komfortablen Nachtzügen 15 Stunden. Der erste Zug verließ Peking am Abend und brachte uns über Nacht nach Dandong an die Grenze im Norden Chinas.

Dandong

In Dandong sind wir in einen nordkoreanischen Nahverkehrszug umgestiegen, nachdem wir die Ausreisekontrolle in China absolviert hatten. Der Zug war komplett von Koreanern gebucht und wir waren mit nur zwei Niederländern die einzigen Touristen in diesem Zug. Die Einreise nach Nordkorea war ein großer Spaß.

Nachdem der Zug in Dandong gestartet ist, passierte er wenige Minuten später die chinesisch-koreanische Freundschaftsbrücke. Direkt dahinter hielt der Zug an, der Zugführer sammelte die Pässe von jedem Passagier ein und brachte sie zur Einwanderungsbehörde. Das Einwanderungsverfahren dauerte über eine Stunde. Zum Glück durften wir den Zug verlassen, uns jedoch nicht mehr als einen Meter von der Zugtür entfernen. Wir freuten uns nach einer stichprobenhaften und eher pro-forma Kontrolle des Gepäcks, unsere Pässe zurückzubekommen und unsere Reise in die Hauptstadt Nordkoreas, Pjöngjang, fortzusetzen.

Eindrücke aus unseren ersten Stunden in der DVRK – Fotos aus dem Zug heraus

Unsere Reiseroute in der DVRK

Travel route in DPRK North Korea

Alltag in der DVRK

Obwohl wir ein paar Bücher über die DVRK und natürlich über die Armut und den Mangel an Lebensmitteln gelesen hatten, wussten wir nicht, was uns erwarten würde. Angesichts der Tatsache, dass die Guides uns beobachteten und versuchten, uns nur die „schönen“ Seiten Nordkoreas zu zeigen, wussten wir nicht wirklich, was wir über dieses Land denken sollten: Was war real, was war nur, weil wir gerade hier sind (z.B. die gute Laune im Waisenhaus und der gute Zustand des Sommercamps für Kinder der Parteifunktionäre) und vor allem, was denken die Leute? Wir haben nicht versucht, mit Einheimischen zu sprechen, um sie nicht in Schwierigkeiten zu bringen.

Außerdem haben wir nach einigen Tagen versucht, nicht so viel über unsere Gedanken zu sprechen, denn wir hatten mitbekommen, dass unsere Guides jeden Abend einen Bericht über den Tag schreiben. Sie sagten uns, dass sie die Servicequalität der Attraktionen bewerten, die wir tagsüber besucht haben – aber wir können uns vorstellen, dass es auch darum ging, wie sich die Touristen verhalten…

Wie man sich in der DVRK / Nordkorea bewegt

Da wir eine private Tour gebucht haben, hatten wir zwei englischsprachige Reiseleiter (einen Mann und eine Frau) sowie einen Fahrer. Diese drei waren unsere Guides während der gesamten Tour. In Bezug auf die Fortbewegung im Land: Die Straßen sind meistens zwei-spurig, aber ziemlich leer. Aufgrund der schlechten Bedingungen der Straßen außerhalb der Städte, fuhr unser Van trotzdem nicht mehr als 50 km/h.

Koryo Hotel

Als wir in Pjöngjang am Bahnhof mit dem Zug ankamen, war es für unsere Reiseleiter nicht schwer, uns als ihre Touristen zu identifizieren, da nur wenige Ausländer im Zug waren. Nach 7 Stunden in einem Zug mit am Ende ziemlich betrunkenen Koreanern waren wir froh, angekommen zu sein. Außerdem freuten wir uns darauf, das beliebte Koryo Hotel kennenzulernen.

Wir können das Koryo Hotel wirklich empfehlen – es war sehr sauber und ausreichend für die sechs Nächte, die wir insgesamt hier verbracht haben. Da man das Hotel nicht alleine verlassen darf, verfügt das Hotel auch über einen Minimarkt mit touristischen Lebensmitteln wie Nutella. Wir haben dort immer Wasser in Flaschen gekauft.

Unsere Höhepunkte von Pjöngjang

Ryugyŏng-Hotel

Dieser beeindruckende Wolkenkratzer wird seit 1987 gebaut und sollte mit 330 Metern das höchste Hotel der Welt werden. Zu der Zeit, als wir in der DVRK waren, war die Außenseite des Wolkenkratzers fertig, aber man munkelt, dass es innen vollständig leer ist.

Ryugyŏng-Hotel DPRK Pyongyang North Korea

Hauptbahnhof

Der Bahnhof ist besonders nachts ein schönes Gebäude. Jeden Morgen und Abend wird das Lied „Wo bist du, lieber General?“ über einen Lautsprecher verbreitet.

Grand People’s Study House

Der erste Punkt auf unserer Reiseplanung war ein Besuch im Grand People’s Study House. Es ist eine Bibliothek und ein akademisches Zentrum für erwachsene Lernende. Dieses großartige Gebäude ist im koreanischen Stil erbaut. Vom Balkon aus hatten wir einen beeindruckenden Blick über den zentralen Platz mit seinen Regierungsgebäuden.

Mansudae Grand Monument / Mansu Hill Grand Monument

Am 9. September, dem Nationalfeiertag in der DVRK, besuchten wir am frühen Morgen das Große Denkmal der Führer Kim Il Sung und Kim Jong Il. Diese Statuen sind vielleicht das bekannteste Bild aus der DVRK. Mit einer Höhe von 20 Metern sind die Bronzestatuen beeindruckend. Hier hatten wir die erste Gelegenheit, unseren erlernte Verneigung zu zeigen.

Pjöngjang Metro

Ein weiteres Highlight in Pjöngjong ist eine Fahrt mit der U-Bahn. Die Koreaner sind sehr stolz auf ihre U-Bahn und die Stationen sind in der Tat sehr schön dekoriert – zumindest die drei Stationen, an denen wir anhalten und aussteigen durften. Die U-Bahnen wurden teilweise aus Ostberlin importiert und wir haben noch deutsche Schilder im Inneren gesehen. Vor allem die U-Bahn scheint wegen der Mobilität beliebt zu sein, da die U-Bahn während der Mittagspause mit Koreanern überfüllt war.

Massentanz am Triumphbogen

Der letzte Halt war am Triumphbogen in Pjöngjang. Es soll der größte Siegesbogen der Welt sein. Mit diesem wird den Sieg über die Japaner gefeiert und die Rückkehr des Generals Kim Il Sung in seine Heimatstadt. Im Park neben dem Triumphbogen wurden wegen des Nationalfeiertags Tänze aufgeführt in traditionellen Kleidern.

Juche Tower

Auf der anderen Seite des Flusses Taedong – gegenüber dem Grand People’s Study House – haben wir den Juche Tower besucht. Dieser Turm wurde zum 70. Geburtstag von Kim Il Sung erbaut und gilt mit 170 Metern als der höchste aus Stein gebaute Turm der Welt. Der Eingang des Turms enthält viele Schilder von Anhängern der Juche-Ideologie und von Studiengruppen. Wir sind mit dem Aufzug nach oben gefahren und hatten einen beeindruckenden Blick über Pjöngjang.

Koreanisches Kriegsmuseum & USS Pueblo

Ein Punkt auf unserer Reiseroute, den wir nicht streichen lassen konnten, war der Besuch des Koreanischen Kriegsmuseums und der USS Pueblo. Die USS Pueblo ist das einzige Schiff der Welt, das noch von einer fremden Nation beschlagnahmt wird. Die USS Pueblo wurde 1968 von Nordkorea festgesetzt.

Kumsusan Palast der Sonne / Mausoleum der großen Führer

Im Mausoleum sind die einbalsamierten Körper von Kim Il Sung und Kim Jong Il aufgebahrt. Für diesen besonderen Besuch mussten wir uns formell mit Krawatte und Anzugsschuhen kleiden. Wie die anderen Gedenkstätten in der DVRK ist der Sonnenpalast absolut sauber, ohne Stromausfall und mit wirklich funktionierender Klimaanlage ausgestattet. Bilder sind leider nicht erlaubt und wir mussten uns strengen Sicherheitskontrollen unterziehen. In den Räumen mit den einbalsamierten Körpern mussten wir uns vor jedem Anführer dreimal verbeugen – einmal auf der linken Seite, das andere Mal auf der rechten Seite und am Ende vor ihren Füßen. Die anderen Räume des Palastes zeigen das offizielle Auto des großen Führers (es war ein Mercedes) und den Zug, in dem sie früher nach China fuhren.

Pjöngjangs Jahrmarkt

Nordkoreaner lieben Abenteuer und Spaß. Daher waren sie sehr stolz, uns ihren Jahrmarkt zu zeigen und wir mussten ihn ausprobieren. Wir haben bereits in unseren ersten Tagen in Pjöngjang Stromausfälle erlebt. Daher war es für uns schwer, uns keinen Stromausfall vorzustellen, wenn wir auf einem der Fahrgeschäfte saßen. Eine Sache, die wir nie vergessen werden, war eine Attraktion, die so seltsam war, dass wir noch nicht einmal ein Foto gemacht haben: Wir mussten auch einen Schießstand besuchen, aber anstatt auf Pappfiguren zu schießen, boten sie uns an, echte Hühner zu schießen … Zur Überraschung unserer Reiseleiter lehnten wir dies entschieden ab.

Kaesong – Demilitarisierte Zone (DMZ)

Nach Kaesong zu reisen war unser erstes Ziel außerhalb der Hauptstadt Pjöngjang. Die DMZ teilt die koreanische Halbinsel ungefähr in zwei Hälften und ist ca. 250 Kilometer lang. Dieser Korridor zwischen Nord- und Südkorea ist ca. vier Kilometer breit, aber man kann die südkoreanische Flagge aus dem Norden sehen. Obwohl die Zone entmilitarisiert ist, ist die Grenze hinter diesem Streifen eine der am stärksten militarisierten der Welt. Bevor wir die DMZ betraten, mussten wir unseren Van verlassen und in einen Militärbus umsteigen. Sogar unsere Guides mussten an diesem Kontrollpunkt ihre ID-Karten vorlegen. Während der Analyse unserer Pässe haben wir die Gelegenheit genutzt, Propagandaplakate und Postkarten zu kaufen.

Vor und hinter der blauen kleinen Kaserne befinden sich Gebäude mit Terrassen aus den beiden Ländern. Im Inneren des Gebäudes auf der nordkoreanischen Seite befindet sich ein Tisch, der durch das Lautsprecherkabel ebenfalls in einen Nord- und einen Südteil unterteilt ist. Das Foto mit dem Soldaten war nur möglich, weil unser Guide ihm Zigaretten gab dafür.

Kaesong

Die Stadt Kaesong erwartete uns mit vielen Wohnhochhäusern. Aber Keasong hat auch so etwas wie eine Altstadt mit traditionellen koreanischen Häusern, eins davon ist das Kaesong Folklore Hotel. Wir haben nicht in Kaesong übernachtet, sondern lediglich die Stadt besichtigt.

Historische Denkmäler und Stätten in Kaesong (UNESCO-Weltkulturerbe)

Die geomantische Anordnung der ehemaligen Hauptstadt Kaesong, ihre Paläste, Institutionen und Grabkomplexe, Verteidigungsmauern und Tore verkörpern die politischen, kulturellen, philosophischen und spirituellen Werte einer entscheidenden Ära in der Geschichte der Region. Das UNESCO Weltkulturerbe in Kaesong besteht aus zwölf separaten Komponenten, die zusammen die Geschichte und Kultur der Koryo-Dynastie vom 10. bis 14. Jahrhundert belegen. Die Stätte wurde 2013 von der UNESCO in die Liste der Welterbestätten aufgenommen, um den Übergang vom Buddhismus zum Neokonfuzianismus in Ostasien und die Assimilation der kulturellen spirituellen und politischen Werte der Staaten zu bezeugen, die vor der Vereinigung Koreas unter der Koryo-Dynastie existierten.

Sariwon

Auf dem Weg zum Strand in Nampo hielten wir für eine Übernachtung in Sariwon an. Wir gingen den Hügel hinauf in den örtlichen Volkspark und genossen die Aussicht von der Bergpagode.

Nampo

Besuch eines Waisenhaus

Nampo im Westen der DVRK ist nur 55 km von Pjöngjang entfernt und von strategischer Bedeutung. Wir besuchten ein Waisenhaus in Nampo und brachten den hier lebenden Kindern viele Geschenke. Wir hoffen, dass die Kinder so glücklich sind, wie es aussieht und die Spielsachen und Geschenke, die wir mitgebracht haben, wirklich von den Kindern genutzt werden können. Natürlich hängen in jedem Raum des Waisenhauses auch Bilder der Großen Führer.

Unser Fahrer hatte Probleme, das Waisenhaus zu finden. Deshalb haben wir während der Fahrt durch die Stadt einige Bilder gemacht.

Westmeer-Staudamm

Nampo ist auch berühmt für den Westmeer-Staudamm. Dieser Staudamm mit seinen 439 Kilometern Länge ist ein herausragendes Beispiel für sozialistische Konstruktion. Der Staudamm wurde gebaut, um das salzige Wasser des Westmeeres von den Rändern des Taedong-Flusses und dem umliegenden Ackerland fernzuhalten. In den Staudamm ist eine kleine Insel mit einem Leuchtturm in Form eines Ankers integriert. Natürlich befindet sich auf dieser Insel ein Denkmal des Führers.

 

Komplex der Koguryo-Gräber (UNESCO-Weltkulturerbe)

Ein obligatorischer Punkt auf unserer Reiseroute war natürlich auch das zweite UNESCO-Weltkulturerbe der DVRK: die Koguryo-Gräber. In dieser Gegend befinden sich mehrere Gräber aus der späteren Zeit des Koguryo-Königreichs. Diese Gräber sind fast die einzigen aus dieser Zeit. Einige von denen haben Wandmalereien im Inneren. Das Betreten eines Grabes kostet jedoch 100 Euro pro Person. Wir weigerten uns hineinzugehen und machten Fotos von den Bildern, die uns der örtliche Reiseleiter gezeigt hat, um ein besseres Bild davon zu bekommen, wie sie von innen aussehen.

Mineralwasserproduktion

Wir durften eine Mineralwasserproduktion in Nordkorea besuchen. Um die Sauberkeit zu gewährleisten, wurde uns empfohlen, Arbeitskittel zu tragen. Ihr könnt auf unseren Bildern den gesamten Produktionsprozess sehen. Die Glasflaschen sind in den Spuren mehrmals umgefallen und trotz der hygienischen Grundsätze haben unsere Guides die Flaschen herausgenommen oder mit den Händen aufgestellt. 🙂

Hamhung

Düngemittelfabrik

Ähnlich wie in der Mineralwasserfabrik in Nampo besuchten wir in Hamhung eine Fabrik, die schon vor Jahrzehnten gebaut wurde. Diese Fabrik ist jedoch noch in Betrieb und produziert Dünger für die Landwirte – das haben sie uns zumindest gesagt. In unserem Reiseführer haben wir gelesen, dass die Fabriken in Hamhung auch zur Herstellung chemischer Waffen verwendet werden. Beeindruckend für uns waren diese alten Maschinen und Bedienungssäle zur Überwachung des Produktionsprozesses – wie eine Zeitreise von mehr als einem halben Jahrhundert.

Historisches Haus von Ri Song Gye

Neben einem Spaziergang durch einen der Parks der Stadt und auf den Tonghung-Hügel besuchten wir die historische Heimat des Usurpators der Koryo-Dynastie und des Gründers der Ri-Dynastie. In Hamhung steht auch das größte Theater der DVRK.

Wonsan

In Wonsan besuchten wir ein kürzlich renoviertes Ferienlager (Songdowan International Children’s Union Camp). Dieses wirklich schöne Camp wird für die Kinder der Parteimitglieder genutzt. Wirklich beeindruckend, aber wir haben hier keine Kinder gesehen. Vielleicht war wegen unseres Besuchs außerhalb der Ferienzeit niemand da…

Mount Myohyang

Freundschaftsausstellung

Einer unserer Höhepunkte der Tour war die Freundschaftsausstellung. In zwei riesigen Gebäuden werden alle Geschenke präsentiert, welche die Führer der DVRK von anderen Menschen, Regierungen und Institutionen erhalten haben. Dies sollte den Menschen zeigen, wie beliebt die Führer der DVRK in der Welt sind. Leider ist es nicht erlaubt, Bilder im Inneren aufzunehmen. Aufgrund der vielen Präsentationen ist es nicht möglich, die gesamte Ausstellung zu besuchen, und man kann maximal zwei Kontinente auswählen. Am Ende mussten wir in ein Gästebuch schreiben, wie uns die Ausstellung gefallen hat. Das wurde direkt ins Koreanische übersetzt.

Buddhistischer Tempel (Pohyon Tempel)

Der Pohyan-Tempel ist einer der größten buddhistischen Tempel in der DVRK. Er wurde zu Beginn des 11. Jahrhunderts unter der Koryo-Dynastie gegründet.

Ryongmum Höhle

Ryongmum ist eine Kalkhöhle in einem Gebiet, das zu Outer Myohyang gehört. Die Höhle hat sich vor langer Zeit unter der Erde aus wasserlöslichem Kalk gebildet und ist sehr farbenfroh beleuchtet, was eine wunderbare Atmosphäre schafft. Sie hat zwei Haupthöhlen und Dutzende Seitenhöhlen. Die Tropfen von der Decke schufen unzählige vielfältige Strukturen.

Saskia Hohe in Ryongmum Cavern DPRK North Korea

Unsere Hotels in der DPRK

In Pjöngjang waren wir immer im Koryo Hotel übernachtet. Die Hotels außerhalb von Pjöngjang waren völlig in Ordnung und sauber. Trotzdem hatten wir in der Regel keinen Strom und kein fließendes Wasser in den Zimmern. Wir werden das Hotel in Wonsan nie vergessen, in dem mein Mann ein Handtuch vom Hotel „geliehen“ hat. Nach dem Verlassen des Hotelzimmers überprüfte das Serviceteam unmittelbar unser Zimmer. Als sie feststellten, dass ein Handtuch fehlt, hatten wir lange Diskussionen und zahlten am Ende 2 Euro. Es entwickelte sich fast zu einem Staatsakt – unglaublich, da die Handtücher in den Hotels alle ziemlich alt waren.

Rückflug nach Beijing

Das letzte Abenteuer unserer wirklich beeindruckenden und unvergesslichen Reise nach Nordkorea / DVRK ergab sich, als wir nach Peking zurückkehrten. Aufgrund der Einreise mit dem Zug entschieden wir uns für den schnellsten Rückweg – das Flugzeug. Ich bin mir nicht sicher, wie das passiert ist, aber ich wusste nicht, mit welcher Fluggesellschaft wir fliegen: Koryo! Der Flug dauert nur ca. 2 Stunden, aber ich war mir nicht sicher, ob wir in Beijing ankommen werden. Wir waren die einzigen Touristen im Flugzeug. Als es darum ging, im Flugzeug die Einreiseformulare nach China auszufüllen, fragten mich die Koreaner, ob ich ihnen helfen könne, da es nur in Englisch und Chinesisch geschrieben war. Und so habe ich die Flugzeit damit verbracht, den Koreanern die Einreiseformulare mit deren Passdaten zu befüllen. Wenigsten sging so der Flug schneller rum…

Lebensmittel und Getränke in Nordkorea / DPRK

Zusätzlich zu unseren Reisetipps für Nordkorea möchten wir euch auch unsere Essensabenteuer nicht vorenthalten. Während unserer gesamten Reise waren die Mahlzeiten im Voraus arrangiert und wir hatten immer Frühstück im Hotel und Mittag- und Abendessen in einigen Restaurants. Wir haben immer so viel zu Essen bekommen, dass wir es nicht schafften, und es war wirklich schade, dass wir es zurückgegeben haben.

Getränke

Das traditionelle Getränk in der DVRK ist Soju – eine Art Reislikör. Unsere Guides tranken diesen während des Mittag- und Abendessens. Darüber hinaus ist Bier sehr beliebt und nur in großen 1 Liter-Flaschen erhältlich.

Koreanisches Fondue

Wir sind wirklich Hotpot- / Fondue-Liebhaber und einer der ersten Hotpots, die wir im Ausland genossen haben, war in Pjöngjang. Jeder hat seinen eigenen Topf bekommen, also haben wir den servierten rohen Fisch und das Gemüse so lange wie möglich gekocht um auf Nummer sich zu gehen.

Enten-BBQ

Saskia Hohe Duch BBQ North Korea DPRK

Traditionelles koreanisches Pansangi

In Kaesong im Thongil Restaurant servierten sie uns traditionelle Gerichte in kleinen Bronzeschalen (Pansangi). Neben Kimchi probierten wir auch verschiedene fermentierte Gemüsesorten und gebratenen Fisch. Außerdem bestellte Paul eine Hundesuppe – ich weigerte mich, es zu versuchen, aber er sagte, dass es nach Hühnchen schmeckt.

Traditional Pansangi Korean dish in bronze bowls

Muschel-BBQ

In Nampo beschlossen unsere Guides, vor unserem Bungalow zu grillen. Wir wissen nicht, wo sie die Muscheln gefunden haben, aber um Feuer zu haben, haben sie Benzin aus unserem Van genommen und legten die Muscheln darüber. Zudem gab es noch ein paar Fische – diese waren geschmacklich wirklich sehr gut!

Pizza

Eine wirklich seltsame Erfahrung war das Abendessen in einem italienischen Pizzarestaurant in Pjöngjang. Es wurde uns gesagt, dass die Zutaten fürdie Pizza direkt aus Italien importiert werden. Die Spezialität in diesem Restaurant war Schokoladenpizza!! Das war wirklich etwas Besonderes – Käsepizza mit einer Art Schokolade. Aber in diesem Restaurant wurde zum ersten Mal echte Cola serviert – hatten wir vorher noch nicht erlebt in Nordkorea.

Pizza restaurant Pyongyang DPRK North Korea

Unsere Empfehlungen

Reiseführer

Als Reiseführer und ausgezeichnete Quelle für Nordkorea-Reisetipps können wir den von Trescher empfehlen – unsere Reiseleiter (obwohl sie vorgaben, kein Deutsch zu sprechen) haben unseren Reiseführer durchgesehen. Wir haben zuvor gelesen, dass nicht jeder Reiseführer für die Einreise in die DVRK zugelassen ist, aber mit diesem hatten wir keine Probleme:


Einstimmung auf eine Reise nach Nordkorea (DVRK)

Wie bereits erwähnt, haben wir vor der Buchung der Tour einige Bücher gelesen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was uns erwartet. Hier sind diejenigen, die wir gerne gelesen haben:

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Reisetipps Vietnam

Reisetipps Vietnam

Unsere Einreise nach Vietnam von Kombodscha mit dem Bus 

Von Kambodscha aus haben wir unsere Weltreise in Richtung Vietnam fortgesetzt. Wir haben einen Bus von Phnom Phen in Kambodscha nach Vietnam genommen. Die Busfahrt war sehr angenehm mit einem unkomplizierten Grenzübergang. An der Grenze mussten wir das Gepäck aus dem Bus herausnehmen und mit unserem Gepäck die Grenze überqueren. Anschließend ging es direkt zurück zu einem bereits wartenenden Bus, der uns weiter nach Saigon gebracht hat. Das Vietnam-Visum haben wir in Phnom Phen bei der vietnamesischen Botschaft beantragt. Dies hat nur 24 Stunden gedauert. Es gab aber auch Möglichkeiten, das Vietnam-Visum sogar innerhalb weniger Stunden zu erhalten, falls man es eilig hat. Lesen Sie weiter und holen Sie sich unsere besten Erlebnisse und Reisetipps für das wunderbare Vietnam.

Auf unserer Reise war es noch nie so einfach wie in Vietnam Millionär zu werden. Der Wechselkurs lag zum Zeitpunkt unserer Reise (Januar 2017) bei 25.000 Dongs (Vietnamesische Währung). Das bedeutet, dass wir mit 40 Euro bereits ein Dong-Millionär waren und am Ende mehr als eine Brieftasche voller Scheine hatten.

Unsere Route durch Vietnam

Wir haben die Reiserichtung von Süden beginnend in Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) nach Norden mit dem Ziel Hanoi bzw. Sa Pa gewählt. Vietnams Größe von Nord nach Süd beträgt etwa 1.650 km. An der schmalsten Stelle von Ost nach West sind es in etwa nur 50 km. Da meine Schwiegereltern uns für zwei Wochen durch Vietnam begleiten, haben wir uns entschieden, ein Auto mit Fahrer zu mieten, anstatt Bus und Bahn zu nehmen. Selbstfahren, auch mit einem internationalen Führerschein, ist in Vietnam leider nicht möglich.

Das Hupen und das Fernlicht gehört zu den permanenten Geräuschen des Verkehrs in Vietnam. Motorräder, Autos und Fußgänger betreten die Straße, egal ob bereits jemand anderes auf dieser Straße fährt. Schilder für touristische Sehenswürdigkeiten sind hier nicht üblich. Trotzdem fährt unser Fahrer ohne Navigationssystem und vertraut nicht auf unser wirklich gutes Garmin-Navigationssystem. Das führt leider dazu, dass wir noch viel mehr Stunden im Auto verbringen, um den richtigen Weg zu finden, Einheimische zu fragen, die teilweise in eine falsche Richtung schicken und wir dadurch kleine Schotterstraßen nehmen mussten.

Inhalt

Saigon / Ho-Chi-Minh Stadt
Nha Trang
Hoi An (UNESCO Weltkulturerbe)
My Son (UNESCO Weltkulturerbe)
Hue (UNESCO Weltkulturerbe)
Demilitarsierte Zone (DMZ)
Phong Nha-Ke Bang National Park (UNESCO Weltkulturerbe)
Alte Hauptstsädte (UNESCO Weltkulturerbe)
Phong Nha-Ke Bang Nationalpark (UNESCO Weltkulturerbe)
Halong Bucht
Hanoi (UNESCO Weltkulturerbe)
Sa Pa
Traditionelle Gerichte in Vietnam
Unsere Hotels in Vietnam
Unsere Empfehlungen

Unsere Reisetipps für Vietnam

Ho-Chi-Minh Stadt/ Saigon

Unser erstes Ziel in Vietnam war Ho-Chi-Minh Stadt benannt nach dem Präsident der Demokratischen Republik Vietnam nach 1945. Aber der alte Name Saigon, den diese Stadt vor der Wiedervereinigung Vietnams im Jahr 1975 hatte, wird immer noch verwendet. Der Verkehr in der Stadt wird von Motorrädern dominiert und wir haben kuriose Dinge gesehen, die auf Motorrädern transportiert wurden: zwei tote Hühner, große Bäume, mehrere Eimer mit Obst und natürlich die ganze Familie. Wie in Kambodscha ist das sichere Überqueren der Straße eine Herausforderung und die meisten Straßen haben keine Bürgersteige für Fußgänger. Falls es doch einen Bürgersteig gibt, wird dieser aufgrund der überfüllten Straßen auch von Motorrädern genutzt, was unser Leben als Fußgänger nicht gerade einfacher machte.

Altes Postamt

Das Hauptpostamt in Ho-Chi-Minh Stadt wurde Ende des 19. Jahrhunderts nach den Plänen von Gustave Eiffel erbaut. Ein großes Portrait von Ho Chi Minh wacht über die Angestellten diese Postamts.

Notre Dame Kathedrale

Gegenüber vom Hauptpostamt steht die Notre Dame Kathedrale – eine der wichtigsten kolonialen Bauwerke in der Stadt. Die Kathedrale mit ihren zwei 40 Meter hohen Türmen mit Eisenspitzen wurde zwischen 1877 und 1883 erbaut. Vor der Kathedrale steht eine Statue der Jungfrau Maria.

Jade Emperor Pagode

Die Jade-Kaiser-Pagode wurde von der kantonesischen Gemeinde erbaut und ist eine der farbenprächtigsten Pagoden in Ho-Chi-Minh Stadt. Diese Pagode hat eine schöne bunte Ziegelstruktur auf dem Dach.

Wiedervereinigungspalast (Reunification Palace)

Im Wiedervereinigungspalast scheint die Zeit seit 1975 stehen geblieben zu sein. Dies war die Zeit als der Palast das Regierungsgebäude von Südvietnam war. Die Räume im Wiedervereinigungspalast, die für Konferenzen oder den Empfang von Gästen genutzt wurden, sind noch mit den Originalmöbeln ausgestattet. Dies war einer der faszinierendsten Orte, die wir in Ho-Chi-Minh Stadt besucht haben.

Hochhäuser und Skyline von Ho-Chi-Minh Stadt

Neben diesen kolonialen Gebäuden hat Ho-Chi-Minh Stadt ein modernes und kommerzielles Gebiet mit Wolkenkratzern, Luxushotels und Markengeschäften. Von den Rooftop-Bars in einem der Hotels hatten wir einen tollen Blick auf Ho-Chi-Minh Stadt und genossen dabei Cocktails mit meinen Schwiegereltern.

Zentralmarkt (Central Market)

Der zentrale Markt von Ho-Chi-Minh Stadt ist einen Besuch wert. Neben den leckeren frischen Früchten kann man hier fast alles kaufen, was man braucht – von Fleisch und Innereien über Kleidung bis hin zu Schuhen. Wie immer im asiatischen Raum ein wirkliches Highlight!

Kriegsmuseum (War Remnants Museum)

Dies ist eines der beliebtesten Museen für Touristen, aber es zeigt die Brutalität des Krieges und dass die wahren Opfer immer die Zivilisten sind.

Fahrt von Ho-Chi-Minh Stadt nach Nha Trang

Vietnam wird aufgrund seiner Form als „Bambusrohr mit zwei Reistöpfen“ bezeichnet: im Norden und Süden des Landes gibt es fruchtbare Reisfelder und dazwischen eine schmale Landschaft mit Wäldern, Bergen und Stränden an der Küste.

Nha Trang

Die Strecke von Ho-Chi-Minh Stadt bis zu unserer ersten Sehenswürdigkeit in Hoi An beträgt etwa 1.000 km. Daher haben wir auf etwa der Hälfte dieser Strecke einen Zwischenstopp für eine Übernachtung in Nha Trang an der Küste eingelegt. Aufgrund seiner kilometerlangen Strände und der Kolonialhäuser erhielt Nha Trang den Namen „Nizza des Ostens“. Nha Trang ist ein sehr touristischer Ort und bei den Russen anscheinend sehr beliebt. Es sieht so aus, als ob Russisch eine dritte Sprache in Nha Trang ist, da jede Speisekarte in Restaurants auf Vietnamesisch, Englisch und Russisch ist.

Hoi An (UNESCO Weltkulturerbe)

Von Nha Trang bis Hoi An (UNESCO Weltkulturerbe – Hoi An Ancient Town) sind es ca. 500 km. Aber aufgrund der Straßenverhältnisse, des Verkehrs und der Baustellen brauchten wir nochmal ca. 12 Stunden, um von Nha Trang nach Hoi An zu gelangen. Aber es war eine lohnende Reise – Hoi An war eines unserer Highlights während unseres Besuchs in Vietnam. Hoi An ist ein malerisches ehemaliges Handelszentrum in Südvietnam. Der Hafen wurde im 16. Jahrhundert für Ausländer geöffnet. Händler aus China und Japan ließen sich in Hoi An nieder und bauten ihre eigenen Quartiere, da ihre Länder ihre Häfen schlossen.

Die Stadt war früher in zwei Teile geteilt: die Japaner lebten auf der einen Seite der japanischen Brücke und auf der anderen Seite der Brücke befanden sich chinesische Siedlungen. Das historische Stadtzentrum wurde während des Vietnamkrieges nicht bombardiert und daher ist die Altstadt trotz ihres Alters und der Häuser bemerkenswert intakt. Versammlungshallen, Gemeinschaftshäuser und Tempel, die besucht werden können, sind richtig gut erhalten. Ein Spaziergang durch die engen, aber stimmungsvollen und fast motorradfreien Straßen ist wie eine Reise in die Vergangenheit. Allerdings versperren leider die vielen Souvenirläden, Schneidereien und Restaurants den Blick auf die historischen Zeichen.

My Son (UNESCO Weltkulturerbe)

My Son Sancuarty liegt ca. 60 km von Hoi An entfernt. Aufgrund der Architektur wird es manchmal als Vietnams Angkor Wat bezeichnet, aber das ist kein fairer Vergleich: My Son enthält im Vergleich zu Angkor Wat viel weniger und mehr zerstörte Ruinen. Es war im späten 4. Jahrhundert ein religiöses Zentrum und war den Königen gewidmet. Die Monumente wurden mit Ziegeln errichtet und nach der Fertigstellung wurde die Dekoration in die Steine geritzt. Während des Vietnamkrieges nutzte der Vietkong My Son als Stützpunkt und die Bombenangriffe der Amerikaner zerstörten daher die Gebäude.

Hue

Zitadelle in Hue (UNESCO Weltkulturerbe)

Hue war von 1802 bis 1945 die Hauptstadt Vietnams und liegt am Meer und in der Nähe eines Gebirges. Dies bedeutet, dass es eine ziemlich regnerische Stadt ist, was wir während unserer zwei Tage, die wir in Hue verbrachten, erlebten. Die Zitadelle in der Altsatdt (offizieller Name: Complex of Hue monuments) war der Kaiserpalast und umfasst die verbotene purpurne Stadt. Die verbotene Stadt wurde ursprünglich nach dem Vorbild ihres großen Bruders in Peking errichtet. Hue wurde leider während des Vietnamkrieges aufgrund der Lage an der Demarkationslinie von den Armeen des Nordens und des Südens schwer beschädigt. Aber einige Gebäude wurden komplett rekonstruiert.

Thien Mu Pagoda

Nur wenige Kilometer außerhalb von Hue liegen die Kaisergräber der Nguyen-Dynastie und mehrere Pagoden. Wir besuchten die Thien Mu Pagode, die mit den sieben Ebenen der höchste Tempel dieser Art in Vietnam ist und am Parfümfluss liegt. In der Pagode gibt es eine weitere eher ungewöhnliche Sehenswürdigkeit: einen alten Austin – ein kleines Auto, das in einer Garage steht. Dieses Auto wurde 1963 von einem Mönch benutzt, der nach Saigon fuhr und sich auf der Straße verbrannte, um gegen die Verfolgung von Buddhisten zu protestieren.

Grab von Khai Dinh

Das Grab des letzten Kaisers Khai Dinh ist ein riesiges Areal mit dem Hauptgebäude in einer Kombination aus vietnamesischer und französischer Architektur. Die Krieger und die Tiere bewachen die Gräber in einer Art und Weise, ähnlich wie die Terrakottaarmee in China. Diese steinernen Krieger sind alle recht klein, da es nicht erlaubt war, dass sie größer als der Kaiser sind. Das Grabmal selbst sieht mit seiner beeindruckenden Mosaikdekoration eher wie ein Palast aus.

Demilitarisierte Zone (DMZ)

Auf unserem Weg weiter nach Norden haben wir den 17. Breitengrad überquert, wo 1954 eine Demilitarisierte Zone (DMZ) eingerichtet wurde. Diese Zone erstreckt sich über einen Korridor von 5 km auf beiden Seiten des Ben Hai Flusses. Während des Vietnamkrieges wurde die DMZ ironischerweise zu einer der am meisten militarisierten Zonen der Welt. Die meisten Stützpunkte und Bunker sind bereits verschwunden, aber Denkmäler und kleine Museen sind auf beiden Seiten erhalten geblieben.

Phong Nha-Ke Bang Nationalpark (UNESCO Weltkulturerbe)

Auf unserem Weg legten wir einen Zwischenstopp im Phong Nha-Ke Bang National Park ein, da dieser zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Leider liegt der Park auch in einem Gebiet, in dem es viel regnet. Aber die Boote, die wir nehmen mussten, um zu den Höhlen des Parks zu gelangen, sind an die regenreiche Situation angepasst und mit einem Dach ausgestattet. Die Höhle ist mit ihren 55 km die größte in Vietnam, aber nur die ersten Kilometer sind für Touristen zugänglich.

Historische Hauptstädte (UNESCO Weltkulturerbe)

Vietnam hatte in der Vergangenheit viele verschiedene Namen und damit wechselte auch die Hauptstadt Vietnams mehrmals. Auf unserem Weg in den Norden Vietnams kamen wir an einigen anderen alten Hauptstädten vorbei. Alle, die wir besuchten, sind Teil des UNESCO Weltkulturerbes und das war natürlich auch der wesentliche Grund, warum wir diese doch abgelegenen und nicht wirklich tourisischen Ziele auf unsere Reiseroute in Vietnam eingepant haben. Da einige der Zitadellen der Dynastien mitten im Nirgendwo liegen und einige von ihnen ziemlich verfallen sind, endete dies in einer Odyssee, um sie zu finden. Das war nur ein Grund, der andere war, dass unser Fahrer sich immer noch weigerte, sein Navigationssystem mitzunehmen und er unserem nicht folgen wollte…

Zitadelle der Ho Dynastie

Die Zitadelle der Ho-Dynastie sahen wir aufgrund der Schwierigkeit diese zu finden erst kurz vor dem Sonnenuntergang. Das war aber nicht weiter schlimm, da alle Hinweisschilder nur auf Vietnamesisch waren und das Gebäude selbst ziemlich verfallen ist. Trotzdem war jemand da, der von uns Eintritt verlangte – nur um das einzige Gebäude von außen zu sehen…

Hoa Lu

Hoa Lu war zweimal die Hauptstadt Vietnams und die Zitadelle umfasste eine Fläche von etwa 3 km². Viele der Gebäude und der Königsthron sind erhalten. Unser Reiseführer schlug vor, für den besten Blick auf Hoa Lu den Hügel hinaufzuwandern, was Paul alleine tat. Nach seinen Erzählungen riskierte er sein Leben aufgrund des Schotters und der nicht vorhandenen Wege, um diese schönen Bilder zu bekommen.

Halong Bucht (UNESCO Weltkulturerbe)

Die Ha Long Bucht besteht aus einem dichten Gebiet (ca. 1.600 km²) von ca. 1.600 aus dem Meer ragenden monolithischen Kalksteininseln, die jeweils mit Vegetation bedeckt sind. Auf mehreren Inseln gibt es Höhlen und auf zwei großen Inseln leben Menschen und es wurden Inseln touristische Hotels gebaut. Auf dem Meer lebt eine Gemeinschaft von Fischern auf schwimmenden Häusern einschließlich einer Schule für ihre Kinder. Die Inseln haben ihre Namen durch die Interpretation ihrer Formen erhalten. Zu diesen Namen gehören Katzeninsel, Schildkröteninsel, Kampfhühnerinsel und Sattelinsel. Letztere ist auch auf dem 200.000-Dong-Schein abgebildet.

In der Stadt Halong an einem der unzähligen Fährterminals angekommen, versuchten wir ein Boot zu erwischen, um durch die Halong-Bucht zu fahren. Nachdem wir den Preis von nur etwa 25 USD pro Person ausgehandelt hatten, inspizierten wir das versprochene Boot. Wir konnten nicht glauben, dass das große Boot, das normalerweise für große Gruppen von Touristen benutzt wird, unser privates Boot sein wird, das uns für diesen Preis um die Halong-Bucht herumführt. Aber tatsächlich, wir waren die einzigen vier Personen auf diesem Boot für die dreistündige Fahrt. Unglaublich!!!

Hanoi

Ca. 2.500 km und zehn Tagen Fahrt durch Vietnam nach unserem Start in Ho-Chi-Minh Stadt, sind wir in Vietnams Hauptstadt Hanoi angekommen. Hanoi ist darüber hinaus auch das kulturelle Zentrum Vietnams mit vielen historischen Stätten.

Altes Viertel von Hanoi (UNESCO Weltkulturerbe)

Das Alte Viertel von Hanoi (offizieller UNESCO Name: called Central Sector of the Imperial Citadel of Thang Long) hat die ursprüngliche Straßenführung und Architektur des alten Hanoi. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bestand Hanoi nur aus etwa 36 Straßen, die heute das Alte Viertel bilden. Die Händler und Haushalte jeder Straße waren auf bestimmte Berufe spezialisiert, wie Seide, Schmuck, Bambusleitern oder Schuhe. Die Namen der Straßen spiegeln dies noch immer wider, auch wenn sich die Geschäfte der Bewohner geändert haben.

Da wir Hanoi während des Tet-Festes zum vietnamesischen neuen Jahr besuchten, war die Stadt ziemlich leer und viele Geschäfte waren aufgrund der Urlaubszeit geschlossen.

Stadtbesichtigung in Hanoi

Da Hanoi auch das Verwaltungszentrum der französischen Kolonie Indochina war, sind in Hanoi noch viele Gebäude der französischen Kolonialarchitektur vorhanden, zum Beispiel das Opernhaus, der Präsidentenpalast und die St. Joseph Kathedrale.

Chúc Mừng Năm Mới aus Vietnam – Das vietnamesische Neujahr (Tết) erlaubte uns, ein zweites Neujahr innerhalb von vier Wochen zu feiern. Wir hatten Glück, dass wir Hanoi während des Tết besuchten, da weniger Motorräder durch die Straßen fuhren, fast alle Geschäfte geschlossen waren und wir so einen unglaublichen Blick auf die alten Häuser im Alten Viertel hatten. Dies stellte uns jedoch vor die Herausforderung, etwas zu essen zu vernünftigen Preisen und ein Reisebüro zu finden, um Bustickets für unsere weitere Reise nach Laos zu kaufen. Eine bizarre Tradition während des Tết ist es, Geld als Opfergaben in den Straßen zu verbrennen (und wir meinen wirklich mitten auf der Straße), aber es scheint Falschgeld zu sein. Die Herstellung von Papieropfern und vor allem des Falschgeldes ist eine ziemlich große Industrie in Vietnam und China.

Aufgrund des vielen Falschgeldes waren wir erschrocken, als wir am Geldwechselschalter einen noch nie gesehenen Zwei-Dollar-Schein erhielten. Aber wir fanden heraus, dass dieser Schein ziemlich selten ist, aber wirklich existiert. Also werden wir ihn als Souvenir aus Vietnam behalten.

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Sa Pa

Sa Pa ist eine sehr malerische Region mit den atemraubenden Reisterrassen. Wir waren in Sa Pa für zwei halbe Tage und sind insgesamt ca. 20 km zu den Minderheitendörfern Cat Cat, Lao Cai und Ta Van gewandert. In all diesen Dörfern gab es Dutzende von kleinen Läden mit selbstgemachter Kleidung, Taschen und Schmuck. Die Tour führte teilweise über schmale, rutschige Pfade steil bergab und über schlammige Wege sowie durch dichten Nebel mit kleinen Regentropfen, über Flüsse und dies gemeinsam mit Schweinen und Wasserbüffeln. Aber eine traumhafte Kulisse für so eine Wanderung!

Am ersten Tag war die Wanderung hinunter zum ersten Dorf sehr steil und wir waren uns plötzlich bewusst, wie anstrengend der Weg hinauf zurück nach Sa Pa sein würde. Der Abstieg mit unserem Guide und in einer Gruppe endete mit dem Aufstieg allein mit dem Guide – alle außer uns fuhren mit einem Motorrad zurück nach Sa Pa. Die kühlere Temperatur in den Bergen machte es jedoch zu einer sehr angenehmen Wanderung und wir genossen diese zwei herausfordernden Tage.

Die chaotische Art des vietnamesischen Reisens erlebten wir auf unserer Rückfahrt von Sa Pa nach Hanoi. Wir durften nicht in den gebuchten Bus einsteigen, da das Busunternehmen uns mitteilte, dass unser Reisebüro unsere Rückfahrt nicht bezahlt habe. 30 Minuten und vier Telefonate mit unserem Reisebüro später durften wir dann doch in den Bus einsteigen. Allerdings stiegen in der Zwischenzeit viele andere Leute in den Bus ein, so dass es keine Sitzplätze mehr für uns gab. Das bedeutete, entweder sechs Stunden lang auf dem Boden des Busses zu sitzen oder einen Nachtbus zu nehmen, der sieben Stunden später abfuhr. Wir entschieden uns für die erste Möglichkeit…

Traditionelle Gerichte in Vietnam

In Hanoi genossen wir jeden Tag das leckere Street Food. Bei einem Spaziergang durch die Straßen von Hanoi fanden wir Menschen, die auf Plastikstühlen auf den Gehwegen saßen und direkt neben Menschen, die Essen zubereiteten und kochten, aßen. Wir sind jetzt echte Fans von vietnamesischem Essen, besonders die leckere und gesunde Pho-Suppe war unser Favorit zum Frühstück oder Abendessen.

 

Pho Suppe

Mehrmals während unserer Reise durch Vietnam haben wir Pho-Suppe probiert – und das tun wir auch immer noch zu Hause in Deutschland, da wir diese leckere Suppe wirklich lieben.

Wir haben die typisch vietnamesische Pho-Suppe zum Frühstück, zum Mittagessen und auch zum Abendessen genossen. Die Suppe mit ihren Reisnudeln ist sehr lecker. In dem auf Pho-Suppen spezialisierten Restaurant „Pho 2000“ in Ho-Chi-Minh Stadt hat vor einigen Jahren auch der ehemalige Präsident Bill Clinton auf eine Schale vorbeigeschaut. Dieses befindet sich in der Nähe des Zentralmarktes.

Bun Cha

Knusprig gebratenes Schweinefleisch – das war das erste Abendessen, das wir in Vietnam hatten, als wir in Ho-Chi-Minh Stadt ankamen

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Nem / Frühlingsrollen

Die gehen immer und zu jeder Zeit! Immer frisch zubereitet und wir wurden nie enttäuscht!

Hot Pot

Unser Lieblingsessen mit meinen Schwiegereltern, das wir immer dann, wenn wir ein bißchen mehr Zeit hatten, gemeinsam genossen.

Morning Glory

Leckeres Gemüse mit Wasserspinat

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Vietnamesischer Kaffee

Kaffee auf Vietnamesisch – mit Kondensmilch, was den Kaffee sehr köstlich und cremig macht

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Aufgrund von Tết hatten wir Probleme, ein offenes Reisebüro für einen Bus nach Laos zu finden. Daher entschieden wir uns, einen Flug auf eigene Faust zu buchen, was die teurere, aber kürzere Option war. Dies ermöglichte uns auch, unseren Aufenthalt in Vietnam zu verlängern, um einen Ausflug in die vietnamesischen Berge in Sa Pa nahe der Grenze zu China zu machen.

Our recommendations for Vietnam

Reiseführer – auch hier haben wir Lonely Planet vertraut


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